Rezension: Aerophore 1 - Die neue Galaxie (Hoerspielprojekt)


Am 7. November 2009 veröffentlichte Hoerspielprojekt die erste Episode der Science-Fiction-Serie Aerophore, die seitdem als kostenfreier Download verfügbar ist. Nahezu zwei Jahre hat es gedauert, doch nun feiert am 12. August 2011 mit Aerophore 2 - Planetenblues die Fortsetzung ihre Premiere im Webradio der Community. Ein guter Anlass, noch einmal die Auftaktfolge unter die Lupe zu nehmen.
Die Besatzung des Raumschiffs Aerophore soll im Auftrag eines terranischen Konzerns in der Nähre des Pferdekopfnebels Staubwolken untersuchen. Plötzlich findet man sich in einer unbekannten Galaxie wieder, nichtsahnend der Abenteuer und Gefahren, die man im Laufe der Geschehnisse erleben wird. 
Ich will es bei dieser kurzen Inhaltsangabe belassen, denn jede weitere Erklärung würde massive Spoiler enthalten, welche dem Hörer, der die Geschichte noch nicht kennt, deutlich den Spaß verderben würden. Aerophore ist ein Hörspiel im Stile der klassischen Space Opera. Zwar sind die Charaktere interessant gezeichnet, allerdings bestimmt hier eindeutig der Plot das Geschehen. Bereits wenige Minuten nach Beginn steht schon die erste Actionszene auf dem Programm und Autor Roman Ewert lässt es gleich ordentlich krachen. Doch viel Zeit haben die Figuren nicht, sich von den Geschehnissen zu erholen, denn die nächsten Herausforderungen warten schon.
Rezension: Aerophore 1 - Die neue Galaxie (Hoerspielprojekt)

Der Crew der Aerophore leihen zahlreiche Sprecher und Sprecherinnen ihre Stimme, die man auch aus anderen Produktionen von Hörspielprojekt oder sogar kommerziellen Produktionen kennt. Roman Ewert, der neben dem Skript auch die Regie und den Schnitt übernommen hat, spricht Captain Elias Black als einen ruhigen, aber doch entschlussfreudigen Befehlshaber. Sven Matthias ist als Wissenschaftler Richard O’Bannon zu hören und Dirk Hardegen ist als draufgängerischer Waffenspezialist Mickey Benett ebenfalls mit von der Partie. Verstärkt wird dieses Trio von Alexander Turrek als herrlich knurriger Maschinist Mister Hacket, dem offenbar sein Vorname abhanden gekommen ist. Daneben sind mit Paul Burghardt als Frischling Johnny Howler und Rieke Werner als Verbindungsoffzierin Carmen Merriweather Stimmen zu hören, die ich bislang noch nicht in Produktionen von Hörspielprojekt bewusst wahrgenommen habe. Besonders Rieke Werner hat mir in ihrer einfühlsamen Art sehr gut gefallen. Damit steht sie in klarem Kontrast zur versnobten Schiffs-KI mit dem Namen Alice. Vera Bunk geht in ihrer Rolle wirklich auf. Die Besetzung zahlt sich aus, denn alle Sprecher liefern überzeugende Portraits ihrer Charaktere ab. Gute Arbeit!
Was die Story angeht, so hat sich Roman Ewert an den Klassikern des Genres orientiert. Da lassen Filme wie Alien oder Serien wie Star Trek schön grüßen. Doch gerade daran, welche bekannten Elemente der Autor aufgegriffen und wie er sie miteinander verbunden hat, erkennt man, dass er ein Kenner der Materie und ein wirklicher Fan des Genres ist. Als Anhänger der SF freut man sich über den Wiedererkennungseffekt. Da macht es nichts, dass Ewert die Idee der Schiffs-KI bei Gene Roddenberry's Andromeda oder Mark Brandis entliehen hat. Was allein zählt ist, dass die Elemente in der Handlung funktionieren. Und das tun sie auf ganzer Linie.
