Proust lesen Tag 80-Guermantes-Rahel

Von Xeniana

Proust: so sehr ich mich auch bemühe, heute gelingt es mir kaum etwas von den zwanzig Seiten zu erfassen.

Am Ende lädt Saint Loup Marcel ein, seine Geliebte kennenzulernen. Sie wollen zusammen ins Theater. Saint Loup ist über beide Ohren verliebt und würde alles für sie opfern.

Marcel ist erstaunt, als er Rahel sieht. Sie ist die Dirne, die er einst im Bordell sah und genoss, deren Liebesspiel etwas mechanisches hatte und die für zwanzig Franc zu leicht zu haben war.

Kiel

Gearbeitet, auch mir tut die Struktur gut. Die langen Urlaubstage ohne Betätigung, ohne Auto, ohne Geld waren ein langsamer und etwas zäher Fluss.

Beim Arzt angerufen, nach langem Ringen, ich scheine Wasser einzulagern. Erleichtert lege ich auf. Der Arzt ist im Urlaub. Jeden Tag plane ich den Besuch im Fitnessstudio, immerhin bin ich angemeldet. Nun ist mir der Sohn zuvor gekommen.

Nach der gestrigen Abkühlung, ist es heute wieder heiß um die 30 Grad, eine leichte Brise weht. Wespen und Amseln machen sich am Wein zu schaffen, auch die Brombeeren verschonen sie nicht. Mein Organismus scheint sich an die Hitze zu gewöhnen, kein Herzrasen, keine Schweißausbrüche, keine ausufernde Müdigkeit. Es liegt ein wenig Herbst in der Luft, eine Spur Spätsommer. Noch einmal den Garten wässern, die Katzen füttern und vorbereiten.

Nachtrag: Vom abgedunkelten Computerplatz hinaus in den noch immer 28 Grad warmen Abend. Während ich die Pflanzen mit dem Gartenschlauch bewässere, dringt aus der Villa Tico Tico nicht von Ethel Smith gespielt, aber der Gatte spielt es auch ganz schmissig. So macht Gartenarbeit Spaß.