Perspektiven: "Freie Fahrt für Europas Leichen!" oder "Erschütternd: Gehen Österreichs Grenzleichen zunehmend fremd?"

 Zahlreich sind die in Schwangau verteilten oder ausliegenden Hochglanzmagazine (darüber hoffentlich mehr in einem späteren Blott). Eines davon kommt aus dem Ausland: der "Reuttener", ein Monatsmagazin der "Kaufmannschaft" des Nordtiroler Ortes Reutte. Schließlich wildert man ökonomisch auch gern bei Nachbarn, genau so wie auch die deutschen Werbezeitschriften im Allgäu, z. B. Griaß di' [hier als 'Mitmachportal' beworben, als Provider für lokale Allgäu-Blogs - hier z. B. die Seite für Schwangau -, doch gibt es auch ein monatlich erscheinendes Printerzeugnis gleichen Namens] oder der Rundblick Allgäu Außerfern (Rundblick-Journal)  das tun.
Heimische Kunden möchte man aber vor fremdländischen Versuchungen schützen. So behauptet der unten abgebildete Werbeartikel eines österreichischen Bestattungsunternehmens aus dem Monatsmagazin "Der Reuttener" (wohl vom Oktober 2010), dass eine Bestattung bzw. Einäscherung (Feuerbestattung, Kremation) in Österreich nicht teurer sei als in Deutschland (Kempten). Im übrigen appelliert er an den Arbeitsplatz-Patriotismus der Tiroler.
Perspektiven:
Eigentlich verstehe ich ja ohnehin nicht, dass sich ein Österreicher bei den Piefkes entsorgen lässt. Schließlich weiß man doch, dass man nur in Österreich "a schene leich werden (und sich darauf sogar mit T-Shirt-Aufdruck  vorbereiten) kann. Wo sonst kann man gemütlich "die Patschn strecken"? (Oder sollte sich diese Variante etwa auf Wien beschränken?)
Aber aus meiner Perspektive als überzeugter Europäer ist ein anderer Aspekt wichtiger: dass man nämlich einen Leichenpass benötigt (engl. Toe tag - es existiert sogar ein Blog namens "toetagdiary"; frz. Laissez-passer mortuaire). Das Googeln nach dem französischen Ausdruck erschließt mir wieder ein weites Feld bürokratischer Sorgfalt; da stolpert man über einen "Accord de Berlin - 1937 - sur le transport international des corps des personnes décédées" und - weil der nicht ausreichte? - einen neueren "Accord de Strasbourg - 26 octobre 1973 - sur le transport international des corps des personnes décédées". Also, da fühle ich mich doch wahrhaft "von guten Mächten wunderbar geborgen", wenn ich sehe, dass auch hier die Bürokratie "ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag". (Das Österreichische Bundesministerium der Finanzen hat dankenswerter Weise eine "Arbeitsrichtlinie Leichentransporte" online gestellt; den Link verdanke ich dem Wikipedia-Stichwort "Sarg".)
Textstand vom 05.01.2011Nichtsdestotrotz betrachte ich es als ein Handelshemmnis (Exporthemmnis) innerhalb der EU (noch schlimmer wäre es natürlich, wenn etwa gar in Deutschland beim "Grenzübertritt" in ein anderes Bundesland ein Leichenpass verlangt würde), dass Leichen für ihre Grenzgänge Gebühren berappen müssen.
Deshalb meine klare Forderung: "Freie Fahrt für freie Leichen in der europäischen Union"!
Textstand vom 05.01.2011

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