Review: CHUCKY - DIE MÖRDERPUPPE - Im Kinderzimmer ist der Teufel los

Review: CHUCKY - DIE MÖRDERPUPPE - Im Kinderzimmer ist der Teufel los
Fakten:
Chucky – Die Mörderpuppe (Child’s Play)
USA. 1988. Regie: Tom Holland. Buch: Don Mancini, Tom Holland, John Lafia.
Mit: Chris Sarandon, Cathrine Hicks, Alex Vincent, Brad Dourif, Jack Colvin, Dinah Manoff, Raymond Oliver, Ted Liss, Tommy Swerdlow u.a. Länge: 83 Minuten. FSK: freigegeben ab 16 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.
Story:
Serienkiller Charles Lee Ray wird vom Cop Mike bei einer Verfolgungsjagd tödlich verwundet. Doch Lee Ray ist bewandert mit den gefährlichen Künsten des Voodoo und transferiert seine böse Seele in eine Puppe. Eben jene Puppe bekommt der kleine Andy geschenkt. Der Beginn eines Alptraums.


Meinung JackoXL:
Der erste Auftritt des rothaarigen Kinderschrecks mit dem Engelsgesicht und der bösen Stimme. Mit dem im letzten Jahr erschienenen "Curse of Chucky" gab es nach langer Zeit wieder ein (recht anständiges) Lebenszeichen. Recht anständig, das generelle "Problem" vom Big Boy. Denn im Vergleich mit anderen Serientätern wie Freddy Krueger, JasonVorhees, Michael Myers oder Pinehead gibt es einen großen Unterschied: Jeder der Kollegen hat unter seinen Franchise-Auswüchsen mindestens einen wirklich guten Film (in der Regel das Original, oft noch einen weiteren Lichtblick). Auf den ersten "Chucky" trifft dies nur bedingtzu. Unter der Regie von Tom Holland ("Fright Night", von dort gleich auch Hauptdarsteller Chris Sarandon mitgebracht) ist ein Horrorfilmentstanden, der zwar einen bemerkenswerten Antagonisten etabliert, tricktechnisch für seine Zeit (und Möglichkeiten) einiges auf dem Kasten hat und absolut seine Momente vorzuweisen hat, jedoch insgesamt nicht die goldene Mitte findet.

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Mutti freut's: endlich ein Spielzeug mit Babysitter-Qualitäten

Anders als seine Fortsetzungen setzt das Original noch weniger auf bösartigen Humor und expliziten Gore, was ihm rückwirkend deutlich gut getan hätte. Denn so richtig ernstnehmen mag man den Plastik-Voodoo-Pumuckel dann doch nicht und trotz aller Bemühungen, das Wörtchen Trash fällt in Bezug auf den Film sicherlich mehr als einmal. Auch wenn die direkten Sequels es ebenfalls nicht in den Olymp des Genres schafften, das wurde dort (zum Teil) besser, da direkter verwertet. Dafür krankte es dort an anderen Stellen. "Chucky" wirkt manchmal (unfreiwillig) etwas albern, dreht die Spannung selten richtig hoch und hat schon einige sehr haarsträubende Momente zu bieten (wurden kleine Kinder damals wirklich auf diese pädagogische Art und Weise "therapiert"?).Sei es wie es sei, "Chucky" hat Charme, einen charismatischen Fiesling(mit der unverkennbaren Original-Stimme von Brad Dourif) und ein schönes Finale, welches leicht an "Terminator" erinnert. Nostalgischer80er-Horror für Fans.

6 von 10 nicht benötigten Batterien

Meinung stu:
Vage zwischen Spukgeschichte, Voodoo-Zauber und Massenmord pendelt Tom Hollands („Thinner – Der Fluch“) Gruselstück umher. Es gelingt ihm ab und zu auch kurzzeitige Gänsehaut zu verursachen, vor allem dann, wenn er perfides Katz-und-Maus-Spiel mit der Unschuld des Kinderzimmers kreuzt. Doch in Anbetracht der Geschichte, die ihre verschiedenen Stilelemente nicht harmonisch in Einklang bringt (es auch nicht einmal richtig versucht), bleibt vom ganzen Hokus Pokus nicht mehr viel übrig, außer der Stellenwert eines unverdienten Legendenstatus, der mit den Sequel zementiert, bzw. wieder destruiert wurde. Die Kollegen Pinhead, Krüger, Myers können über den kleinen Chucky wohl auch nur müde lächeln. Auch in Anbetracht dessen, dass der Beginn der Reihe bei weitem nicht so grafisch und übertrieben ist, wie seine späteren Nachfolger oder gar wie sein Ruf. Der gute, alte Chucky konzentriert sich nämlich letztlich doch mehr auf Suspense statt auf die grobe Keule. Das ist eigentlich überaus positiv, ändert aber auch nichts daran, dass dieser Horrorfilm seine besten Zeiten schon lange hinter sich gebracht hat. Das böse Zeitkolorit tat der Plastikpuppe einfach nicht gut.
4 von 10 fliegenden Babysittern

Meinung souli:
Verschmelzen Charles Manson, Lee Harvey Oswald und James Earl Ray, entsteht daraus die Summe ihres pathologischen Blutdurstes. Charles Lee Ray, die fiktive Reinkarnation jener Gier, möchte seine Passion, das Töten, deshalb auch selbstredend nicht aufgeben und bannt seinen Geist mittels magischen Rituals kurzerhand in eine der von Kleinkindern heißbegehrten „Good-Guy“-Puppen: Ein abstruser Mythos, der bis heute in Genre-Zirkeln höchste Wertschätzung genießt, wird losgetreten.

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Ja, Chucky trägt Lippenstift. Gehört bestimmt zum Voodoo

„Chucky – Die Mörderpuppe“ hat auch gewiss seinen unverkennbaren Reiz, gerade in seiner kontrastierten Symbolik, die immer wieder Unschuld und Bestialität aneinanderreiht und fokussiert. Die später 1980er Jahre hat Tom Hollands mit übersinnlichen Motiven verknüpfter Slasher jedoch nie wirklich verlassen, auch wenn die atmosphärische Inszenierung nach wie vor Treffer landet. Am besten beraten ist man in der Rezeption von „Chucky – Die Mörderpuppe“ immer noch damit, ihn ganz als Frucht, nicht als Relikt, seiner Zeit zu verstehen. Dann lassen sich auch größere und kleinere Ungereimtheiten mehr oder weniger kaschieren und man darf es genießen, wie die Puppe, unterstützt von zweckmäßigem Zynismus und Suspense, ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgeht. Pflicht für jeden selbsternannten Horror-Guru bleibt „Chucky – Die Mörderpuppe“ in jedem Fall.

5,5 von 10 fiesen Voodoozaubern

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