Puffreis kontra Schmatzen

Jeder hat ja so seine Erziehungsmethoden. Allerdings: Die Prügelstrafe ist vollständig out. Und auch Zuckerbrot und Peitsche sind, soviel ich weiß, nicht mehr der Weisheit letzter Schluss. Waldorf- und wie-sie-alle-heißen-Schulen haben ebenfalls ihre Probleme. Individuelle Ausgestaltungen dagegen machen immer mehr von sich reden. Und man hört ja die tollsten Sachen. Als Oma und ich jüngst bei einem Geburtstag gratuliert haben, erzählte mir die Gastgeberin eine Variante, da blieb mir fast die Luft weg. Die Begleitumstände waren natürlich andere, aber zur Wahrung der Anonymität darf man schon mal ein wenig dichten. In Zeitungsberichten heißt das dann immer: Name ist der Redaktion bekannt. Aber nun zu der Erziehungsvariante: Da soll doch eine Mutter ihrem Sohn aufgetragen haben, Puffreis und Salzstangen zu kaufen, die er sich dann in größeren Mengen in den Mund stecken sollte, um sich sein Schmatzen abzugewöhnen. Was soll ich sagen? Ich stelle mir das gerade bildlich vor und lande in meinem Kopf bei Bildern von Louis de Funès, Mister Bean, Jim Carrey, Beppo Grillo oder Otto Waalkes. Irgendwie tut mir der Junge leid.


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