Ramen Shop

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4Drama

Einfach nach bewährtem Rezept die altbekannten Zutaten zusammenwerfen, das ganze die übliche Zeit köcheln lassen und schon hat man ein köstliches Produkt, das den Geist der jung verstorbenen Mutter (Jeanette Aw) an den Tisch zaubert, das versteinerte Herz einer Großmutter (Beatrice Chien) erweicht oder das Auswahlkomitee eines A-List-Festivals überzeugt. Letztes gelang Regisseur Eric Khoo bereits 2016 mit Wanton Mee, der eine ähnliche Mischung aus Sentimentalität und Schleckereien im Kulinarischen Kino der Berlinale aufwärmte.

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Vertrautes können die Leute in ungeheuren Mengen verdauen und wird ihnen stets das Gleiche vorgesetzt, sind sie es nicht satt, sondern erklären es zum Kult. Ob Entertainment oder Essen, das in der simpel gestrickten Story die Hauptrolle spielt. Der fachgerechten Zubereitung des Nationalgerichts Bak Kut Teh, das Ramen-Koch Masato (Takumi Saito) zum Gedenken an seine Eltern meistern will, widmet die dramatisch und narrativ gleichermaßen konforme Fress-Fahrt nach Singapur mehr Sorgfalt als den Charakteren.

Die sind weniger komplex als die landestypischen Köstlichkeiten, die der halbjapanische Masato auf der Suche nach seinem singapurischen Onkel (Mark Lee), begleitet von Food-Bloggerin Miki (Seiko Matsuda) verputzt. Auf ausführliche Speisebeschreibungen folgen schmatzende Lobpreisungen, bis zum tränenreichen Happy End. Das versichert, Essen überwände sämtliche Differenzen und Konflikte. Es braucht im Kino und auf dem Teller nur den richtigen Instant-Mix, etwa aus Food Porn und Family-Soap und einen unfehlbaren Verkaufsspruch: Zwei zum Preis von einem.

Regie: Eric Khoo, Drehbuch: Fong Cheng Tan, Kim Hoh Wong, Darsteller: Tsuyoshi Ihara, Seiko Matsuda, Takumi Saitoh, Jeanette Aw, Shogen, Mark Lee, Tetsuya Bessho, Filmlänge: 89 Minuten, Kinostart: 28.06.2019

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Autor

Lida Bach

 

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