Ratgeber zur Baufinanzierung

Von Heimwerkerblog


Man hat die Karriere entsprechend vorangetrieben, verfügt über einen krisensicheren Job und hat ein schönes Sümmchen auf der hohen Kante? Spätestens dann dürfte sich ein Mieter die Frage stellen, ob es nicht besser wäre, die Mietzahlungen für das Eigenheim zu verwenden? Er wird sich Gedanken über eine mögliche Baufinanzierung machen. Die wenigsten Bauherren werden in der glücklichen Lage sein, Haus und Grundstück komplett aus eigener Tasche zu finanzieren. Da es hier um sehr hohe Geldbeträge geht, gehört ein ausführlicher Vergleich der Kreditinstitute somit zum Pflichtprogramm.

Bei der Baufinanzierung sämtliche „Mittel“ nutzen

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Die schlechte Nachricht vorneweg. Die Preise für Haus und Grund steigen. Die gute Nachricht: Das werden sie vermutlich auch in den nächsten Jahrzehnten tun. Somit ist die Immobilie eine gute Wertanlage und Altersvorsorge. Und es geht noch besser. Die niedrigen Finanzierungszinsen machen die Immobilienpreissteigerungen nicht nur wett, ein Bauherr musste vor fünf oder zehn Jahren weit mehr für die eigene Immobilie investieren. Allerdings, um sich die „Zinsrosinen“ aus der großen Darlehenstorte herauszupicken, ist schon ein wenig Zeit nötig. Diese ist ebenfalls gut investiert. Bei einem Bankdarlehen (Hauskauf 210.000 Euro, Kreditsumme 150.000 Euro, Zinsbindung 20 Jahre, Tilgung: 3,0 %) konnte schon ein Zinsunterschied zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter von knapp 40.000 Euro ermittelt werden.

Es lohnt sich demnach für eine Baufinanzierung die Tabellenkalkulation zu nutzen und die verschiedenen Daten der Kreditinstitute einzugeben. So verliert man bei dem breiten Angebot nicht den Überblick und kann zudem „was wäre wenn“-Situationen durchspielen. Gut vorbereitet und mit den aussagekräftigen (Vergleichs-)Dokumenten im Gepäck, bessert auch die Hausbank ihr Angebot oftmals nach. Denn aus eigener Motivation wird sie das sicher nicht tun. Eine sehr gute Tabellenkalkulation gibt es im Übrigen gratis im Internet. Manchmal sind dort von Usern schon vorbereitete „Sheets“ (Tabellenblätter) erstellt worden, in denen lediglich die Daten eingetragen werden müssen. Auf gleiche Weise lässt sich auch das Haushaltsbudget übers ganze Jahr hinaus übersichtlich einsehen und planen. Für den schnellen Darlehensüberblick sind zudem Baufinanzierungsrechner ins Netz gestellt. Nach Eingabe der Variablen stellt sich einem die finanzielle Situation sofort dar. Neben den technischen Hilfsmitteln sollten auch staatliche Fördermaßnahmen genutzt und in die Baufinanzierung mit eingerechnet werden.

Sich mit der richtigen Baufinanzierung beruhigt schlafen legen

Zunächst muss sich der Bauherr darüber im Klaren sein, wohin die „Reise“ gehen soll. Wie soll das Projekt genau aussehen, und welche baulichen und gesetzlichen Maßnahmen wirken sich direkt auf die Baufinanzierung aus? Am 6. Februar 2013 beschloss z. B. das Bundeskabinett die Effizienzstandards für Neubauten in zwei Stufen (2014 und 2016) anzuheben. Deshalb sollte man jetzt nichts überstürzen, wenngleich sich mögliche Einsparungen beim Bauantrag in 2013 ausmachen lassen. Sind dann alle Wünsche und Kostenfaktoren auf dem Tisch und mit dem Eigenkapital verrechnet, bleibt die Fremdfinanzierung. Trotz eigener Bemühungen wird der Bauherr nicht die Zeit und Muse haben, über 300 Kreditinstitute zu durchforsten.

Hier kommt der Ratgeber von Baufi24.de ins Spiel und leistet nützliche Dienste. Für die passende Baufinanzierung vergleicht der Kreditvermittler die Angebote von mehr als 300 Banken. In einem Beratungsgespräch wird dann genau ermittelt, wie viel Haus sich die Familie leisten kann und welche Fördermittel zur Verfügung stehen. So wird direkt vor Ort die individuelle Baufinanzierung maßgeschneidert. Wünscht sich die Familie flexible Darlehensbedingungen, einen Tilgungssatzwechsel, Ratenwechsel oder Sondertilgungen? Oder ist ein Bausparvertrag vorhanden? Gerade der kann in Kombination mit „Riester“ sehr von Vorteil sein. Aber auch hier, bitte genau rechnen und die Prozentpunkte im Fokus haben, sonst gehen die Förderbeiträge für die höheren Zinsen drauf. Zudem sind die Förderbeiträge im Rentenalter zu versteuern. Trotzdem lohnt sich die Sache in der Regel.

Es gilt: Ohne Tabellenkalkulation oder den klassischen Rechenblock geht es nicht bei der Baufinanzierung. Ein Tipp: Sich am Wochenende in Ruhe ein paar Stunden Zeit nehmen und ein umfassendes „Zahlengerüst“ entwerfen. Es müssen dann nur noch die Variablen ausgetauscht werden, und man sieht sofort, wie sich die Sache am Ende auswirkt. Die Darlehensrate noch in dem Haushaltsplan eingefügt und man ist immer auf der sicheren Seite. So kann sich die Familie dann beruhigt schlafen legen – im neuen Eigenheim.