Putztage – Darmsanierung und Entgiftung

Um die Gesundheit deines Hundes größtmöglich zu unterstützen, ist manchmal ein bisschen mehr nötig, als „einfach“ nur auf eine gesunde Ernährung etc. zu achten. Selbst dies ist ja in der heutigen Zeit richtig schwierig geworden, da viele Futtermittel für Hunde aus denkbar schlechtesten Zutaten zusammengemixt werden, um dann den Hundehaltern trotzdem als gesund verkauft zu werden. Als Laie blickt man da ja leider oft nicht wirklich durch. Damit du kein Laie mehr bist, kannst du HIER unsere Beiträge zur Deklaration von Fertigfutter lesen.

WelpeAber nicht nur das Futter ist ja schuld. Viel zu schnell greift man in der heutigen Zeit zu starken Medikamenten, wie z.B. Antibiotika, um auf Nr. sicher zu gehen. Kaum jemand ist sich bewusst darüber, welchen Schaden er im Darm / Organismus seines Hundes mit dieser Medikation, die ja eigentlich Gutes bewirken soll, anrichtet. Oft richtet man tatsächlich mehr Schaden als Nutzen an und ein Kreislauf beginnt. Durch die Gabe der Medikamente wird das Immunsystem empfindlich gestört, weitere oder sich wiederholende Krankheiten sind die Folge. Ganz zu schweigen davon, dass sich mittlerweile viele Resistenzen gebildet haben und Antibiotikum dann eigentlich oft sowieso nicht die gewünschte Wirkung hat.

Weitere Belastungen

Dazu kommen aber auch noch viele weitere Faktoren, die den Organismus (sowohl von Mensch als auch Tier) belasten. Das sind verschieden Umweltgifte, denen auch Hund täglich ausgesetzt ist, wie z.B. Luftverschmutzung, Elektrosmog durch die ganzen elektrischen Geräte, von denen man dauerhaft umgeben ist, Schadstoffe in Zubehörteilen, wie Näpfe, Spielzeug usw.

Ein Großteil der entstehenden Krankheiten basiert auf Stoffwechselstörungen. Um das ganz laienhaft auszudrücken, heißt das schlicht, der Organismus kann seinen Aufgaben nicht mehr optimal nachkommen, weil er, oft über einen längeren Zeitraum, entweder an einem Mangel oder einem Überschuss gelitten hat.

Das Immunsystem

Der größte Teil des Immunsystems, nämlich etwa 80 %, befindet sich im Darm. Alleine diese Zahl zeigt, wie wichtig es ist, den Darm in seiner Funktion optimal zu unterstützen. Ist die Darmfunktion gestört, ist auch das Immunsystem beeinträchtigt. Das Ganze ist natürlich viel komplexer, als in diesen zwei Sätzen dargestellt. Eigentlich reicht diese Darstellung aber, um klar zu machen, wie schnell ein Kreislauf aus Krankheiten entstehen kann.

Fotolia kranker HundDarm auf Vordermann

Damit der Darm seinen wichtigen Aufgaben nachkommen kann, ist ein Gleichgewicht der Darmflora aus guten und schlechten Bakterien nötig. Falls du dich jetzt fragst, wozu der Organismus denn überhaupt diese schlechten Bakterien braucht, stell dir vor, sie sind die Trainingspartner der guten. Die guten Bakterien brauchen von Anfang an Herausforderungen, um stark genug zu werden, den Körper im Ernstfall verteidigen zu können. Ja, man kann es nicht oft genug sagen, ein starkes Immunsystem, und somit eine ausgeglichene Darmflora, ist das A und O der Gesundheitsprophylaxe.

Probiotika und Co

Man blickt ja nicht rein, heißt, so richtig weiß man ja gar nicht, wie es nun da im Darm wirklich aussieht, mit den guten und schlechten Bakterien. Deshalb macht es durchaus Sinn, so eine kurweise Unterstützung rein prophylaktisch hin und wieder zu machen. Gibt es allerdings wiederkehrende gesundheitliche Probleme, selbst wenn diese nicht auf den ersten Blick im Zusammenhang mit dem Magen/Darm stehen, ist eine solche Darmsanierung auf jeden Fall dringend angezeigt. Hier sind sowohl Probiotika als auch Prebiotika hilfreich. Probiotika bestehen aus Mikroorganismen, die das mikrobielle Gleichgewicht verbessern. Prebiotika unterstützen Wachstum und Vermehrung der guten Bakterien. Eine Kombination aus beiden nennt man Symbiotika.