Die Einführung der Charaktere im Form eines Logbucheintrags ist nicht unbedingt elegant, funktioniert aber durchaus und ist deshalb verzeihlich. Die Figuren verhalten sich durchweg nachvollziehbar, was dem Hörer hilft, sich mit ihnen zu identifizieren. In dieser Folge werden die Charaktere zunächst einmal etabliert. Sie mit Background auszustatten, wird die Aufgabe der kommenden Episoden sein. Fürs erste reichen die Informationen, die Roman Ewert uns gibt, aber vollkommen aus. Insgesamt ist die Story von Anfang bis Ende spannend, leistet sich keine Längen und die ca. 46 Minuten Gesamtspielzeit rasen nur so am Hörer vorbei. Daumen hoch!
Wie immer hängt ein Großteil der Wirkung des Hörspiels von der Gestaltung der Soundeffekte und der Musik ab. Was die Sounds angeht, so gibt sich Aerophore kaum eine Blöße, auch wenn es Spielraum für Verbesserungen gäbe. Gerade am Schluss hätten ein oder zwei Sounds die Handlung noch besser unterstützen können. Insgesamt schaffen es die Geräusche aber gut, die Handlung so zu unterstützen, dass im Kopf das entsprechende Bild entsteht und das "Kopfkino" möglich wird.
Die Musik von Manuel Senfft ist ein echtes Juwel und wer möchte, der kann sich den Soundtrack sogar separat herunterladen. Eine wirklich tolle Idee! Sowohl im Rahmen des Hörspiels als auch für sich genommen, macht die Musik wahnsinnigen Spaß. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass dies einer der  besten Soundtracks einer Produktion von Hörspielprojekt ist. 
Mit Aerophore kann das Hoerspielprojekt wieder einmal vollauf überzeugen. Immer wenn man glaubt, dass  ein Level erreicht wurde, den man nicht noch steigern kann, präsentiert die Community eine neue Produktion und belehrt das Publikum eines Besseren.  Wer Space Operas mag und dazu noch Hörspielfan ist, sollte sich dieses Weltraumabenteuer nicht entgehen lassen.
Link 1: Download von Aerophore bei Hoerspielprojekt
Link 2: Webradio von Hoerspielprojekt 
Am 7. November 2009 veröffentlichte Hoerspielprojekt die erste Episode der Science-Fiction-Serie Aerophore, die seitdem als kostenfreier Download verfügbar ist. Nahezu zwei Jahre hat es gedauert, doch nun feiert am 12. August 2011 mit Aerophore 2 - Planetenblues die Fortsetzung ihre Premiere im Webradio der Community. Ein guter Anlass, noch einmal die Auftaktfolge unter die Lupe zu nehmen.
Die Besatzung des Raumschiffs Aerophore soll im Auftrag eines terranischen Konzerns in der Nähre des Pferdekopfnebels Staubwolken untersuchen. Plötzlich findet man sich in einer unbekannten Galaxie wieder, nichtsahnend der Abenteuer und Gefahren, die man im Laufe der Geschehnisse erleben wird. 
Ich will es bei dieser kurzen Inhaltsangabe belassen, denn jede weitere Erklärung würde massive Spoiler enthalten, welche dem Hörer, der die Geschichte noch nicht kennt, deutlich den Spaß verderben würden. Aerophore ist ein Hörspiel im Stile der klassischen Space Opera. Zwar sind die Charaktere interessant gezeichnet, allerdings bestimmt hier eindeutig der Plot das Geschehen. Bereits wenige Minuten nach Beginn steht schon die erste Actionszene auf dem Programm und Autor Roman Ewert lässt es gleich ordentlich krachen. Doch viel Zeit haben die Figuren nicht, sich von den Geschehnissen zu erholen, denn die nächsten Herausforderungen warten schon.
