Retroreview: Simon The Sorcerer 1

Erstellt am 30. September 2015 von Michael Fuchs @lpgeilde

Besser gut geklaut als schlecht ausgedacht – Die Story

Unfug treiben oder Tiere ärgern macht Spaß, Doch die wird Simon zum Verhängnis. Sein treuer Gefährte hat auf dem Dachboden eine Truhe gefunden, die ein magisches Buch beinhaltet. Dieses öffnet ein Portal in eine andere Dimension, in der Simon ungewollt landet.

Simon landet in Mitten einer Zeremonie, da Kreaturen des Walds auf Nahrung hoffen, doch kann dieser gerade noch so entkommen. Seine Flucht führt ihn in ein leeres Haus, in dem er einen Brief, direkt an ihn adressiert, findet. in der steht, dass er Kalypso aus den Fängen des bösen Zauberer Sordid befreien soll. Nur warum gerade er?

Nun gut, Wir sind nun mal hier, wissen nicht, wie wir heim kehren sollen, also machen wir uns auf den Weg, doch der Weg zu Sordids Festung ist weit und viele Hindernisse versperren uns den Weg.
Das gesamte Spiel ist gespickt voller alter Märchengeschichten und auch anderer Romane aus anderen Federn, so trifft man Gollum, den Troll unter der Brücke, Rapunzel und viele Charaktere aus anderen Geschichten. Ein Mix aus Allen macht einen wundervollen Brei voller Witz und Rätsel.

Eine durchgeknallte Geschichte, wobei wir leider über die Charaktere nicht viel Erfahren, wodurch die Verbindung zwischen den Charakteren fehlt. Sie wird im gesamten mehr durch die einzelnen Geschichten und den Witzen geprägt, was die gesamte Geschichte wirklich ausmacht. Warum soll Simon schließlich einen Magier retten, den er nicht kennt? Wir wissen es nicht und werden es wohl auch nie erfahren.

Pixel für Pixel – Die Grafik

Das Spiel kommt aus dem Jahre 1993, also brauch man keine High-Definition 3D Grafik erwarten, sondern ist schön im Pixel-Stil mit vielen bunten Farben. Doch für die damaligen Verhältnisse wurde jeder Charakter sehr fein animiert und detailliert, wobei die Bewegungen recht flüssig aber noch etwas grob bei einigen wirken.

Der Hintergrund bringt die Atmosphäre für jede Location, so wirkt das Hexenhaus doch düster, die schneebedeckten Berge recht kalt und die Taverne sehr einladend. Hier haben die Entwickler sehr viel Zeit investiert um dem Spiel die wunderschöne Grafik zu verleihen. Selbst Heute ist das Spiel noch sehr schön anzusehen.

Die Musik macht die Atmosphäre – Der Sound

Im Jahre 1993 brauchte man noch keine orchestrale Musikuntermalung erwarten, doch wurde hier genau überlegt, welche Musik am besten zum Ort passt, um die Atmosphäre noch intensiver wirken zu lassen. In düsteren Umgebungen wirkt man gleich sich unwohler, während im Wald etwas friedliche Musik herrscht.

Auch ist Simon The Sorcerer eines der wenigen Spiele der Anfang 90er, welche eine komplette deutsche Synchronisation der Textspuren bekam. So spricht Erik Borner hier die Rolle Simon, welche er bis zum Schluss auch behält. Auch alle anderen Charaktere bekommen Stimmen, die wirklich sehr gut zur jeweiligen Figur passt. Leider rauscht die Sprachausgabe , was die Qualität etwas mindert.

Schritt für Schritt zum Ziel – Die Steuerung

Simon The Sorcerer ist ein klassisches Point And Click Adventures, wie man sie nur aus den 1990er Jahren kennt. So wurde, wie bei vielen anderen Adventures dieser Zeit, komplett auf Maus und den wunderbaren Interface gesetzt. Dieses beinhaltet die klassischen Tätigkeiten wie „gehe zu“, „öffne“, oder „rede mit“, aber auch unübliche wie „verzehre“. Der Nutzer klickt die gewünschte Tätigkeit an und das Objekt, mit welchen er interagieren möchte. Das ganze funktioniert auch bei der Kombination zweier Gegenstände, in dem der Spieler „benutze“ klickt und dann die zwei Gegenstände nacheinander. Einfacher kann man es nicht haben. Trotzdem macht es manchmal die pixel-genaue Steuerung auch schwer, das gewünschte Objekt direkt anzuklicken.

Simon the Sorcerer
  • Bandai Namco Entertainment Germany
Bei Amazon kaufen Story 16out of 5 Grafik 20out of 5 Sound 18out of 5 Steuerung 16out of 5

Fazit

Auch wenn das Spiel nun mehr als 20 Jahre alt ist, so ist es ein Klassiker, bis Heute und sollte von jedem, der britischen Humor mag und die Geschichten aus alten Kinderbüchern nicht mehr lesen möchte, einmal gespielt werden. Ein wahrer Konkurrent zu den damaligen großen Spielen von Lucas Arts.
Scholz'sche Formel:
Britischer Humor + Herr der Ringe + viele Märchen + vor-pubertierender Teenager = Simon The Sorcerer 1

4.3

4.3 out of 5 Gut