|Review| Verflixt und zugeschnürt!

Von Shireen @shireentestet

...oder wie geht das Sprichwort noch gleich? Zwischen zugenäht oder zugeschnürt kann es doch kaum einen großen Unterschied geben - oder etwa doch?

Als ich vor gut 10 Jahren die Gothic-Szene für mich entdeckte, in der ich mich ab diesem Zeitpunkt die nächsten Jahre herumtreiben sollte, dauerte es nicht lange, bis ich erste Bekanntschaft mit Corsagen und Korsetts machte. Zunächst habe ich sie nur auf Fotos und an anderen Damen (und selten auch mal an einem Herren) der Szene bewundert, aber der Gedanke "Sowas will ich auch!" spukte bereits in meinem Kopf herum.

So dauerte es nicht lange, bis ich mir meine erste Corsage zulegte. Dieses recht einfache, aber dennoch zeitlose Modell bestand aus schwarzem Satin, in dem Plastikstäbchen zur Stabilisierung vernäht waren und das mittels einer Kreuzschnürung auf dem Rücken geschlossen zugeschnürt wurde. Die 2. Corsage, die drauf folgte, bestand ebenfalls aus schwarzem Satin, war aber im Gegensatz zur Ersteren trägerlos und ohne Schnürung; sie wurde mit kleinen Häkchen auf der Vorderseite verschlossen. Beide Corsagen haben noch heute einen Ehrenplatz in meinem Kleiderschrank und auch wenn ich sie schon lange Zeit nicht mehr getragen habe, möchte ich mich nicht von ihnen trennen.

Vor  nicht allzu langer Zeit, es war Ende Januar diesen Jahres, bekam ich wieder Lust auf das Tragen einer Corsage, als ich zufällig auf der Facebookseite vom zugeschnuert-shop über den Deal des Tages stolperte, der aus 50% Preisnachlass für eine wunderschöne cremefarbene Corsage mit schwarzer Spitze bestand.

Normalerweise ist diese zu einen Preis von 34,95 € im Shop erhältlich, aber aufgrund des Deals war sie an diesem Tag für 17,95 € zu haben. Da habe ich nicht lange gefackelt, sondern direkt zugeschlagen.

Aber nicht nur die Liebe zu Corsagen ist aus meiner wilden Gruftizeit geblieben, sondern auch der Hang zu Nylons. Im Laufe der Jahre hat sich mein Geschmack diesbezüglich aber auch extrem verändert. In meinen jungen 20ern war ich regelrecht auf geringelte Overknees in schwarz/weiß und schwarz/rot versessen und schlüpfte zu jeder sich bietenden Gelegenheit in Rock und Netzstrumpfhosen.

Heute fühle ich mich in den schlichteren Varianten eindeutig wohler und so wurden die Muster mit der Zeit immer dezenter und die Löcher in den Nylons verschwanden schließlich ganz. Eigentlich schade, aber das ist wohl der Lauf der Dinge.

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