Retrospektive | Sommer, Sonne, Leseflow – das war der August 2019

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Herzlich willkommen bei meiner " Retrospektive" zum vergangenen August! Der Sommermonat hielt für mich sieben Comics und sieben Bücher bereit die ich euch heute näher vorstellen möchte. Darunter sind dieses Mal wirklich ein paar wahnsinnig tolle Geschichten, die ihr euch nicht entgehen lassen dürft.

Der August war bei uns größtenteils ziemlich heiß und startete mit einem Mutter-Tochter Wellnesswochenende in Freudenstadt im schönen Nordschwarzwald. Dieser angenehm entschleunigte Monatsbeginn hat mir genügend Power für einen Leseflow geliefert, der auch bis zum letzten Tag anhielt. Somit habe ich neben Arbeit, dem "Mittelalterlichem Phantasie Spektakulum" in Speyer und der "Bierbörse" im Schlossgarten Karlsruhe, sieben kunstvolle Comics/Graphic Novels und sechs Romane und ein Sachbuch gelesen.

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Nach Freudenstadt begleitete mich die autobiographische Novel "Piouretten" von Tillie Walden. Die minimalistisch gehaltenen Panels liefern eine gelungene Coming-of-Age und Coming-Out Geschichte in einem. Die Geschichte eignet sich auch für Comic-Einsteiger. Apropos Comic-Einsteiger: Ich habe mich der Initiative von Sandra von Booknapping angeschlossen und werde zukünftig das Label "Auch für Comic-Einsteiger geeignet!" verwenden.

Darauf folgte mit "Grenzenlos" von Jillian Tamaki ein weiterer Comic aus dem Reprodukt Verlag in dem sich neun divergente Kurzgeschichten versammeln, die sich vor allen Dingen durch die Wandelbarkeit von Tamakis Stil auszeichnen.

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Mein erster Roman im August war "Effi liest" von Anna Moretti. Diese romantische Komödie erwies sich als Glücksgriff, denn obwohl der Handlungsverlauf sich recht absehbar gestaltete hat mich die Autorin mit ihrer Geschichte über die biedere und prüde Zeit Ende des 19. Jahrhunderts so an die Seiten gefesselt, das ich seit langer Zeit wieder einmal bis tief in die Nacht hinein gelesen habe.

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Im Comic "Victor Hugo: Im Exil" von Esther Gil und Laurent Paturaud wird die facettenreiche Persönlichkeit von Victor Hugo anhand seiner Exilzeit auf den britischen Kanalinseln unter der Einbeziehung, wie sehr ihn der herbe Verlust seiner Tochter prägte, betrachtet. Dieser Comic ist fabelhaft erzählt, strahlt durch seine detaillierte Illustrationen und gehört damit ab sofort zu meinen absoluten Lieblingsstücken im Regal.

Durch eine gelungene Aktion des Beltz & Gelberg Verlages wurde ich auf den Jugendthriller "The Black Coats" von Colleen Oakes aufmerksam und hatte diese spannende Geschichte über Gewalt an Frauen, Gerechtigkeit, Rache und Selbstjustiz recht schnell verschlungen.

In phantastische Gefilde lockte mich die fabelartige Kurzgeschichte "Der Junge im Dunkeln" von Mervyn Peake, die zwar in Gormenghast Welt angesiedel ist, sich jedoch auch ohne Vorkenntnisse genießen lässt.

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Nach der etwas ruhigeren Gormenghast Geschichte blieb ich weiter auf dem Fantasy-Pfad und folgte Mark Millar und Olivier Coipel in die Welt von "The Magic Order". Dieser Comic liefert so etwas wie eine Harry Potter Story für Erwachsene: magisch, actionreich, blutig und absolut spannend!

Gemeinsam mit Gabriela von Buchperlenblog stürzte ich mich in den Lieblingsroman (2018) des ehemaligen Präsidenten der USA, Barack Obama. "Washington Black" von Esi Edugyan möchte ich einfach jedem ans Herz legen. Die Geschichte über den Sklaven Washington, seinen Weg in die Freiheit und seine Suche nach sich selbst, ist so aufregend, berührend und mitreißend erzählt, dass die Eindrücke daraus auch nach dem Lesen noch in den eigenen Gedanken nachhallen.

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Bewegend ging es danach auch in der Graphic Novel "The Moneyman" von Alessio De Santa, Filippo Zambello & Lorenzo Magalotti weiter. Zwischen den leuchtend gelben Buchdeckeln verbirgt sich die Geschichte der Brüder Roy und Walt Disney und wie sie gemeinsam durch Dick und Dünn gingen, um Großes zu leisten. Dank der harten Arbeit und des Zusammenhalts der Disney-Brüder strahlen bis heute zahlreiche (Kinder)Augen beim Betrachten der bezaubernden Zeichentrickfilme.

