play2live

Von Privatkino
Titel: play2live
Originaltitel: Killer Game
Autor: Kirsty McKay
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Verlag: Chicken House
Format: Hardcover, 384 Seiten
ISBN: 978-3551520838

Inhalt:
Cate hat es geschafft, sie darf bei Killer mitmachen. Ein Mörder, zwölf Mitspieler und absolute Schweigepflicht. Im Eliteinternat ist das Spiel eine Tradition, wenn es auch im Geheimen stattfindet. Wer „gekillt“ wird, ist raus, doch niemand weiß, wer als Täter auserwählt wurde. Cates Alltag ist voller Hindernisse, was als Spaß anfängt, wird bald Ernst. Jemand hat es wirklich auf sie abgesehen und dieser Jemand kennt keine Grenzen.

Meine Meinung:
Seit den Untot Büchern der Autorin (Teil 1, Teil 2), habe ich sehnsüchtig auf neue Worte von ihr gewartet, weil Kristy MacKay für mich einen ganz besonderen Witz hat, diesen geschickt in eine spannende Geschichte verpackt und einen damit sofort gefangen nimmt.
Als ich den Inhalt zu play2live gelesen habe, war eigentlich klar, dass es sich hier um einen Thriller handelt – nach dem Lesen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Natürlich, da läuft ein Irrer rum, aber wirklich abgesehen, dass hat er es auf Cate nicht, vielleicht in den letzten Zügen des Buches, aber zu Beginn war für mich die Tradition von Killer im Vordergrund. Die Angst davor „gekillt“ zu werden, symbolisch, eben indem man ein Stück Papier zugesteckt bekommt, auf dem Bombe steht und damit wurde man in die Luft gejagt. Eine lustige Idee, die mir gut gefallen hat.
Obwohl das Thrillerelement zu Beginn nicht wirklich vorhanden ist, bleibt die Geschichte trotzdem spannend, eben auf Grund der fiktiven Tode.

Das Buch wird aus der Sicht von Cate erzählt, in die man sich schnell hineinversetzen kann. Von ihr wissen wir, dass sie ein „Opfer“ ist, sprich, sie muss aufpassen, dass sie nicht (symbolisch) ermordet wird und der Killer, der ist ziemlich einfallsreich, dass es für sie wirklich schwer wird, den Alltag zu meistern. An jeder Ecke lauert Gefahr und doch lässt sie sich nicht davon leiten, kämpft, wenn Unrecht geschieht.

Vaughan geht auch auf das Internet, er war einmal der beste Freund von Cate, bis diese weggezogen ist. Erst in der Schule sind sie sich wieder begegnet und er ist es vermutlich, den ich an der Geschichte am gruseligsten fand, weil es mir absolut unmöglich war, ihn einzuschätzen. Nicht einmal jetzt, wo das Buch beendet ist, weiß ich, auf welcher Seite er steht. Diese Unentschlossenheit, gibt der Geschichte noch einmal eine besondere Würze.

Die Spannung hält wirklich von der ersten Seite weg, sicherlich gibt es im Mittelteil ein paar Stellen, wo man durchatmen kann, aber die nächste Überraschung lauert schon an der nächsten Ecke.
Es ist vermutlich auch der Schreibstil, der einen einfach immer weiterlesen lässt, locker und leicht, wie gewohnt von der Autorin.

Und nun, nun kommt die Kritik auf hohem Niveau: Für mich fehlt der Sarkasmus, wie ich ihn aus den Untot Büchern kannte. Keine Frage, es gibt amüsante Momente, das Lesen hat mir auch großen Spaß bereitet, aber so ganz war ich dann doch nicht überzeugt, vermutlich aber auch, weil meine Erwartungen extrem hoch waren.

Fazit:
Kirsty McKay hat ein Talent dafür, einen Menschen süchtig zu machen, wenn auch hier mir ein wenig ihr tiefschwarzer Humor gefehlt hat, war es doch eine unterhaltsame und spannende Zeit, die ich mit dem Buch verbringen durfte.