Review: DIE BRAUT DES TEUFELS - Drei Freunde für ein Ave Satani

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Fakten:
Die Braut des Teufels (The Devil Rides Out)
GB, 1968. Regie: Terence Fisher. Buch: Richard Matheson. Mit: Christopher Lee, Charles Gray, Leon Greene, Patrick Mower, Nike Arrighi, Gwen Ffrangcon Davies, Sarah Lawson, Paul Eddington, Rosalyn Landor. Russell Waters u.a. Länge: 92 Minuten. FSK: ab 16 Jahren freigegeben. Auf DVD und Blu-ray (Import) erhältlich.
Story:
Nicholas und Rex wollen nach langer Zeit ihren alten Freund Simon wiedertreffen, doch dieser hat sich von ihnen abgekapselt. Als sie ihn in seinem Anwesen besuchen, stören sie gerade ein Treffen seiner elitären Verbindung von Satanisten. Sie versuchen, Simon aus dem Teufelskreis zu retten, aber sich mit dem Teufel persönlich anzulegen gestalltet sich als schwierig.

  
Meinung:

 
" Don't look at the Eyes!"


Christopher Lee bezeichnet "The Devil Rides Out" als einer seiner liebsten Filme, lässt sich auch verstehen, obwohl es nicht sein bester ist, gleichbedeutend für die lange Liste der Hammer-Filme. Da sticht diese Produktion durchaus heraus, ohne komplett zu überzeugen, aber hinterlässt trotz einiger Fehler einen positiven Gesamteindruck. Das liegt zu einem nicht geringen Anteil an Hammer-Vorzeige-Regisseur Terence Fisher, der es mal wieder wie kein zweiter versteht, den Geist und die Faszination dieser Filme perfekt auf den Punkt zu bringen.

Review: DIE BRAUT DES TEUFELS - Drei Freunde für ein Ave Satani

Der Teufel trägt Ziege...

Ohne grosses Vorgeplänkel wird die Story schnell vorangetrieben, holpert leider nur zwischenzeitlich erheblich, birgt dabei aber reichlich Potenzial und kann das gelegentlich gut ausspielen. Das liegt oft an Fisher, der einfach weiß, was die Fans sehen und fühlen wollen. Trotz diverser Drehbuchschwächen und einem, speziell heute, unfreiwilligem Humor (leider viel zu oft) macht sein Streifen partiell ordentlich was her, letztendlich eine Einzelleistung von Fisher. Mit einem anderen Regisseur wäre dieses Werk wohl deutlich abgerutscht und stellvertretend für die späten 60er, als die Hammer-Studios ihren Zenit schon überschritten hatten und Qualität nur noch Ausnahmeerscheinungen waren. Dabei ist die Idee und Grundstory ein frischer, dringend benötigter Wind. Angesiedelt in der Jetztzeit, ohne Monster und Mutationen, dabei mit dem nötigen, übernatürlichen Flair, dieser Stimmung und dem Charme, was essentziell für die guten Studio-Filme war. "The Devil Rides Out" lässt bei den Stärken die Muskeln spielen und überrascht sogar in Details, geizt leider auch nicht mit Fehlern.

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...aber wer ist teuflische als Christopher Lee?


Zu den Stärken: In Sachen Stimmung und inszenatorischem Können ist das gehobenes Drittel. Das ist Terence Fisher, das ist eine Perle in der B-Movie-Auster, der konnte auch Schrott noch zum Glänzen bringen. Das ist kein Schrott, weit entfernt, nur mit einem anderne Verantwortlichen hätte das auch kippen könnnen. Man reduziere Fisher und seine Arbeit vom Rest, wird schwierig. Die Geschichte an sich macht auch Spass und Christopher Lee darf endlich mal mit seinem Image brechen. Kaum zu glauben, er ist nicht der Bösewicht. Lee als "der Gute", bei Hammer, unglaublich. Dementsprechend wird er seiner Position als Hauptdarsteller endlich mal gerecht, wird nich nur für 3-4 Schlüsselszenen vor die Kamera geschubst, sondern ist auch physisch dauerpräsent, was dem Film nur gut tut. Lee kann einen Film im Alleingang tragen, macht er hier auch teilweise. Manche Hänger sind trotz interessanter Story vorhanden, dafür überzeugen diverse, surreale Momente wunderbar und sind für den Hammer-Spar-Kurs erstaunlich aufwendig umgesetzt. Das rettet den Film nicht komplett, denn das Skript ist leicht konfus und geizt nicht mit absurden, definitiv nicht angepeilten Lachern, hat aber so unendlich viel Charme und bombenstarker Stimmung, deshalb sieht man sich doch einen Hammer-Film an.
Wenn hier alles (Story, Skript, Regie, Darsteller) auf einem Niveau spielen würde, ein Knaller. So ist das ein guter, sympathischer Hammer-Film, dem die Schwächen genau so anzusehen sind wie die Stärken. Reicht aber, solide, unterhaltsam, punktuell toll, manchmal doof, alles in allem eine recht runde Sache, für Fans sicherlich spassig und rundum empfehlenswert.
6,5 von 10 Basket-Chicken

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