Pulverdampf liegt in der Luft

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Der Dicke mit der komischen Frisur aus Nordkorea muss verzweifelt oder verrückt sein. Nun befinde sich sein Land mit dem Süden im Kriegszustand, lässt er verlauten. Das war zwar schon vorher der Fall, denn seit dem Koreakrieg wurde nur ein Waffenstillstand, aber nie ein Friedensvertrag geschlossen. Doch mit diesem letzten Streich dürfte er mit seiner Kriegsrhetorik am Ende sein. Mehr geht nicht. Als Nächstes muss er den Angriffsbefehl geben.

Zurück kann er ohne Zugeständnisse der Gegenseite auch nicht, ohne das Gesicht zu verlieren und damit seine Macht zu schwächen. Er hat das Volk und die Militärs heiss gemacht. Jetzt muss ein Sieg her: und der kann nur aus Zugeständnissen des Feindes bestehen.

Ich denke, der junge Diktator hat zu hoch gepokert. Vielleicht stand er unter Druck, vielleicht hat er die Lage falsch eingeschätzt – mit einem gehörigen Schuss kognitiver Dissonanz. Wenn wir Glück haben, gibt es noch einen unsichtbaren Spieler im Hintergrund und Kim wird nächstens weggeputscht.

Doch die Lage ist inzwischen so angespannt, dass ein kleines Missverständnis genügt, um einen Krieg auszulösen.

Auch China scheint die Kontrolle über seinen verrückten südlichen Nachbarn verloren zu haben. Bisher war er als Puffer ganz praktisch. So hatte man die Amerikaner nicht direkt an der Landesgrenze.

Wie werden sich die Chinesen bei einem Kriegsausbruch verhalten? Einfach zusehen und sich freuen dass Südkorea als wirtschaftlicher Konkurrent ausfällt? Nordkorea unterstützen und damit einen Krieg mit den USA riskieren? Oder selber in Nordkorea einmarschieren?

Wie werden sich die USA verhalten, wenn Kims Kanonen Seoul in Schutt und Asche legen? Was, wenn Nordkorea tatsächlich Atomwaffen einsetzt?

Leicht könnte aus einem Konflikt auf der koreanischen Halbinsel ein dritter Weltkrieg werden und einen atomaren Schlagabtausch auslösen.

Vielleicht ist das Kims Kalkül. Vielleicht sagt er sich: „Wenn ich mich wie ein tollwütiger Hund gebärde, der einen Weltkrieg auslösen könnte, wird man die Sanktionen lockern und Lebensmittel schicken.”

Die Chance ist gross, dass wir dort nächstens einen Krieg erleben, der die fragile Weltökonomie vollends aus den Angeln heben wird.

Sobald der erste Schuss fällt, werde ich meinen Vorrat an Schnaps und Zigaretten aufstocken.

Traumperlentaucher



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