Regensburger Chirurgen verbessern Heilungschancen bei Leber-Tumoren

Regensburger Chirurgen verbessern Heilungschancen bei Leber-Tumoren
Eine Arbeitsgruppe um Professor Hans J. Schlitt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie an der Universitätsklinik Regensburg, hat eine neue Operationsmethode entwickelt, die jetzt auch eine erfolgreiche Entfernung großer Leber-Tumore ermöglicht. Foto: obx-news
Regensburg (obx - imternet-zeitung) - Diagnose Leber-Tumor: da hilft in der Regel nur noch eine Operation. Das Problem: ist der Tumor zu groß oder verteilen sich die Tumor-Knoten über die Leber, wird ein chirurgischer Eingriff schwierig. Zuviel Gewebe müsste entfernt werden, dem Patienten droht der Tod durch Leberversagen. Regensburger Chirurgen ist jetzt ein Durchbruch bei der Operation besonders großer Leber-Tumore gelungen. Mit ihrer neuen Methode lassen sich auch bisher nicht zu operierende Tumore sicher entfernen. In der aktuellen Ausgabe der wichtigsten chirurgischen Fachzeitschrift "Annals of Surgery" wird dieses Verfahren erstmals beschrieben. Die Herausgeber bezeichnen die Methode als "einen der erfolgversprechendsten Fortschritte in der onkologischen Leberchirurgie bislang".
Mehr als 5.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Leberkrebs. An der Universitätsklinik Regensburg wurde jetzt eine Operationsmethode entwickelt, die künftig deutlich mehr Patienten eine Chance auf Heilung verspricht. Bisher blieb bei der Entfernung von besonders großen Tumoren zu wenig Lebergewebe übrig, um die Funktionsfähigkeit des Organs zu erhalten.
Die neue Methode der Arbeitsgruppe um Professor Hans J. Schlitt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie an der Universitätsklinik Regensburg, ermöglicht jetzt auch die erfolgreiche Operation großer Leber-Tumore. Dabei machen sich die Regensburger Chirurgen die besondere Regenerationsfähigkeit der Leber zu Nutze: Leber-Gewebe kann in großem Umfang nachwachsen.
Und so funktioniert das neue Verfahren: Mit einem Schnitt wird die gesunde von der erkrankten Leberhälfte getrennt. Die Blutversorgung des befallenen Teils wird teilweise unterbrochen. Die erkrankte Organhälfte verbleibt aber noch im Körper und erfüllt zum Teil die Funktion der Leber. Dann warten die Ärzte sieben bis zehn Tage. In dieser Zeit wächst der gesunde, aber eigentlich zu kleine, Leberteil fast auf die doppelte Größe. "Erst jetzt entfernen wir in einer zweiten Operation das Stück mit dem Tumor", erläutert Professor Schlitt. Die aus dem gesunden Teil nachgewachsene Leber übernimmt jetzt all ihre lebenswichtigen Funktionen in ausreichendem Umfang.
Die Arbeitsgruppe um Professor Schlitt hat ihre neue Operationsmethode schon auf einigen nationalen und internationalen Fachkongressen vorgestellt. Chirurgen in verschiedenen Ländern haben das Verfahren bereits ebenfalls erfolgreich angewendet.


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