Radikal modern — Berlin der 1960er Jahre, fertig

Radikal modern — Berlin der 1960er Jahre (Heinz Lieber: Panorama Alexanderplatz)

Zahlreiche Gebäude der Nachkriegszeit prägen bis heute das Berliner Stadtbild. Viele dieser Bauwerke haben bemerkenswerte Qualitäten, sind aber in ihrem Bestand gefährdet. Eine bis zum 26. Oktober 2015 laufende Ausstellung in der Berlinischen Galerie zeigt ausgewählte Planungen dieser Epoche und stellt Fragen nach Zielsetzungen, Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Im Ernst-Wasmuth-Verlag ist ein begleitendes Buch erschienen.

Radikal modern

Architektur und Städtebau der sechziger Jahre prägen bis heute das Berliner Stadtbild. In dieser Dekade fielen wesentliche stadtplanerische Entscheidungen, und es entstanden zahlreiche bemerkenswerte, heute gefährdete Architekturen. Die Ausstellung ist die erste nähere Betrachtung der in Ost- und West-Berlin entwickelten Planungen und Bauten. Bekannte und neu entdeckte Originalmaterialien verdeutlichen politische, gesellschaftliche und bautechnische Visionen für den Aufbau einer zerstörten und durch den Mauerbau gespaltenen Metropole.

Anhand ausgewählter Planungen werden Fragen nach Zielsetzungen, Gemeinsamkeiten und Unterschieden gestellt. Dazu gehören die Bebauungen entlang der ehemaligen Stalinallee, am Alexanderplatz, am Breitscheidplatz oder im Märkischen Viertel. Darüber hinaus wird aufgezeigt, inwieweit die Entwürfe eine internationale Vernetzung einzelner Autoren erkennen lassen oder sich Kenntnisse des internationalen Baugeschehens niederschlagen konnten.

Architekten (Auswahl): Werner Düttmann, Fehling + Gogel, Walter Gropius, Georg Heinrichs, Josef Kaiser, Roland Korn, Ludwig Leo, Ludwig Mies van der Rohe, Klaus Müller-Rehm, Ulrich Müther, Hans Scharoun, Manfred Zumpe. Künstler (Auswahl): Beate Gütschow, Karsten Konrad, Hendrik Krawen, Bernd Trasberger, Stephen Willats

Das Buch

Radikal Modern Planen und Bauen im Berlin der 1960er-JahreRadikal Modern
Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre
Ernst Wasmuth Verlag 2015
Hrsg.: Thomas Köhler und Ursula Müller für die Berlinische Galerie
Vorwort: Thomas Köhler
Texte: Adrian von Buttlar, Bruno Flierl, Hartmut Frank, Anna Maria Heckmann, Irma Leinauer, Stanislaus von Moos, Ursula Müller, Frank Seehausen, Dirk Weilemann
208 Seiten mit 245 meist farbigen Abbildungen
Format 23 x 27 cm. Paperback
ISBN 978 3 8030 0792 6

Ausstellung

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

29. Mai bis 26. Oktober 2015

Begleitend zur Ausstellung richten die Technische Universität Berlin, Fachgebiet Kunstgeschichte, und das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) Erkner am Freitag, den 26.06.2015, in der Berlinischen Galerie eine wissenschaftliche Tagung aus.


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