Philipp von Herzmukke verrät euch seine 5 Dockville Highlights

Der Gründer des Musikblogs hat uns über seine fünf heißesten Acts aufgezählt.

Philipp, seines Zeichens Gründer und Chefredakteur des Musikblogs Herzmukke, welcher dieses Jahr ins Leben gerufen worden ist, hat uns seine fünf absoluten Favoriten des diesjährigen Line-Ups verraten. Mit vertreten sind gestandene Musiker wie Band Django Django, aber auch für Newcomer wie Vaults möchte Philipp sich auf jeden Fall Zeit nehmen. Die Liste anlässlich zum Dockville 2015 ist die erste Zusammenarbeit mit dem Berliner Musikblog, der durch guten Content und ein herausragendes Design schnell den Weg in unser Herz gefunden hat.

Django Django – Könige des Art-Pop

© Django Django

© Django Django

Der teils schon psychedelisch anmutende Pop der Briten von Django Django ist die perfekte Musik für alle Nachtschwärmer. Hypnotisch bewegten sich die Körper feierwütiger Indie Hispter zu den neuartigen Klängen von Songs wie „Hail Bop“, „Default“ oder „Zumm Zumm“, als 2012 ihr Selftitled Debütalbum erschien. Im Einklang formte sich so in kürzester Zeit ein einzigartiger Konsens, Django Django ist das Neue Hip! Die Presse feierte Sie für ihre Innovationsfähigkeit, die Fans liebten Sie für ihre Vielschichtigkeit. Django Django funktionieren nämlich nicht nur auf der Bühne oder der Indiedisko, auch der heimische Dancefloor weiß sich den neuartigen Klängen durchaus anzupassen. Ein erneutes Aufhorchen der Szene erfolgte 2015. Born Undern Saturn erblickte die Welt. Django Django zeigen sich wesentlich komplexer und geben einen Scheiß auf Grenzen. Sie springen fröhlich zwischen sämtlichen Genres hin und her, bedienen sich am besten und mixen es zu einem unnachahmlichen Potpourri. Das ist 2015 und der perfekte Startschuss für eine grandiose Nacht.

(Samstag, 21:00 – 22:00 Uhr, Großschot)

Sizarr – Pfälzer Exportgut

© Miriam Marlene Waldner

© Miriam Marlene Waldner

Die Landauer sind das perfekte Beispiel für eine moderne Authentizität, klingen ziemlich modern und sind eigentlich das bessere Bilderbuch. Leider wissen das Lange nicht so viele, wie sie es eigentlich verdient hätten. Alleine das sollte schon Grund genug sein, sich Sizarr nicht entgehen zu lassen. 2012 veröffentlichten sie ihr Debüt Psycho Boy Happy. Ein Album voller Ideenreichtum und Vielschichtigkeit. Ähnlich wie schon Django Django, legen Sizarr unheimlich viel Wert auf Authentizität, schichten ein Klangmodul über das nächste und lassen so schwelgerisch schöne elektronisch anmutende Beats entstehen die vor einem Nein nicht halt machen, im Gegenteil. Erst wenn sich der Hörer wehrt und windet, haben Sizarr so richtig Spaß daran zu fesseln.

(Samstag, 17:00 – 17:50 Uhr, Großschot)

Ásgeir – Verschrobene Melancholie

© Ásgeir

© Ásgeir

Ásgeir ist Isländer und als Isländer hat man ja prinzipiell schon mal die Begabung Musikalität per Geburt vererbt bekommen. Nun gut, nicht jeder Isländer dürfte höchstmusikalisch sein, die Dichte an goßartigen Musikern in Relation zur Bevölkerungsdichte ist schon bewundernswert. Da wäre bspw. Björk, Sigur Ros, Gus Gus, Of Monster And Men, Retro Stefson, Dikta, Emiliana Torrini, Ólafur Arnalds, FM Belfast, Sin Fang, Soley…meine Güte, man könnte ewig so weitermachen. Das alles heiflt natürlich nicht, dass jeder tatsächlich das Zeug hat irgendwann einmal zu den ganz Großen zu gehören, wer aber Pop/Mode-Ikone Björk auf seiner Seite hat, kann musikalisch nicht so schlecht sein. Ásgeir selbst wirkt auf seinen Images häufig sehr hart und distanziert, spätestens aber wenn er seinen Mund öffnet und mit dem Singen beginnt, macht sich eine herrliche Melancholie breit, im positiven Sinne. Ásgeir ist zum dahinschwelgen, träumen und mitleiden und wir sind sicher, auf dem MS Dockville Festival dürften sich zu später Abendstunde, im Schein der untergehenden Sonne, die einen oder anderen im Arm liegen.

(Freitag, 19:40 – 20:30 Uhr, Großschot)

Vaults – Memo an unbekannt

© Eliot Lee Hazel

© Eliot Lee Hazel

Wenn die eindringliche Stimme von Blythe Pepino einsetzt und sich zarte Klänge von Glocken, Geigen und Harfen in das Spektrum von Vaults zu einem großen Ganzen verwirren, beginnt die Ungewissheit. Zu keinem Zeitpunkt kann man so richtig sicher sein, wen man überhaupt vor sich hat. In dem eine Augenblick fühlt sich ihre Musik an, als ob ein guter Freund dir die Hand reicht. Im Nächsten entpuppt sich die Hand als ein schauriges Etwas, welches dich stößt. Du fällst in die Tiefe und kurz, bevor Du krachend aufschlägst, steigt du empor gen Himmel. Das erlebte in Worte zu fassen, ist kaum möglich, der Versuch zum scheitern verdonnert. Es würde sich anfühlen wie Tagebucheinträge Jahrzehnte später wieder zu lesen. Vaults machen theatralischen Pop für den Moment, und zwar in einer Tiefe, die noch lange bestehen bleibt.

(Samstag // 17:50 – 18:40 Uhr, Maschinenraum)

Pool – das fliegende Klassenzimmer

© Pascal Bünning

© Pascal Bünning

Direkt aus einem Hamburger Klassenzimmer kommen Pool. Eine junge Indie-Pop Band die dieses Jahr zu ihrem Jahr erklärt hat und sollten sie das bisher nicht getan haben, so machen wir das nun. Schließlich muss man als Support von Digitalism schon was auf’m Kasten haben, Maflen nicht nur bewegen, sondern sogar mitreißen können. Wenn also Digitalism von dem Plantschbecken überzeugt sind, sollten wir das doch auch. Pool sind eine musikalische Wundertüte, nichts ist plastisch konstruiert oder erzwungen. Die Perfektion liegt buchstäblich in der Unvollkommenheit ihrer Songs. Da klingt durchaus die Stimme mal ein wenig zu hoch oder die Instrumentierung etwas flach, lädt aber daher ungemein zum Mitmachen ein. Pool sind wie du und ich, ganz normale Jungs, die Bock haben, auf dass was sie machen und wenn das alles so improvisiert ist, dann bleibt auch viel mehr Spielraum für das unerwartete bei Liveauftritten.

(Freitag, 17:40 – 18:20 Uhr, Vorschot)


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