Retroreview: Mafia

Retroreview: Mafia

Man weiß nie, wann man sich eine Kugel einfängt – Die Story

mafia1Die Geschichte fängt nicht gerade typisch für ein Spiel in der Gangster-Szenerie an, denn man selbst spielt Thomas Angelo, einen einfachen Bürger und Taxifahrer in Lost Heaven, zu Zeiten, als Mafia-Familien über die Stadt herrschen und die Prohibition das illegale Geschäft mit dem Alkohol Millionen Dollar in die Taschen der Dons fließen lassen. Doch die Ruhe von Thomas wird schnell getrübt, als er eine Pause einlegt und zwei Gangster, einer davon angeschlagen, ihn mit einer Pistole auffordern das Taxi startklar zu machen. Wir werden somit in unsere erste Verfolgungsjagd gedrängt, nur weil man uns bedroht. So oder so besteht die Wahrscheinlichkeit sich eine Kugel einzufangen, ob von den Kerlen auf der Rückbank oder denen, die uns gerade im anderen Wagen die Hölle heiß machen. Schnell können wir den Typen entkommen und bringen die beiden zu einem italienischen Restaurant. Doch als einer der beiden wieder rauskommt und aus der Tasche seines Sakkos etwas herausziehen will, versucht Thomas so schnell wie möglich das Taxi zu starten. Doch falscher Alarm, denn er bezahlt uns für die Schäden am Taxi und auch ein Dankesgeschenk ist dabei, denn der Kopf der Familie scheint dankbar für die Tat zu sein.

Wir machen uns fort und verdrängen die Gedanken an den Abend, versuchen den Alltag als Taxifahrer weiter zu leben, doch leider ist dies ein Ding der Unmöglichkeit. Denn die Verfolger haben sich das Kennzeichen gemerkt und lauern uns auf. Nun heißt es erneut fliehen, doch kämpfen wir dieses mal um unser eigenes Leben und wir sind in keiner Weise bewaffnet. Doch zum Glück schaffen wir es zu dem italienischen Restaurant, dem „Salieri’s“. Diese helfen uns natürlich sofort in der Not und beseitigen das kleine Problem. Das Taxi ist erneut hinüber und arbeiten können wir wohl nicht mehr. Nun bleibt die Entscheidung, ob wir uns der Familie anschließen und uns an den anderen rächen wollen, oder doch lieber das Leben als Taxifahrer weiter leben zu wollen.

Thomas entscheidet sich den Weg als Soldat der Mafia und bestreitet eine Geschichte voller Mord, Gewalt, Geld, Frauen, Alkohol, Geschäften, Intrigen und vielen mehr. Viele verschiedene Missionen erwarten uns auf den Weg, doch die Geschichte ist so ausgeschmückt, dass immer wieder eine Spannungskurve und eine Wendung kommt. Das Spiel wird auf Grund seiner tadellosen Story nicht langweilig.

Hier lässt es sich leben – Die Grafik

Auch wenn nach so vielen Jahren die Grafik in die Jahre gekommen ist, bot das Spiel damals eine angenehme Lippensynchronisation an. Bei Rauch, verursacht durch Feuer, oder von Zigaretten, wurden Partikeleffekte gut eingesetzt und schmückten das ganze aus. Die Texturen waren zu der damaligen Zeit auf einem hohen Stand der Qualität, ob für Fahrzeuge, Gebäude, oder für die Personen selbst. Die Anzahl der Polygone war damals um einiges niedriger als heute, wodurch alles etwas kantiger wirkte, doch hatte es einen gewissen Charme. Alles in allem war die Grafik für damals eine Augenweide. Mit den heutigen Spielen kann diese aber nicht mehr verglichen werden.

mafia2Hier spielt die Musik – Der Sound

Das Spiel wurde in einigen Sprachen neu synchronisiert, so auch in die deutsche Sprache, wobei hier auffällt, dass die Stimmen rauschen und etwas übersteuern, wodurch das ganze etwas kratzt. Somit eine kleine Schwachstelle am Spiel, betrifft aber nicht alle Stimmen und alle Aufnahmen, wodurch man ein Auge zudrücken kann. Die Musik im Spiel ist den Situationen sehr gut angepasst, so ist bei der ersten Verfolgungsjagd ein schönes dramatisches orchestrales Stück zu hören, wobei bei normalen Autofahrten auch schnell die Radiomusik der 30er zu hören ist. Im gesamten ist die Audio damit fast perfekt.

Vom Taxifahrer zum Rennfahrer – Die Steuerung

Die Steuerung für die Person selbst ist wie früher, jede Maus-Bewegung wird aufgezeichnet und sofort übernommen, wodurch Drehungen ohne weiteres umgesetzt werden, wodurch also keine träge Physik, wie sie heute bei den Spielen Standard ist, greift. Die Physik der Autos wiederum war seiner Zeit voraus. Während GTA 3 und Vice City noch eine fließende Fahrphysik besaßen und das Driften recht einfach war, sind die Fahrzeuge in Mafia eher träge, wodurch bei Rennen oder Verfolgungsjagden alles mit Vorsicht zu betrachten ist, denn den Spieler kann es schnell aus der Kurve werfen. Super Steuerung, das Fahrgefühl ist prima, Mafia hat somit einiges vorgemacht.

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Fazit

Nach 13 Jahren ist das Spiel immer noch ein Schatz. Mafia vereinte damals alles beste und erschuf somit ein Spiel, welches eines der besten war. Auch galt es für mich persönlich als wahrer GTA 3 Konkurrent.
Scholz'sche Formel:
Prohibition + Blut + Mafia + ein armer Taxifahrer + = Mafia

4.95

4.95 out of 5 Ausgezeichnet


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