RAUS AUS DEM HAMSTERRAD... Burnout vermeiden

Von Rwblog


... mittlerweile merke ich den Leistungsdruck nicht nur in der Gesellschaft, 
sondern auch in unserer Familie...
man hat das Gefühl im Hamsterrad gefangen zu sein...
- Nichts geht schnell genug,...
- man kann kaum Schritt halten,
- man ist sich gar nicht bewusst, 
WOZU das ganze passiert 
und was man letztendlich davon hat.

Das eigentliche Ziel ist die Perfektion

 - und das treibt uns alle an -
Eigentich eine Illusion, 
denn Perfektion kann man nicht erreichen und so laufen wir einer Tatsache hinterher, 
die nur unsere Phantasie widerspiegelt.

größer
höher 
schneller 
schöner 
schlanker ... weiß der Kuckuck, was noch alles!

Vor einigen Tagen hat mir eine Freundin folgenden Satz geschrieben:...
Hast Du keine Zeit Dich um Deine Gesundheit zu kümmern, 
dann wirst Du später viel Zeit mit Deiner Krankheit verbringen
... wir hatten uns um unsere vielbeschäftigten Männer unterhalten. (frag jetzt nicht)

Aber was will man machen?

Ich sag's Dir:

1) Achte auf ausreichenden und regelmäßigen Schlaf, sowie auf gesunde Ernährung. Eltern mit Kleinkindern die nachts nicht durchschlafen, sollten sich abwechseln, damit jeder Partner zu Erholung kommt und nicht, dass beide ständig nachts wach sind. 


Deine gesamte Lebensweise wird sich ändern, 

wenn Du nicht ständig mit Müdigkeit zu kämpfen hast. 


Ich erinnere mich an ein Beratungsgesräch mit einem Kunden, es ging um Wirtschaftsprüfung Jahresbilanz...

Der Mann war zu keinen Lösungsvorschlägen bereit, er besaß in keinster Weise einen Durchblick, geschweige denn die Bereitschaft sich seine Situation zu verinnerlichen...Letztendlich hätte das Gespräch erst gar nicht stattfinden brauchen...
Der Kerl war nicht ausgeschlafen, man hat ihm angesehen, dass er mit Problemen zu kämpfen hatte, die rein gar nichts mit Materiellem oder irgendwelchen Personen zu tun hatten: Er war einfach unfit!

... wir haben das Gespräch abgebrochen, auf weiteres vertagt... der Schnösel hat sich in seinen Porsche geschwungen und ist gleich zum nächsten sinnlosen Termin geeilt.


Mein erster Gedanke war damals:

Hey, - vergiss den Porsche und geh' mal schlafen!

2) Deine Gedanken sind frei  - Bewegung  - macht gute Laune!
Bewegung ist nicht nur gut für die Figur, sondern bringt auch gute Laune 
Wer sich regelmäßig an der frischen Luft bewegt, 
egal ob normal laufen, joggen oder einfach der Gartenarbeit nachgeht, 
wird sich besser fühlen, als immer im Raum eingeschlossen zu sein, 
um sich in dieser "Begrenzung" aufzuhalten. 
Nicht umsonst heißt es bei Hausfrauen immer: 
der ist die Decke auf den Kopf gefallen!
Das Bewegungsfeld muss größer sein, als Schlafzimmer, Haustür, Küche, Bad und Wohnzimmer. 
Genauso ist es bei Berufstätigen: Schlafzimmer, Garage, Auto, Bürotisch, Auto Garage Esstisch, Wohnzimmer, Schlafzimmer.

langweilig wa?

das zu kleine Bewegungsfeld macht  Menschen 
matt und antriebslos.
Wer mich kennt, dem ist längst aufgefallen, dass ich von meinem morgendlichen Laufen mit Luna mit einem Lächeln zurückkomme und mit Freude meine Haustür aufsperre... 
meine Gedanken sind dann komplett frei! 

 3) Delegieren


nicht immer alles selbst machen,
weil man denkt, nur wenn Du es selbst machst, 
dann ist es ordentlich gemacht.
Mein Mann gehört leider auch zu der Sorte von Selbermachern, 
er müsste viel mehr delegieren. 
Erklären, - machen lassen - und Aufgaben übertragen. 
Das klappt dann auch, denn Mitarbeiter sind ja nicht doof, denn sie können genauso gut sein, wie Du es ihnen gezeigt hast!
So funktioniert es auch im Haushalt und in der Familie,  
hier muss ich selbst noch viel dazulernen
spanne die Familienmitglieder viel mehr ein 
und übertrage ihnen Aufgaben, 
die sie in Eigenverantwortung durchführen müssen. 
Bei meinen Jungs müssen es immer dieselben Aufgaben sein, 
sonst gibt es nur Diskussion wer dran ist 
und warum diese Woche schon wieder. 
Gleichbleibend ist hier besser!
4) NEIN sagen!
Die schlimmsten Situationen meines Lebens hatte ich deshalb, 
weil ich nicht die Kraft hatte NEIN zu sagen. 
Ich habe mir Aufgaben und Freudschaftsdienste aufbrummen lassen. Das hat mir und meiner Familie die ganze Kraft geraubt. 
Bis ich eines Tages die Notbremse gezogen habe - leider für mich schon sehr spät - und habe dem ganzen ein Ende bereitet. 
Die  Falle, in die ich immer und immer wieder getreten bin, 
war mein Mitlgefühl für Menschen, Nachbarn, sogar auch Freunde, 
die mir vorgejammert haben. 
Und weil ich so erzogen worden bin, und der Meinung, dass man anderen Menschen, die in Not sind helfen soll, habe ich mich zu guter Letzt für sie völlig aufgeopfert. 
Nicht nur meine Zeit und Mühe ist dabei daraufgegangen, nein - ich hatte sogar den finanziellen Schaden.
Es heißt nicht, dass man anderen Menschen nicht helfen sollte, 
aber als JA-Sager wird man sehr schnell ausgennutzt.

5) Eine gute Work-Life-Balance: Selbstmanagement !
Strukturiere Deine Tagesabläufe neu und plane bewusst Freiräume und Ruheinseln ein und so viel wie möglich Zeit für Dein soziales Umfeld: Familie und Freunde.
Wenn Du trotzdem das Gefühl hast, von einer Last erdrückt zu werden, Du nur mehr alles schwarz siehst und Du das Gefühl hast in einem Hamsterrad gefangen zu sein, dann scheue Dich nicht Dir ärztlichen Rat einzuholen. 
Ein jeder Hausarzt weiß wo Du professionelle Hilfe finden kannst.
- Ich hatte "mein" Burnout vor 10 Jahren - 
NEIN sagen habe ich erst viele Jahre später gelernt...

Liebe Grüße 

Nadja