Phobos-Grunt: Wiedereintritt und Absturz der Stufe 2 der Zenit-Rakete voraussichtlich am 22. November

Heute wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Stufe 2 der Zenit-Trägerrakete, die den russischen Satelliten Phobos-Grunt  in die Erdumlaufbahn brachte, auf unseren Planet zurückkehren. Wann und wo genau, ist wie bei allen unkontrolliert auf die Erde fallenden Objekten aus dem All unmöglich prognostizierbar.
Mission gescheitert
Den Satelliten selbst betreffend ist die Frage nach dem Startfenster aufgetaucht, welches sich gestern geschlossen hat. Als Reaktion darauf musste Roskosmos offiziell die Ziele der russischen Marsmission aufgeben. Bei dieser Angabe handelt es sich um die Erfüllung der kompletten Mission. Phobos-Grunt wäre theoretisch noch immer in der Lage, zum Mars zu gelangen, wenn die Techniker in der Lage wären, in Kürze Kontakt mit der Sonde aufzunehmen. Aber Phobos-Grunt wäre seit gestern nicht mehr in der Lage, auch mit den Bodenproben vom Marsmond Phobos zur Erde zurückzukehren, welches das primäre Ziel des Projekts war.
Kontamination durch giftigen Treibstoff 
Da es den russischen Technikern nach wie vor nicht gelungen ist, Kontakt mit Phobos-Grunt herzustellen, bekommt die Diskussion um die Gefahr einer Kontaminierung auf der Erde durch den giftigen nicht verbrauchten Treibstoff an Bord des Satelliten neue Dimensionen. Vor allem das Hydrazine, welches sich in gefrorenem Zustand befindet, bereitet vielen Fachleuten Sorgen. Diese durchsichtige Flüssigkeit kommt unter anderem in Pestiziden zur Anwendung und kann laut der U.S. Environmental Protection Agency bei akutem Ausgesetztsein die menschliche Leber, Nieren und das zentrale Nervensystem schädigen.
Vladimir Popovkin, Chef bei Roskosmos, spielt das Risiko herunter und behauptet, dass der Treibstoff während des immer wahrscheinlicher werdenden baldigen Wiedereintritt und Absturz höchstwahrscheinlich explodieren und somit nicht auf die Erde gelangen würde.
Möglicher Abschuss des Satelliten
Um jeglichem Risiko aus dem Weg zu gehen, besteht die Option, den Satelliten noch hoch über der Erdoberfläche abzuschießen. China gelang dies 2007 mit einem nicht funktionierenden Wettersatelliten und die USA (Navy) zerstörten 2008 einen nicht operierbaren Spion-Satelliten mit einer Standard Missile-3. Übrigens offiziell mit dem Ziel, den Tank voll Hydrazine zu vernichten.
US-Experten halten die Wahrscheinlichkeit, Phobos-Grunt auf diesem Weg erfolgreich unschädlich machen zu können, für gering, was sie vor allem mit dem tiefen Orbit und der Kürze der Zeit begründen. Obwohl Russland anscheinend seit kurzem ein funktionierendes Air-and-Space-Command zur Verteidigung des Landes gegen Raketen und Satelliten besitzt, kommt der Faktor des zu wahrenden Gesichts hinzu. Man stelle sich vor, es würde Russland nicht gelingen, seinen eigenen Satelliten "vom Himmel zu holen". 

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