Reise-und Freizeitmesse free: Das sind die 5 Urlaubstrends für Bayern

Auf der Reise-und Freizeitmesse free in München waren die bayerischen Regionen stark vertreten. Ich wollte wissen: Wofür interessieren sich die Besucher? Worauf legen sie wert, wenn es um Urlaub in Bayern geht? Die Antworten waren einerseits überraschend – und andererseits doch wieder nicht.

Bayern liegt als Reiseziel derzeit voll im Trend. Nach der umfangreichen Statistik der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH  gab es 2013 so viele Übernachtungen wie noch nie zuvor – nämlich unglaubliche 84,2 Millionen.  Sowohl Gäste aus Restdeutschland als auch aus dem Ausland wissen Bayern als Urlaubsregion zu schätzen. Im Gespräch mit Tourismusverbänden auf der free stellte ich fest: Vor allem diese fünf Trends scheinen die Besucher anzulocken.

1. Familienurlaub / Urlaub auf dem Bauernhof

Als ich nach der Altersstruktur der Urlauber fragte, wurde ich überrascht: Zwar sind noch immer die Senioren stark vertreten, aber vor allem junge Familien sind offenbar ganz heiß auf eine Reise nach Bayern. “Etwa 30 Prozent sind junge Familien”, bestätigte mir Veronika Perschl, stellvertretende Geschäftsführerin bei Ostbayern Tourismus. “Sie wollen mit kleinen Kindern eben oft keine lange Autofahrt antreten und suchen sich Ziele in der Nähe.” Die Tourismusbranche stellen sich darauf ein und bieten zahlreiche Prospekte und Wanderkarten extra für Kinder und Familien an.

© BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH

© BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH

© BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH

© BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH

“Bei uns am Brombachsee haben sich ganze Dörfer mehr oder weniger auf Familienurlaub spezialisiert”, berichtet Otto Ringer, Gästeführer beim Tourismusverband Fränkisches Seenland. Das funktioniert dann oft nach dem Motto “Urlaub auf dem Bauernhof”, bei dem die Kinder sich auch um die dortigen Tiere kümmern dürfen. Ringer schmunzelt: “Und wenn die Eltern abends mal zu viel vom leckeren Spalter Bier getrunken haben, dann können sie am nächsten Tag beruhigt ausschlafen, während die Kinder am Hof herumtollen.”

Können die Oberbayern diesen Trend bestätigen? “Auf jeden Fall!”, findet auch Franz Reil, Geschäftsführer der Tourismusagentur Alpin Consult. “Urlaub auf dem Bauernhof ist total gefragt, einige von ihnen bieten auch spezielle Familienprogramme an.”

2. Wandern

Das mag auf den ersten Blick jetzt vielleicht nicht sonderlich überraschend sein. Auf den zweiten Blick allerdings schon: Wandern mausert sich zur geheimen Trendsportart. Das angestaubte Rentner-Image ist verflogen, “Hiken” und “Trekking” wird zunehmend auch von Reisenden in meinem Alter geschätzt. Und hier bietet Bayern bekanntermaßen tolle Wanderregionen, auch abseits der Alpenregion im Süden des Freistaats. So ist man in Ostbayern besonders stolz auf den Goldsteig, ein zertifizierter Qualitätswanderweg durch den Bayerischen Wald und Oberpfälzer Wald.

Wandern am Goldsteig (Ostbayern).  © Gerhard Eisenschink / Ostbayern Tourismus

Wandern am Goldsteig (Ostbayern). © Tourismusverband Ostbayern e.V.

Der Große Arber am Goldsteig-Wanderweg © Gerhard Eiisenschink / Ostbayern Tourismus

Der Große Arber am Goldsteig-Wanderweg © Tourismusverband Ostbayern e.V.

Picknick in den Weinbergen © FrankenTourismus / Fränkisches Weinland Tourismus/Hub

Picknick in den Weinbergen © FrankenTourismus / Fränkisches Weinland Tourismus/Hub

In Franken beispielsweise sind die Urlauber ganz heiß auf Weinwanderungen. Also Wanderungen in den Weinbergen, bei der man hier und da auch mal ein Päuschen einlegen und einen Schoppen trinken kann. “Das Genießen spielt hier in Franken bei den Gästen dann schon auch eine große Rolle”, ergänzt Susanne Müller, Geschäftsführerin der Fränkisches Weinland Tourismus GmbH. Und dass die Franken genießen können, sieht man unter anderem an den Themenschwerpunkten Wein und Bier.

