Retroreview: Zelda 2: The Adventure of Link [NES]

Erstellt am 2. Dezember 2015 von Michael Fuchs @lpgeilde

Ein neuer Mittwoch, ein weiterer Mezel und ein neues Retroreview. Aber man kann ja nicht immer über Dinge schreiben die man für „OberAffenMegaFetthyperSuperGeil“ findet, sondern man muss auch mal der breiten Allgemeinheit Spiele zeigen, die nicht so ganz das Gelde vom Ei waren. In Anlehnung an das bereits gereviewte  „Legend of Zelda“ bringe ich dazu nun  „Zelda 2: The Adventure of Link“.

Zelda ist eine riesen Spielreihe, die eigentlich mit Hammertiteln so übersäht ist. Allerding schmuggelte sich nach dem erfolgreichen ersten Teil 1989 in Europa etwas ein, dass zwar offiziell der zweite Teil der Spielereihe ist, allerdings vollständig aus dem Ruder schlägt und mit dem Konzept (mich) nicht wirklich überzeugen konnte.

Wir reden von Adventure of Link. Anders als man es von Zelda kennt, ging hier die Hauptspieldynamik nicht quer über den ganzen Bildschirm, sondern war als Sidescroller ausgelegt. Ja ich weiß, dass wurde bei späteren Gameboy Titeln in kleinen Teilen auch benutzt in Dungeons, allerdings ging es hier wirklich hauptsächlich um diese Richtung.

 Die Story (kurz zusammengefasst)

Es geht um Zelda (dah). Also unsere Lieblings Prinzessin wurde von ihrem Bruder (JA, hier gibt’s nen Bruder!) und von einem Zauberer in einen ewigen Schlaf versetzt worden (der Zauber ist dabei gestorben.. ja ich weiß: Schicksal ex Machina). Lediglich kann nur noch das Triforce des Mutes in Kombination mit den anderen Teilen des Triforce über genügend Macht verfügen, um sie wieder zu erwecken. Unser grüner Zipfelmützenträger ist mittlerweile 16 und bemerkt ein Symbol auf seinem Handrücken das aussihet wie… Achtung!… das Wappen von Hyrule (HA ich dachte bestimmt was anderes.). Besorgt wendet sich das arme Schwein also an Imba, Zeldas Kindermädchen und bekommt die momentane Situation der Prinzessin geschildert. Wie üblich ist nun Link dazu auserkoren die Prinzessin zu retten. Also muss sich unser Held Link mit der Macht des Ständ… eh mit Schwert, Schild und sechs Kristallen auf den Weg machen und das Triforce der Macht finden. JEDOCH geht kein Zelda ohne einen Bösewicht. Und dieser ist auch in unserem zweiten Zelda Abenteuer niemand anderes als unser Steh-Auf-Männchen persönlich, Ganon… wenn auch nur im Hintergrund.

Was gibt es sonst so?

Bei Zelda 2 sind Rollenspiel Elemente verarbeitet, dass bedeutet durch das Killen von Gegnern bekommt man Erfahrung, welche dann bei Level up in zusätzliches Leben oder Mana stecken konnte. Wie bereits erwähnt ging der Hauptteil des Spieles ala Mario von links nach rechts. Nur beim rumdaddeln auf der Weltkarte ging es in altbekannter Zeldamanier zu. Und genau das war es, was dem Spiel nicht gut tat. Zelda zeichnete und zeichnet sich durch seine „von oben runter“ Sicht aus, heute natürlich in schönes 3D Grafik. Das kam zur damaligen Zeit super an in Japan und viele versuchten das System zu übernehmen für anderen Spiele. Allerdings ist dieser Aufbau auch er Grund, weshalb Zelda 2 zu einem der schwersten Titel der Reihe gehört.  Wie bereits erwähnt ging es mehr RPG mäßig durch die Lande. So konnte man durch das Sammeln von Erfahrungen das Level und damit auch seine HP, Angriffsstärke oder die Mana erhöhen, welche man zum Zaubern benötigte. Bei der Zelda Reihe weis man, wenn man weiter kommt, dann klappt das mit der HP schon durch die Herzcontainer nach jedem Boss. Aber hier hieß es „hey, mach die Gegner kalt und werd Level Up, oder du hast ein Problem“. Eine für Zeldafans sehr gewöhnungsbedürftige Situation, an die ich mich persönlich bis heute nicht gewöhnt hab (und ich bin leidenschaftlicher RPGler). Aber es gab auch ein Highlight für jeden FSK 18 Freund. In den Dörfern gab es eine leicht zugängliche Frau, die einen gegen Bezahlung in ihr Haus einlud… danach hatte man wieder volle HP… na was da wohl passiert ist!


Das Spiel selbst bot Elemente, die in späteren Zeldatiteln weiter geführt wurden. Z.B. Das Triforce der Macht, die Dorfnamen wurden die Namen der Weisen in „Ocarina of Time“, NPC Dörfer wurden eingefügt usw. und ist auch das einzige Spiel was wirklich nur „Zelda“ heist und nicht „The Legend of Zelda“.


Teil's doch!

Tobias Sound 12out of 5 Graphik 12out of 5 Gameplay 8out of 5

Fazit

Wirklich überzeugen konnte "Zelda 2: The Adventure of Link" mich nicht. Zwar wurde es knapp 4,4 Millionen mal verkauft, landete auf Platz 110 der 200 besten Spiele einer Nintendo Konsole und ist das 12. beste Spiel auf dem NES (nach Wahlen), aber eben nur 12. bzw 110. Das Problem ist eben, dass über diesem Spiel "Zelda" steht. Und das ist es einfach nicht. Aber für alle die über dieses "Zelda" product placement hinweg sehen können, gibt es hier ein knüpelhartes Rollenspiel
Mezelsche Faustformel:
[Prinzessin + (oller Bruder x Besoffener Zauberer)] / Dicke Eier Zipfelmütze + Steh-Auf-Männchen - Franchise = Zelda 2 - The Adventure of Link

2.5

2.5 out of 5 Geht so