Puppetmaster III – Toulons Rache

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Puppetmaster III – Toulons Rache

Liebe Filmfreunde mit fragwürdigem Geschmack, herzlich willkommen zurück bei Wonne aus der Tonne. In der heutigen Ausgabe unserer wunderbaren Schmuddelfilm-Kolumne erwartet euch mal wieder ein Novum: Noch nie wurde hier ein Sequel besprochen, ohne dass vorher auf das Original eingegangen wurde. Doch beim vorliegenden Film macht das durchaus Sinn, handelt es sich doch genau genommen um ein Prequel. Doch dazu später mehr. Richten wir unseren Blick nun erst mal auf das Handlungsgerüst von Puppetmaster III – Toulons Rache.

Berlin im Jahre 1941. Der Krieg ist in vollem Gange und die Nazis experimentieren an einem Mittel, dass die Toten zum Leben erwecken soll – um sie anschließend als menschliche Schutzschilder für die Kameraden in der Schlacht einzusetzen. Zur selben Zeit betreibt der Puppenspieler Andre Toulon (Guy Rolfe) ein erfolgreiches Puppentheater. Seine politische Satire ist den Nazis allerdings ein Dorn im Auge. Als die Gestapo unter der Führung von Major Krauss (Richard Lynch) an seiner Tür klopft, kommt es zum Eklat. Toulons Frau Elsa wird im Handgemenge erschossen und Toulon selbst verhaftet. Mit Hilfe seiner erstaunlich lebendigen Puppen gelingt ihm jedoch die Flucht. Vom Untergrund aus plant er seine Rache …

Puppetmaster III – Toulons Rache

Puppetmaster III ist ein geradezu überraschend solider Film. Wenn es einen Teil in diesem langlebigen Franchise gibt, den man gesehen haben sollte – und dies ist an sich schon eine sehr gewagte These – dann ist es wohl dieser Film. Story mäßig spielt dieser Streifen vor den beiden vorangegangenen Filmen. Hier gibt es auch einige Zeitlinien-Fehler zu verzeichnen. Nicht zuletzt verzeichnet der erste Puppetmaster Toulons Ableben im Jahre 1939. Aber was soll’s. Das soll uns nicht weiter stören.

Puppetmaster III ist eine sehr schöne Mischung aus Fantasy-, Horrorfilm und Nazisploitation. Weniger humorvoll als seine Vorgänger (und auch Nachfolger) was sicher der Nazithematik geschuldet ist. Das ist aber durchaus gut so. Darüber hinaus ist der Schmafu hervorragend besetzt und gespielt. Insbesondere Guy Rolfe als Andre Toulon und Charakterbösewicht Richard Lynch als Major Krauss können hier voll überzeugen. Witzige Anekdote am Rande: Die wohl bekannteste Puppe des Puppetmaster-Universums, Blade, hat nicht unabsichtlich das Aussehen von Klaus Kinski bekommen. Produzent und Erfinder der Reihe Charles Band, durfte in den 80er Jahren negative Erfahrungen mit dem alten Choleriker machen (Crawlspace – Killerhaus), und fand es dann witzig, Kinski in dieser Art und Weise zu karikieren. In Puppetmaster III wird Blade allerdings nach dem Konterfei von Major Krauss (Richard Lynch) von Andre Toulon erschaffen. Und tatsächlich wirkt Narbengesicht Richard Lynch wie der leibhaftige Wiedergänger von Klaus Kinski in diesem Film.

Alles in allem ist den Machern ein hervorragender und höchst unterhaltsamer Teil der Reihe mit diesem Film geglückt, der bis heute einsamer Höhepunkt im Puppetmaster-Universum bleibt. Vorkenntnisse sind keine nötig. Hirnabschalten und freuen reicht vollkommen.

In diesem Sinne: Gebt den Nazis auf die Mütze und bleibt seltsam!

Puppetmaster III – Toulons Rache

OT: Puppet Master III: Toulon’s Revenge, USA, 1991, Regie: David DeCoteau, Drehbuch: C. Courtney Joyner, Mit: Guy Rolfe, Richard Lynch, Ian Abercrombie u.a.

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