Photo-Wettbewerb „Kreative Dokumentarfotografie“

worldpressphoto201610bBei dem renommierten World Press Photo Award gab es in den vergangenen Jahren immer wieder mal Ärger wegen vermeintlicher oder tatsächlicher Bildmanipulationen. Darauf reagiert der Veranstalter jetzt erstaunlich kreativ und schrieb einen neuen Wettbewerb für kreative Dokumentarfotografie aus.

Retuschieren erlaubt!

Der endgültige Titel der für den Oktober nächsten Jahres geplanten Veranstaltung steht noch nicht fest, die Bedingungen aber schon: Wer seine Werke einreicht, soll sich bei der Erzeugung und Bearbeitung seiner Fotos keinerlei Einschränkung unterwerfen müssen.

Damit will die World Press Photo Foundation die fantasievollste Art würdigen, eine Geschichte zu erzählen. Es gehe in dem Wettbewerb darum, Geschichten über Menschen und Ereignisse zu erzählen und dabei die Botschaft auch mit kreativen Techniken zu unterstreichen.

Keine Disqualifikationsorgie von ewig Gestrigen mehr

Beim letztjährigen World Press Photo Award wurden insgesamt zwanzig Prozent der Finalisten disqualifiziert, weil sie ihre Werke angeblich zu stark nachbearbeitet hatten. Darüber hinaus entzog das Komitee dem Sieger der Kategorie „Contemporary Issues Story“ Giovanni Troilo nachträglich seinen Preis mit der Begründung, er habe Szenen seiner Fotoserie über die belgische Stadt Charleroi inszeniert.

Als Reaktion auf dieses Disaster veröffentlichte der Veranstalter inzwischen einen Ethikcode und daraus abgeleitete Regeln, die sowohl die erlaubte als auch die unerlaubte Nachbearbeitung detailliert erläutern.


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