Rezension: Aerophore 1 - Die neue Galaxie (Hoerspielprojekt)

Der Crew der Aerophore leihen zahlreiche Sprecher und Sprecherinnen ihre Stimme, die man auch aus anderen Produktionen von Hörspielprojekt oder sogar kommerziellen Produktionen kennt. Roman Ewert, der neben dem Skript auch die Regie und den Schnitt übernommen hat, spricht Captain Elias Black als einen ruhigen, aber doch entschlussfreudigen Befehlshaber. Sven Matthias ist als Wissenschaftler Richard O’Bannon zu hören und Dirk Hardegen ist als draufgängerischer Waffenspezialist Mickey Benett ebenfalls mit von der Partie. Verstärkt wird dieses Trio von Alexander Turrek als herrlich knurriger Maschinist Mister Hacket, dem offenbar sein Vorname abhanden gekommen ist. Daneben sind mit Paul Burghardt als Frischling Johnny Howler und Rieke Werner als Verbindungsoffzierin Carmen Merriweather Stimmen zu hören, die ich bislang noch nicht in Produktionen von Hörspielprojekt bewusst wahrgenommen habe. Besonders Rieke Werner hat mir in ihrer einfühlsamen Art sehr gut gefallen. Damit steht sie in klarem Kontrast zur versnobten Schiffs-KI mit dem Namen Alice. Vera Bunk geht in ihrer Rolle wirklich auf. Die Besetzung zahlt sich aus, denn alle Sprecher liefern überzeugende Portraits ihrer Charaktere ab. Gute Arbeit!
Was die Story angeht, so hat sich Roman Ewert an den Klassikern des Genres orientiert. Da lassen Filme wie Alien oder Serien wie Star Trek schön grüßen. Doch gerade daran, welche bekannten Elemente der Autor aufgegriffen und wie er sie miteinander verbunden hat, erkennt man, dass er ein Kenner der Materie und ein wirklicher Fan des Genres ist. Als Anhänger der SF freut man sich über den Wiedererkennungseffekt. Da macht es nichts, dass Ewert die Idee der Schiffs-KI bei Gene Roddenberry's Andromeda oder Mark Brandis entliehen hat. Was allein zählt ist, dass die Elemente in der Handlung funktionieren. Und das tun sie auf ganzer Linie.
Die Einführung der Charaktere im Form eines Logbucheintrags ist nicht unbedingt elegant, funktioniert aber durchaus und ist deshalb verzeihlich. Die Figuren verhalten sich durchweg nachvollziehbar, was dem Hörer hilft, sich mit ihnen zu identifizieren. In dieser Folge werden die Charaktere zunächst einmal etabliert. Sie mit Background auszustatten, wird die Aufgabe der kommenden Episoden sein. Fürs erste reichen die Informationen, die Roman Ewert uns gibt, aber vollkommen aus. Insgesamt ist die Story von Anfang bis Ende spannend, leistet sich keine Längen und die ca. 46 Minuten Gesamtspielzeit rasen nur so am Hörer vorbei. Daumen hoch!
Wie immer hängt ein Großteil der Wirkung des Hörspiels von der Gestaltung der Soundeffekte und der Musik ab. Was die Sounds angeht, so gibt sich Aerophore kaum eine Blöße, auch wenn es Spielraum für Verbesserungen gäbe. Gerade am Schluss hätten ein oder zwei Sounds die Handlung noch besser unterstützen können. Insgesamt schaffen es die Geräusche aber gut, die Handlung so zu unterstützen, dass im Kopf das entsprechende Bild entsteht und das "Kopfkino" möglich wird.
Die Musik von Manuel Senfft ist ein echtes Juwel und wer möchte, der kann sich den Soundtrack sogar separat herunterladen. Eine wirklich tolle Idee! Sowohl im Rahmen des Hörspiels als auch für sich genommen, macht die Musik wahnsinnigen Spaß. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass dies einer der  besten Soundtracks einer Produktion von Hörspielprojekt ist. 
Mit Aerophore kann das Hoerspielprojekt wieder einmal vollauf überzeugen. Immer wenn man glaubt, dass  ein Level erreicht wurde, den man nicht noch steigern kann, präsentiert die Community eine neue Produktion und belehrt das Publikum eines Besseren.  Wer Space Operas mag und dazu noch Hörspielfan ist, sollte sich dieses Weltraumabenteuer nicht entgehen lassen.
Link 1: Download von Aerophore bei Hoerspielprojekt
Link 2: Webradio von Hoerspielprojekt 


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