Review: Steel Rats – Plattformspiel auf der Playstation 4. Unsere Eindrücke

Review: Steel Rats – Plattformspiel auf der Playstation 4. Unsere Eindrücke Motorräder mit Kettensägen an den Vorderreifen, die Wände hoch und runter fahren können und vor denen selbst Decken nicht sicher sind. So stellt sich das Spiel Steel Rats von Tate Multimedia dar. Ist das Spiel so vielversprechend, wie es sich anhört? Hier unsere Meinung.

In den 90er Jahren gab es mal eine Animationsserie im Fernsehen, die sich Biker Mice from Mars nannte (wer erinnert sich noch daran?).

Coole Mäuse (!!!) auf Motorrädern kämpften gegen außerirdische Aggressoren. Steel Rats schlägt mit seiner Story in eine ähnliche Kerbe.

Story

In einem Setting, daß an die 1950er Jahre erinnert aber sich in einer zukünftigen Zeitline befindet, wird ein Jungspunt auf seiner Maschine plötzlich von einer Horde Roboter angegriffen. Mit seiner Motorrad-Bande, den Steel Rats, macht er sich auf den Weg, die Schrott-Robots aufzuhalten. Dieser Biker-Club besteht aus vier Charakteren, die nach und nach frei geschaltet werden und durch die man blitzschnell hin und her schalten kann. Jeder der Helden hat geringfügig andere Fähigkeiten. So hat James, der Anführer, den größten Gesundheitsbalken, während Lisa, die Rennfahrerin, die höchste Geschwindigkeit erzielt - der Spieler hat die Wahl. Sollte jedoch der gewählte Protagonist das zeitliche Segnen, ist er bis zum Ende des Levels nicht mehr anwählbar. Haben alle vier keine Gesundheit mehr heißt es: Level neu beginnen.

Jipeeeeehhhh

Am meisten Spaß macht es bei dem Spiel, sein Bike herum zu wirbeln, Roboter zu zerschmettern, Wände und Decken zu befahren und von hohen Gebäuden zu springen. Steel Rats ist an sich ein Side-Scrolling-Plattformer auf einem aufgemotzten Motorrad. Dabei ist die Steuerung hervorragend. Ein Druck auf die Kreistaste lässt das Rad in die entgegengesetzte Richtung schwingen und mit der R2-Schultetaste versetzt man dem Bike einen Geschwindigkeits-Boost. Irgendwie erinnert das an Sonic, mit der Möglichkeit buchstäblich die Wände hoch zu gehen. Mit Höchstgeschwindigkeit durch die Level zu brettern, macht einen unheimlichen Spaß, auch wenn es immer schwieriger wird, den Lauf bis zum Ende eines Levels durchzuhalten. Touchiert man ein Hindernis, daß mit der Vorderrad-Säge nicht zerstörbar ist - und der ruhmreiche Run ist blamabel zu Ende.

Viel Licht bringt viel Schatten

Ja - Steel Rats ist ziemlich einzigartig. Es schaut gut aus und ist exzellent spielbar. Doch hat das Spiel auch einige eklatante Mängel, die die Lust am daddeln doch sehr trüben. Die oben genannte Steuerung ist zwar gut, aber, daß Layout der Tasten ist doch ziemlich gewöhnungsbedürftig. R2 ist das Gas, soweit okay - aber, die X-Taste bringt die Säge zum Rotieren und verschafft auch einen extremen Boost, was dazu führt, daß der Spieler dazu verleitet wird, immer nur diesen Button zu drücken. So, und nun wird es kompliziert: Der Sprungknopf ist das Dreieck - um diesen zu verlängern muss sowohl die R2-, als auch die X-Taste gedrückt werden, damit der Anlauf auch stimmt. Natürlich gibt es auch einen Spezialangriff und der liegt auf dem R1-Schalter. So bleibt dem Spieler eigentlich nur, während des gesamten Spiels die R1-, R2- und die X-Taste gedrückt zu halten. Eine Umbelegung des Tastenlayouts ist nicht vorgesehen. Vielleicht behebt ein kommender Patch das Problem.

Ab und zu geht das Programm auch in die Knie und die Framerate sackt merklich ab. In der heutigen Zeit eigentlich sehr ungewöhnlich.

Die eigentliche Enttäuschung sind aber die Wiederholungen. Großen klobigen Roboter mit drei Beinen sind die Gegner und alle werden auf die gleiche Art und Weise verschrottet, indem man mit der Kettensäge über sie drüber fährt. Bei größeren Angreifern wiederholt man dies solange auf den Schwachpunkt, bis der blaue Balken des Gegners aufgebraucht ist. Da bringen auch dir verschiedenen Spezialattacken der Helden, Lisa hat den Flammenstrahlen, James hat einen Hammerangriff und Toshi hat eine Drohne, mit der Luftgegner besiegt werden können, während Randall eine Harpune besitzt, nicht viel Abwechslung, da das Schema immer gleich bleibt.

Gerade aus, oder wie?

Steel Rats ist unerbittlich linear. Fünf Inseln, mit jeweils vier bis sieben Stufen, damit hat es sich. Einige Level haben alternative Routen und in jedem ist ein Geheimnis versteckt, welches die „alte Überlieferung" weiter aufdeckt. Im Großen und Ganzen bewegt man sich aber immer von links nach rechts, auch wenn das Auftauchen des Killdozers, der den Spieler verfolgt, ein wenig Abwechslung bringt. Oder wenn man einen fliegenden Roboter entlang einer zerstörten Autobahn jagen müssen, um einige gestohlene Uranruten zu holen. Dies sind sowohl die besten, als auch die schlechtesten Stufen im Spiel - denn ein Fehler und man muss wieder ganz von vorne anfangen (Battletoads-Howerbike-Level lässt grüßen).

Die gleiche Geschichte wiederholt sich

Also, nicht nur, daß sich im Spiel einiges wiederholt, nein - eher folgendes: eine großartige Idee, die nicht gut umgesetzt wird. Immer ist irgendwie die Wirtschaft kaputt, immer werden nach Abschluss eines Levels Upgrade frei geschaltet. Zahlungsmittel ist übrigens der Schrott, der durch die Zerstörung der Roboter und einiger Umgebungsobjekte eingesammelt wird.

Und schon sind wir wieder bei einem Problem: die Upgrades, beziehungsweise, das Geld zum Kaufen dieser, bekommt man auch, wenn der Charakter einfach durch das Level pflügt, da jede Stufe beliebig oft wiederholt werden kann. Besser wäre es doch gewesen, diese an Herausforderungen zu koppeln. Außerdem sind die Neuerungen für die Bikes einfach zu schwach. Die Hauptwaffe reicht eigentlich schon. Auch sind die Unterschiede bei den Helden einfach nicht so groß, daß sich ein Wechsel wirklich rentiert.

So bleibt ein gut gemachtes Action-Spiel, welches viel Potential verschenkt, aber kurzweilig viel Spaß macht.

Summary

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