Einige empfehlenswerte Produkte:

  • Symbiopet: Jetzt kannst du sicher kombinieren, wieso Symbiopet so heißt und was es beinhaltet, bzw. bewirkt. Symbiopet ist das am meisten empfohlene Kombiprodukt zur Durchführung einer Darmsanierung. Die Dosierung richtet sich natürlich nach der Packungsbeilage. Die Dauer ist abhängig vom Krankheitsgeschehen. Eine normale Kur würde man über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen durchführen. Bestehen akute Probleme, sollte die Sanierung gut auf 3 Monate ausgeweitet werden. Eine einmal geschädigte Darmflora braucht lange, bis sie wieder in ein gesundes Gleichgewicht kommt.
  • Protexin pro-Kolin: Ist ebenfalls ein Symbiotika, das aus Probiotika und Prebiotika besteht. Es kommt als Paste daher, die durch eine Dosierspritze verabreicht wird. Auch hier entnimmst du die Dosierung bitte der Packungsbeilage und auch hier richtet sich die Dauer nach dem Krankheitsgeschehen deines Hundes.
  • Probiotic Plus Kapseln: Sind ein Probiotikum, das ebenfalls die Darmflora unterstützen soll. Die Kapselform macht eine Dosierung leicht (Kapselinhalt unter das Futter mischen), Dosierung und Anwendungsdauer sind individuell zu berücksichtigen.
  • Buttermilch, Joghurt, Kefir: Können gut eingesetzt werden, um vorzubeugen. Eine regelmäßige Gabe, ein- bis zwei Mal wöchentlich, ist sehr sinnvoll. Bei bestehender Krankheit reichen diese allein aber nicht aus, um ein Gleichgewicht wieder herzustellen.

DarmsanierungMüll muss raus

Wie du natürlich weißt, verfügt der Organismus über einige Entgiftungsorgane, über die er Gifte und Schadstoffe ganz eigenhändig entsorgt. Das sind an erster Stelle natürlich die Leber, weiter die Nieren, aber auch der Darm und sogar die Lunge. Manchmal funktioniert das aber nicht mehr so richtig. Grund dafür kann entweder sein, dass der Organismus durch Fehlversorgung in seinen Funktionen eingeschränkt ist, oder aber, dass das Aufkommen der Schadstoffe seine Kapazität schlicht überschreitet.

Diese Schadstoffe, die nicht mehr ausgeleitet werden, können sich nun an allen möglichen verschiedenen Stellen im Körper ablagern und früher oder später zu Symptomen führen. Auch hier passiert es sehr häufig, dass die Symptome mit einer solchen Überbelastung überhaupt nicht in Zusammenhang gebracht werden. Und dann wird an den Symptomen „rumgedoktert“, statt einfach dafür zu sorgen, dass die Schadstoffe ab- und somit austransportiert werden. Manchmal kommt es natürlich auch vor, dass die Schadstoffe zu irreparablen Schäden führen. Was wiederum deutlich macht, wie wichtig eine Vorbeugung ist.

Entgiften

Auch wenn keinerlei Symptome vorhanden sind, macht es also durchaus Sinn, in regelmäßigen Abständen kurweise Entgiftung durchzuführen. Ist bereits ein Krankheitsbild entstanden, sollte eine Entgiftung eigentlich zum Pflichtprogramm gehören, genau wie die Darmsanierung.

Wege der Entgiftung

  • Kräuterkur: Kräuter wie Brennnessel, Schafgarbe, Löwenzahn und Ringelblume sind geeignet, die Entgiftungsfunktionen zu unterstützen. In Kombination regen sie die Stoffwechselfunktionen an, reinigen das Blut und unterstützen Leber, Nieren, Galle und Lymphsystem. Man mischt die getrockneten Kräuter in gleichem Verhältnis und gibt je nach Größe des Hundes 1 TL – max. 2 EL täglich unter das Futter.
  • Zeolith: Zeolith ist ein Naturmineral vulkanischen Ursprungs und in der Lage, Giftstoffe zu binden und auszuleiten. In Pulverform lässt es sich gut unter das Futter mischen, wichtig ist hierbei eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Da es kein spezielles Produkt für Tiere gibt, gibt es hier auch keine ausführliche Dosierungsanleitung. Ausgerichtet an der Dosierung für Menschen empfehlen wir, einen Teelöffel mit etwas Wasser unter das Futter zu mischen. Auch hier ist eine kurweise Anwendung angezeigt. Je nach Symptomatik über 4 – 8 Wochen.
  • Heilerde: Auch Heilerde hat die Eigenschaft Giftstoffe zu binden und auszuschwemmen. Und auch diese kann man kurweise anwenden, bei der Dosierung kann man sich an der für Menschen orientieren.

Unsere bevorzugte Methode der Entgiftung ist das Zeolith. Und das sowohl bei den Zwei- als auch bei den Vierbeinern. Beim entgiften sollte man immer beachten, dass es die Wirkung von Medikamenten beeinträchtigen kann.

Wir hoffen, der Beitrag hat dir gefallen und sagen bis zum nächsten mal.

Bis dahin wünschen wir dir und deinem Hund eine schöne Zeit, macht es gut …

Herzliche Pfotengrüße

Lucy und Anke


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