Prodrogen / Der demokratische Blockwart 1/2

Erstellt am 27. Juli 2010 von Dragob

Die Kommentare zu diesem (un)schönen Ereignis um Rappaz sind – erwartungsgemäss – `süss`. In einem demokratischen Sinn süss.

Hier ein besonders schönes Beispiel des von den Eliten aufgezwungenen, faschistischen (= totalitären) Denkens, das unser Altag beherrscht, uns in den geistigen Zwangsjacken hällt und uns nach und nach die Atemluft abschnurrt. Da meldete sich ein Mensch zum Wort, der sich stolz (und endlos dämlich) Demokrat nennt. Und der ist natürlich von der Funktionalität des (latenten) Faschismus, der sich als Volksherrschaft tarnt, überzeugt.

Und er schreibt also.

@Kiffer Lobby hier im Forum
Es geht nicht darum, ob Hanf schlimmer ist als Alkohol, sondern schlicht und ergriffen darum, dass es verboten ist, weil das Volk das so bestimmt hat, genau so wie das Rauchen in Restraurants. Punkt Schluss! Ob mir das stinkt oder ungerecht vorkommt, spielt keine Rolle. Wenn ich mit einer Zigarette in einem Lokal erwischt werde, bezahle ich eine Busse und kann mich wohl kaum mit der Ausrede, es handle sich um eine politische Aktion, aus der Affäre ziehen!
von: Demokrat am: 21.07.2010 14:26

Also, dieser Erguss, ist an Dämlichkeit nicht zu überbieten. Dabei geht es nicht mal um diese schäbige rhetorische Finte, mit dem der Massendepp da den Hanf als doch gefährlicher als Alkohol zu denunzieren sucht. `Es geht nicht darum, ob Hanf schlimmer ist als Alkohol` schrieb er. In der Diskussion aber geht es darum, dass Alkohol unvergleichlich schlimmer ist als Hanf.

Vor allem ist dieser Erguss ein Schulbeispiel, wie weit die Eliten das Volk erzogen haben, gegenseitig auf sich selbst aufzupassen und sich (im Fall einer Gefahr für die Eliten) gegenseitig zu vergewaltigen. Eben hier versucht der Mensch Druck auf die Masse (des Publikums) auszuüben. `Das hat Volk so bestimmt… (…) Punkt Schluss! Ob mir das stinkt oder ungerecht vorkommt, spielt keine Rolle.`

Er verbietet sich also jegliche Diskussion. Selbst wenn die Sache wie die Pest stinkt und selbst für (geistig) Blinde als Ungerechtigkeit erkennbar ist, darf man sich darüber keine Gedanken machen, das ist eben Gesetz und der wurde eben vom Volk beschlossen.

Er verbietet also schon die Frage, ob man damals, als man beschlossen hatte, die Drogen zu verbieten, überhaupt das Volk befragt hatte, ob es diese Verbote überhaupt will.

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