Presseerklärung des Zentralrats der Ex-Muslime zur Islamkonferenz

Die isla­mi­schen Organisationen, die in der heu­ti­gen Sitzung der Islamkonferenz am run­den Tisch saßen, sind die Vertreter von ver­schie­de­nen isla­mi­schen Regierungen und Verbänden und Teil einer isla­mi­schen Bewegung. Ihr Ziel ist mehr Macht und mehr poli­ti­scher Einfluss.

ex muslime logo Presseerklärung des Zentralrats der Ex Muslime zur IslamkonferenzDiese Islamkonferenz dient zur Anerkennung des poli­ti­schen Islams in Deutschland und ist ein umge­kehr­ter Rassismus gegen­über Millionen von Menschen aus so genann­ten isla­mi­schen Ländern.
Unter dem Vorwand, dass hier­zu­lande Menschen aus dem Iran, Irak, Türkei usw … leben, wer­den immer mehr – zum Teil mit staat­li­chen Mitteln – Imame impor­tiert und geschult, Moscheen und isla­mi­sche Einrichtungen gebaut. Religiöse Organisationen wer­den als poli­ti­sche Parteien aner­kannt und sit­zen als Vertreter der Menschen aus oben genann­ten Ländern mit der deut­schen Regierung am run­den Tisch. Das ist ein Rückschritt für die zivi­li­sierte Welt.

Das deut­sche Innenministerium ver­sucht durch diese Konferenz angeb­lich gegen den Terrorismus zu kämp­fen und das heu­tige Thema war Ehrenmord und häus­li­che Gewalt in den isla­mi­schen Familien.
Wenn die deut­sche Politik den Menschen eine reli­giöse Identität gibt, gleich­gül­tig ob sie es wol­len oder nicht, wenn die deut­sche Regierung mit den Organisationen ver­han­delt, deren Aufgabe die Verbreitung und die Propaganda für den Islam und die isla­mi­sche Ideologie wie Zwangsverschleierung, Geschlechterapartheid und patri­ar­cha­li­sche Kultur ist, und wenn sie ihnen
Macht, Geld und Einfluss ver­schafft, dann ist das Gespräch über häus­li­che Gewalt eine Farce.

Noch ein ande­rer Punkt war heute der Salafismus in Deutschland. In die­sen Wochen kann man in vie­len deut­schen Innenstädten bär­tige junge Männer sehen, die an Passanten den Koran ver­tei­len.
Der reli­giöse Radikalismus der Salafisten sorgt in vie­len Ländern für eine men­schen­feind­li­che, spe­zi­ell frau­en­feind­li­che Kultur, und für eine Bewegung, die im Herzen von Deutschland für Steinigung und für das Abhacken von Händen und Füßen plä­diert. Vor allem junge Menschen sind davon bedroht, in den Sog die­ser Strömung zu gera­ten, den Kontakt zu Freunden und Familienangehörigen abzu­bre­chen und sich zu radi­ka­li­sie­ren. Sie las­sen dann ihre Eltern ver­zwei­felt zurück.

Statt einer säku­la­ren und men­schen­freund­li­chen Integrationspolitik strebt die deut­sche Regierung eine reak­tio­näre Islampolitik an, die lei­der immer mehr Jugendliche in die Tiefe der radikal-reaktionären isla­mi­schen Bewegung zieht. Das ist das Ergebnis der seit 2007 gegrün­de­ten Islamkonferenz.

Die Salafisten, die dicht mit den finan­zi­el­len und poli­ti­schen Interessen Saudi-Arabiens ver­knüpft sind, sind ein Teil des welt­weit erstar­ken­den Islamismus, dem auch die im Koordinierungsrat (KRM) zusammengeschlossenen Verbände Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), Islamrat, VIKZ und Ditib zuzu­rech­nen sind. Die Deutsche Islamkonferenz hat diese an der Scharia ori­en­tier­ten  Organisationen auf­ge­wer­tet und als Dialogpartner und staat­li­che Kooperationspartner salon­fä­hig gemacht. Durch die Einführung des flä­chen­de­cken­den beken­nen­den Islamischen Religionsunterrichts gelingt es ihnen, Einfluss auf den Bildungssektor und die nach­wach­sen­den Generationen zu neh­men. Einige Politiker wol­len sogar isla­mi­sche Schiedsgerichte lega­li­sie­ren, die auf der Grundlage der Scharia urtei­len.

Deshalb ver­ur­teilt der ZdE jede Verharmlosung oder Zusammenarbeit mit isla­mi­schen Organisationen und ver­langt von der deut­schen Regierung ebenso wie von der Öffent­lich­keit, klar Position gegen frauen­ent­wür­di­gende und men­schen­ver­ach­tende Aussagen und Praktiken der Salafisten oder ande­rer isla­mi­scher Gruppierungen und Einzelpersonen zu bezie­hen.
Wir for­dern die sofor­tige Auflösung der Islamkonferenz sowie eine kon­se­quente Trennung der Einflussbereiche von Staat und Religionsgemeinschaften. Islamkritik darf nicht als Islamophobie oder anti­mus­li­mi­scher Rassismus dis­kre­di­tiert wer­den. Pressefreiheit, Informationsfreiheit und Meinungsfreiheit gehö­ren zum Fundament der Menschenrechte, die dem chro­ni­schen reli­giö­sen Beleidigtsein nicht geop­fert wer­den dür­fen.

Mina Ahadi
Zentralrat der Ex-Muslime

19.04.2012


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