Aber zurück zum Wandern: Die Unterfranken an der Volkacher Mainschleife haben sich diesbezüglich ein ziemlich innovatives Konzept überlegt. Auf den Rundwanderwegen der Denkmalroute kann man nämlich das eigene Smartphone oder Tablet als interaktiven, multimedialen Guide verwenden. “An verschiedenen Stationen kann man sich thematisch passende Videos anschauen”, erklärt Marco Maiberger, Leiter der dortigen Touristinformation.

Screenshot: www.denkmalroute.de

Screenshot: www.denkmalroute.de

Über ein Jahr hat die Konzeption der Routen gedauert, das Ergebnis kann sich aber deutschlandweit sehen lassen. “Vor allem für Familien ist das natürlich super, weil sie das Tempo der Führung selbst bestimmten können”, weiß Maiberger. Und wer kein passendes Equipment hat, kann sich auch an der Touristinformation ein Tablet ausleihen.

3. Radeln und Mountainbiken

Auch Aktivurlaub in Form von Radfahren stößt auf das Interesse der Messebesucher. “Bei uns ist beispielsweise der Mainradweg sehr gefragt”, sagt Susanne Müller vom Fränkischen Weinland. Das seien dann vor allem Urlauber im Alter von etwa 50 bis 60 Jahren. “Die aktiven Genießer”, wie Susanne Müller sie nennt.

“Mehrtägige Radtouren mit Übernachtungen liegen voll im Trend”, bestätigt auch Franz Reil für den Bereich Oberbayern. Und zwar vor allem auch bei Einheimischen. “Die möchten gerne zu Hause losradeln und dann eine 400-Kilometer-Tour machen”. Ganz gemütlich eben.

@ BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH

@ BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH

Mountainbiken im Bayerischen Wald © Tourismusbüro Waldkirchen

Mountainbiken im Bayerischen Wald © Tourismusbüro Waldkirchen

Mehr Action auf zwei Rädern gibt’s dann in den Bergregionen, wo es sich prima Mountainbiken lässt. Der Tourismusverband Ostbayern gibt dazu beispielsweise ein extra Prospekt heraus. “Der Bayerische Wald ist ein Geheimtipp für Mountainbiker”, verrät mit die stellvertretende Geschäftsführerin Veronika Perschl. Möglicherweise ein Grund, warum auch die Nachfrage der Altersklasse 25-30 in Ostbayern steigt.

4. Wellness

Durch die Bank ist auch Wellness-Urlaub sehr gefragt. “Wir haben ja viele Thermen in der Region: Therme Erding, Bad Aibling und so weiter”, sagt Franz Reil,Geschäftsführer der Tourismusagentur Alpin Consult. “Gerade in der Zwischensaison spielt das eine große Rolle. Die Leute wollen einfach mal zwei Tage raus und sich was gönnen!” Das wissen natürlich auch die Tourismusverbände und legen ordentlich Informationen nach. (Wie so ein Wellness-Urlaub aussehen kann, durfte ich übrigens im Wellnesshotel Sonnengut testen. Hier mehr dazu!)

Füße hoch und entspannen!

Füße hoch und entspannen!

Kaiserinnen-Bad im Wellnesshotel Sonnengut

Kaiserinnen-Bad im Wellnesshotel Sonnengut

5. Städtetrips

Die Statistik zeigt: Die meisten Übernachtungsgäste in Bayern hat München (rund 12 Millionen), gefolgt von Nürnberg (2,6 Millionen). Wenn man mal die Geschäftsreisenden abzieht, ist das dennoch ein starker Vorsprung vor allem für München. Und neben den typischen Urlaubsorten (Wellness, Wintersport) stehen zum Beispiel auch Regensburg und Würzburg auf der Top-10-Liste der meisten Übernachtungen in Bayern.

55 Prozent der Urlauber geben den Besuch kultureller und historischer Sehenswürdigkeiten als einen von mehreren Reisegründen an, Events und Veranstaltungen (25 Prozent) und Shopping (20 Prozent) spielen ebenso eine Rolle. “Bamberg und Würzburg sind bei uns sehr gefragt”, bestätigt Susanne Müller von der Fränkischen Weinland Tourismus GmbH die Entwicklung. Mei, Bayern hat aber auch so viele schöne Städte!

München

Würzburg

Würzburg


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