Review zu Sakura – I want to eat your pancreas Band 01

Sakura - I want to eat your pancreas erschien am 27.11.2018 bei Carlsen und ist in zwei Bänden abgeschlossen. Erstmalig erschien der Manga 2015 in Japan von Yoru Sumino und Idumi Kirihara, darauf folgten eine Verfilmung im Jahr 2017 und ein Anime-Film, welcher im September 2018 erschien und auf dem AKIBA PASS Festival 2019 vorgestellt wird. Wir haben uns den ersten Band angesehen!

Handlung

Sakura schreibt Tagebuch. Sie weiß, dass sie bald sterben wird und möchte die Tage bis dahin festhalten. Nur sie weiß, was darin geschrieben steht. In der Schule ahnt niemand etwas, denn dass sie sterben wird, hält sie geheim. Bis zu dem Tag als ein Mitschüler zufällig von ihrer Krankheit erfährt.

In diesem Manga wird die äußerst schwierige Thematik Krankheit und Tod im jugendlichen Alter auf eine äußerst sensible Art aufgegriffen und bringt dem Leser das Leben bzw. den Weg zu einem sterbenden Jugendlichen auf feinfühlige Art näher.

Es wird eine Aufmerksamkeit auf ein Thema geschaffen, welches wahrscheinlich zu viele Jugendliche und Kinder betrifft: Krebs in jungen Jahren und ein früher Tod. Hierfür vergeben wir eine Wertung von 10,0 Punkten.

Zeichenstil

In Sakura - I want to eat your pancreas werden die wahren Emotionen überwiegend durch die Schattierung und die Lichtverhältnisse dargestellt. Insgesamt werden Umgebung und Details sehr minimalistisch gehalten, was den Fokus der Handlung noch stärker auf die beiden Protagonisten legt und der Atmosphäre ein Gefühl der Ruhe verleiht.

Leider wirkt die Handlung doch recht undynamisch, da die Charaktere teils starr dargestellt werden und sich dazu ein großer Teil der Handlung im Sitzen abspielt.

Dafür vergeben wir die Wertung von 8,0 Punkten.

Perspektive

Das Geschehen wird von unserem namenlosen Protagonisten erzählt, welcher sich an die Zeit mit Sakura zurückerinnert. Somit erfährt der Leser Sakura zwar als einen Hauptcharakter, jedoch bleibt ihr Eindruck, welcher vermittelt wird vom namenlosen Protagonisten behaftet. Somit sind seine Erinnerungen und Gefühle nicht objektiv.

Dies wird schon sehr deutlich anhand dessen, dass sein Name unbekannt bleibt, obwohl dieser offensichtlich des öfteren genannt wird.

In dieser Kategorie verdient sich der Manga eine Wertung von 7,0.

Fazit

Auf faszinierende, leicht scheue, aber feinfühlige Art und Weise wird ein wichtiges Thema näher gebracht, welches jeden betreffen könnte und für dieses sensibilisiert. Häufig ist es noch ein Tabu offen über das Sterben und insbesondere frühes Sterben zu sprechen. Somit bietet dieser Manga eine Möglichkeit in die Gefühlswelt von Betroffenen einzutauchen.

Wobei gesagt werden muss, dass diese Gefühle wahrscheinlich nie so nachvollzogen werden können, wie von jemandem, der wirklich betroffen ist. Trotzdem ist ein wichtiger Schritt getan auf diese Thematik aufmerksam zu machen, was man dem Manga zugute halten kann. Band 2 von Sakura - I want to eat your pancreas erscheint am 26.02.2019.

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