Plastik-Zensus: Bundesregierung lässt Produkte mit Plastik zählen & beschriften

Berlin. Die Bundesregierung hat eine fünfjährige, gesetzlich angeordnete Erhebung statistischer Konsumdaten in Auftrag gegeben, um die tatsächliche Menge des Plastikmülls zu erhalten, die Deutsche im Jahr durch Ihre Einkäufe produzieren. Die Gesetzesänderung greift ab dem 01.05.2019 und bewirkt, dass zukünftig auf jedem Artikel mit einer Plastikverpackung eine fortlaufende Zahl notiert wird.

„Wir haben am Rande mitbekommen, dass sich ein paar Bürger darüber monieren, dass Gurken und Bananen in Plastik verpackt werden. Wir glauben aber nicht daran, dass wir hier viel Müll produzieren. Es ist doch so sauber in Deutschland. Aber weil uns das Bürgerwohl wichtig ist, lassen wir nun alle Lebensmittel mit Plastik über eine 5-Jahres-Periode zählen und entsprechend beschriften. Dann wollen wir mal sehen, ob wir mit unseren Einkäufen wirklich so viel Müll machen.“, sagte der Abgeordnete Angelo Merte bei der Bundes-Pressekonferenz am Freitag.

So läuft die Plastik-Zählung

SupermarktWohl bald ein typisches Bild im Supermarkt – Produkte werden gezählt und beschriftet. Die Zählung bezieht sich aber nur auf Produkte mit Plastik.

Um ein mögliches Problem mit dem Plastikmüll in der Umwelt einzudämmen, hat die Bundesregierung also Taten folgen lassen. Der Plastik-Zensus beinhaltet die folgenden Änderungen und Abläufe:

  • Ab dem 01.05.2019 bis zum 31.04.2024 werden alle Produkte mit Plastikverpackungen gezählt.
  • Darunter fallen zum Beispiel Trage-Plastiktüten, Einschweißfolie von Lebensmitteln, Coffee-2Go-Becher und auch Elektronik-Verpackungen.
  • Jeder Artikel erhält eine fortlaufende Nummer zur Zählung, die mit einem schwarzen, wasserfesten Edding auf dem Produkt vermerkt wird.
  • Nach fünf Jahren wird die genaue Zahl im Plenum angesehen und bewertet.

„Nach fünf Jahren wissen wir mehr. Bis dahin bitten wir um Geduld. Sollte unsere Erhebung tatsächlich zeigen, dass wir in Deutschland viel Plastikmüll produzieren, sehen wir weiter.“, ergänzte Merte noch in einem persönlichen Interview mit CareElite. Anschließend nahm er noch einen festen Strohhalm-Zug aus dem Starbucks-Becher und verabschiedete sich mit einem freundlichen Nicken von unseren Reportern.


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