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Nachdem ich mich dieses Jahr bereits "Spuk in Hill House" aus der Feder von Shirley Jackson verliebt habe, kam jetzt auch noch "Wir haben schon immer im Schloss gelebt" in den Lesesessel. Die etwas kürzer geratene Geschichte, die ebenfalls in der Festa Must-Read Reihe neu veröffentlicht wurde, glänzt mit skurrilen Persönlichkeiten und einem subtilen Gruselszenario. Eine Rezension dazu folgt noch.

Der Roman "Die verlorenen Blumen der Alice Hart" von Holly Ringland hat mich neben der gefühlvollen Geschichte über Gewalt an Frauen besonders durch die florale Gestaltung, die einen von Kapitel zu Kapitel mit Illustrationen durch die Blumen Australiens führt, begeistern können. Eine Rezension dazu folgt natürlich noch.

Bereits der erste Teil des besonderen Superhelden-Comic der "Umbrella Academy" begeisterte mich und so habe ich diesen Monat zum zweiten Band "Dallas" von Gerard Way & Gabriel Bá gegriffen. Immerhin erscheint am 11. September im Cross Cult Verlag der dritte Teil - da möchte ich schließlich auf dem neusten Stand sein und gleich weiterlesen können. Meine Besprechung zu Dallas gibt es in den nächsten Tagen.

Im übergroßen Sonderformat kommt der Comic "Der grosse Indienschwindel" von Alain Ayroles & Juanjo Guarnido aus dem Splitter Verlag daher. Dieses Meistestück der Erzähl- und Zeichenkunst lädt zum genießen der farbenprächtigen und detailverliebten Panels ein und liefert ein komisches wie abenteuerliches Leseerlebnis. Das goldene Zeitalter ruft eine gewieften Hauptprotagonisten auf den Plan, der sich mit Witz und Charme einen Platz im Leserherz ergaunert. Meine ausführliche Besprechung dazu folgt noch.

Das Sachbuch "Stand Up: Feminismus für alle" von Julia Korbik gab es zwar 2014 schon einmal, wurde nun jedoch neu überarbeitet und im Kein & Aber Verlag frisch herausgebracht. In einem erfrischenden Stil bringt die Autorin ein umfassendes Werk zum Thema Feminismus zu Papier, lässt andere Feminist*innen zu Wort kommen, porträtiert kurz und knapp wichtige Persönlichkeiten der Bewegung und erläutert Schlagworte, die man in Bezug zu diesem Thema kennen sollte. Ein Sachbuch das alles andere als angestaubt daher kommt, vielmehr bietet es für Anfänger und Fortgeschrittene einen guten Überblick, der sich locker-fluffig lesen lässt und zur Selbstreflexion anregt.

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Meine literarischen Reiseziele im August sind auf der folgenden Karte mit Pins in Lila markiert.

Texas - "Piouretten" von Tillie Walden

Berlin - "Effie liest" von Anna Moretti

Jersey (britische Kanalinsel) und Paris - "Victor Hugo: Im Exil" von Esther Gil & Laurent Paturaud

Barbados - "Washington Black" von Esi Edugyan

Australien - "Die verlorenen Blumen der Alice Hart" von Holly Ringland

Hollywood, Florida - "The Moneyman" von Alessio De Santa

Amazonas - "Der grosse Indienschwindel" von Alain Ayroles & Juanjo Guarnido

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Der August hielt viele Höhepunkte für mich bereit. Ganz besonders gut habe ich im Comic-Bereich geschmaust. Begonnen bei "Victor Hugo: Im Exil" über "The Magic Order" und "The Umbrella Academy: Dallas" bis hin zu meinem Highlight "Der große Indienschwindel".

Bei den Büchern ist mein Schmaus des Monats August definitiv "Washington Black" von Esi Edugyan. Lest dieses Buch!

Gräußlich wurde es in den vergangenen vier Wochen nicht.

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Für den September habe ich mir vorgenommen einige der folgenden Bücher zu lesen.

  • Moby-Dick von Herman Melville (bereits im Juli zu lesen begonnen)
  • Die vollkommene Lady von Margery Sharp
  • Melmoth von Sarah Perry
  • King of Scars von Leig Bardugo
  • Der Wächter der Winde von Oliver Plaschka
  • Das Land Kant von Jochen Gerbershagen
  • Middlemarch von George Eliot
  • Tom Tumber und die eisernen Monster von Marcus Kaspar
  • Mitford Manor - Gefährliches Spiel von Jessica Fellowes

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