Review: BLACK CHRISTMAS - Die Mutter aller Slasher

Review: BLACK CHRISTMAS - Die Mutter aller Slasher  
Fakten:Black Christmas
CA, 1974. Regie: Bob Clark. Buch: Roy Moore. Mit: Olivia Hussey, Keir Dullea, Margot Kidder, John Saxon, Marian Waldman, Andrea Martin, James Edmond, Doug McGrath, Art Hindle, Lynne Griffin u.a. Länge: 95 Minuten. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. Auf DVD und Blu-ray erhältlich.

Story:
Zu Weihnachten werden die Studentinnen eines Wohnheims von obszönen, äußerst bedrohlichen Anrufen terrorisiert. Dann verschwindet auch noch eine ihrer Kommilitoninnen spurlos. Die Polizei glaubt zunächst nicht an ein Verbrechen, bis Lt. Fuller sich der Sache annimmt. Die Anrufe gehen weiter und nun scheint Studentin Jessy Ziel des Verrückten zu sein. Der Verdacht fällt auf ihren Freund Peter, doch ist das die richtige Spur? Das Telefon wird angezapft, mit einem überraschenden Ergebnis...
  
Meinung:Noch einige Jahre vor "Halloween" und "Freitag, der 13.", den ersten und bekanntesten US-Slashern, schuf die kleine, kanadische Produktion "Black Christmas" die Basis für dieses Sub-Genre bzw. verwendete Anleihen aus dem europäischen Giallo auch jenseits des großen Teichs. Schon die ersten Szenen, die der Zuschauer aus der Ego-Perspektive eines röchelnd-atmenden Unbekannten erlebt, unschwer als wahrscheinlicher Killer zu identifizieren, stammt daher und wurde später unzählige Mal wiederverwendet. Auch die sich im weiteren Verlauf schnell als Final-Girl definierende Protagonistin wurde ein typisches Merkmal für später folgende Werke. Allein deshalb ist der (einst unter dem furchtbaren Alternativtitel "Jessy - Die Treppe in den Tod" veröffentlichte) Film für Freunde des Genres eine interessante Angelegenheit.

 

Review: BLACK CHRISTMAS - Die Mutter aller Slasher

Nicht nur das Fest der Liebe steht vor der Tür.

Unabhängig davon aber auch. Denn obwohl sich nach einem schönen Auftakt leider zu viel Zeit gelassen wird und die erste Stunde mit Spannung geizt, unterhaltsam ist er heute noch. Der Bodycount ist für das Genre sehr gering, viel Blut fließt nicht und der unbekannte Killer hätte ruhig etwas mehr in Erscheinung treten können. Dafür bietet "Black Christmas" einen schönen 70er Charme, leicht eingestreuten, dabei nicht deplatzierten Humor und eine eigentlich sehr gute Ausgangssituation. Als Zuschauer wissen wir sofort, wo der Killer sich die ganze Zeit aufhält, während alle fieberhaft nach ihm suchen und sich quasi in seiner unmittelbaren Nähe sicher fühlen. Das hat seinen Reiz, wobei natürlich noch viel mehr Potenzial, das durchaus sinnvoller genutzt werden könnte. Kleines Highlight sind die widerwertigen Anrufe des Psychopathen, die ein wirklich gestörtes Monster am anderen Ende der Leitung vermuten lassen. In den Momenten würde wohl jedem Angst und Bange werden. 

 

Review: BLACK CHRISTMAS - Die Mutter aller Slasher

Nicht hübsch, dafür luftdicht verpackt.

Wie gesagt, rund 2/3 sind eine leicht verschenkte (wenn auch nicht gänzlich versagende) Exposition, dafür überzeugt die letzte halbe Stunde ohne große Einschnitte. Die Atmosphäre ist unheimlich, der Killer darf nun endlich mal etwas präsenter sein und das Studentenwohnheim entwickelt sich zur Mausefalle. Dabei handwerklich sehr abgeklärt inszeniert, gut beleuchtet und mit einer schleichenden Kamera, die geschickt Spannung erzeugt. Würde der gesamte Film auf diesem Niveau spielen, "Black Christmas" wäre immer noch eine glasklare Empfehlung. Ist nun mal nicht der Fall. Da steckt vieles noch in den Kinderschuhen und hat Platz zum wachsen, macht aber einiges schon sehr richtig. Speziell das böse Ende scheint für seine Zeit leicht gewagt, heute natürlich fast schon Standard. Da schwingt eine garstige Pointe mit, die den Film schön abrundet. Kein Hit, aber nett.
6,5 von 10 perversen Anrufen

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