Prozess gegen Infantin Cristina geht in Schlussphase

Palma de Mallorca (dpa) – Der Prozess gegen die spanische Königsschwester Cristina und 16 weitere Angeklagte ist fünf Monate nach der Eröffnung in seine Schlussphase getreten.

Die 50-jährige Infantin und ihr Ehemann Iñaki Urdangarin (48) mussten am Freitag für die Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Nebenkläger vor dem Gericht in Palma de Mallorca erscheinen. In der kommenden Woche wollen die Verteidiger plädieren.

Die Verhandlungen in dem Verfahren um einen Finanzskandal sollen vor dem 30. Juni abgeschlossen werden. Das Datum der Urteilsverkündung steht noch nicht fest. Die Schwester von König Felipe VI. ist in der Geschichte Spaniens die erste nahe Verwandte eines Monarchen, die in einem Finanzverfahren angeklagt ist. Cristina wird zur Last gelegt, ihrem Ehemann Beihilfe zum Steuerbetrug geleistet zu haben.

Der frühere Handballstar ist einer der Hauptangeklagten. Er soll als Präsident einer gemeinnützigen Stiftung zusammen mit einem Geschäftsfreund rund sechs Millionen Euro Steuergelder veruntreut haben. Für Urdangarin hatte die Staatsanwaltschaft vor Beginn des Prozesses fast 20 Jahre Haft gefordert. Nach Medienberichten wollte die Anklagebehörde in ihrem Plädoyer an dieser Forderung festhalten.

Bild: © dpa, Xavier Bertral

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