Persönliche Gedanken zur Bloggerszene I Teil 2

Den ersten Teil mit meinen persönlichen Gedanken zur Bloggerszene habt ihr wie ich mitbekommen habe mit großem Interesse gelesen. Deshalb möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen und euch nun Teil 2 präsentieren.

Ich führe meine Gedanken zur aktuellen Bloggerszene noch ein bisschen weiter aus und erzähle euch, was mich noch so stört und wie mein Fazit letztendlich zu all dem ausfällt. Also, weiter geht's:

Meine Gedanken zur Bloggerszene

Sind meine Texte noch wichtig?

Was in der aktuellen Bloggerszene meiner Meinung nach auch oft viel zu kurz kommt sind die Blogtexte an sich. Durch Instagram werden „normale" Blogger mit richtiger Website und langen Texten immer weiter zurückgedrängt. So zumindest mein Gefühl. Ich meine, wer interessiert sich denn für meine tollen Blogtexte, in die ich viele Stunden gesteckt habe, bei denen ich mir etwas gedacht habe, wenn er auch einfach nur durch tolle Bilder scrollen kann und dabei direkt 3 Rabatt Codes für verschiedene Produkte bekommt? Richtig, nicht viele Menschen. Leider.

Ich möchte Instagram nicht verfluchen, aber ich muss schon zugeben, dass es mich stört, wie sich das alles entwickelt hat. Als „kleiner" Blogger hat man wirklich fast keine Chance dort groß zu werden und die, die eh schon groß sind, werden einfach immer größer - und ich als „kleiner" Blogger gehe mehr und mehr unter. Dennoch möchte ich mich wie gesagt nicht beschweren, denn ich habe auch mal total gerne Bilder für Instagram gemacht und täglich mit Leidenschaft gepostet. Schade ist eben nur, dass die eigentlichen Blogs und Blogtexte auf den Webseiten selbst untergehen. Viele Leser interessieren sich nur noch für den Rabatt Code, den man schon extra am Ende des Blogposts hinschreibt. Sie überfliegen den Text einfach, für den man sich so angestrengt und in den man so viel Liebe, Zeit und harte Arbeit gesteckt hat. Das kann sehr frustrierend sein - nein, das ist sehr frustrierend. Und auch viele Firmen interessieren sich nicht so für deine Texte, wie du es als Blogger gerne hättest. Sie wissen diese Arbeit gar nicht mehr richtig zu schätzen und lassen dich das beim Honorar auch spüren. Das ist wirklich ätzend. Ich vermisse es, dass meine Texte nicht mehr so sehr geschätzt werden wie früher - von Lesern und Kooperationspartnern - und hoffe, dass sich das wieder ändert. Jedenfalls halte ich daran fest, meinen Texten und meiner gesamten Bloggerarbeit immer sehr viel Bedeutung zuzuschreiben und das auch nach außen zu tragen.

Persönliche Gedanken zur Bloggerszene I Teil 2

Ist der Bloggermarkt überrannt?

Vielleicht bekommt die ganze eigentliche Bloggerarbeit von den Leuten nicht mehr so viel Wichtigkeit zugeschrieben, weil es mittlerweile eine zu große Auswahl gibt. Vielleicht. Ich meine, inzwischen gibt es soooo viele Blogger - und auch viele, die sich einfach mal so als Blogger bezeichnen, auch, wenn sie es gar nicht sind. Der Bloggermarkt ist überrannt. Als ich mit Bloggen angefangen habe, gab es zwar auch schon einige Blogger, aber so ein riesiger Markt war das noch nicht, zumindest in Deutschland.

Plötzlich bloggt einfach jeder und irgendwie nimmt einem das auch manchmal die Lust am Bloggen. Aber wahrscheinlich ist es nicht mal die Tatsache, dass es (zu) viele Blogger gibt, die einem die Lust an dieser Arbeit nimmt, sondern die Tatsache, dass durch viele dieser Blogger das Bloggen einfach nicht mehr ist, was es mal war. Ok, ich rede wie eine, die schon seit 10 Jahren dabei ist, sorry. Das ist natürlich nicht so, aber ich empfinde es eben so. Viele Blogger nehmen sich ja nicht einmal mehr die Zeit mehr als 10 Zeilen für einen Post zu schreiben. Die Werbung steht im Vordergrund und die paar Zeilen werden einfach schnell dazugeschrieben, weil man bei einem Blog ja etwas schreiben muss.

Weil es so viele Blogger gibt, muss man ständig „Hier" schreien und Tag für Tag auf sich aufmerksam machen, damit man überhaupt ein bisschen gehört wird und irgendwer noch auf deine Website kommt. Es ist so viel schwieriger geworden - und das, obwohl es doch sowieso schon nicht gerade einfach ist als Blogger Fuß zu fassen. Das ist ätzend. 'Ne Lösung gibt's dafür wohl eher nicht. Ich sollte wahrscheinlich einfach weiterhin versuchen, so viel Aufmerksamkeit wie nur möglich für mich und meinen Blog zu bekommen, um Leser zu kämpfen und dabei nicht zu nervig werden und authentisch bleiben. Challenge accepted!

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Das Problem mit der Kreativität und dem Feedback

Zum Schluss auch nochmal ein paar Worte an die Leser und Follower da draußen. Blogger zu sein ist nicht immer einfach - oftmals, vor allem, wenn man davon lebt, ist es sogar sehr schwer. Jede Woche muss man sich mehrere Themen aus den Fingern saugen, die neu, spannend, witzig, interessant, ansprechend und was weiß ich nicht noch alles sein sollen. Und das macht die meiste Zeit auch total Spaß. Man kann kreativ sein, sich in unbekannte coole Themen einlesen und viel erfahren und so weiter und so fort. Manchmal ist da aber einfach nichts, was man sich aus den Fingern saugen kann. Der Kopf ist manchmal einfach nur leer, die Kreativität dahin und man weiß einfach nicht, über was man noch schreiben soll. So war es ja auch in letzter Zeit bei mir. Die Sache an sich nervt einen total und man ist echt verzweifelt.

Was einen dann aber noch viel mehr nerven kann, ist das fehlende Feedback der Leser und Follower. Ich habe das nun auch wieder erfahren müssen und ehrlich gesagt macht mich das manchmal ganz schön wütend. Man möchte so gerne gute Inhalte für all die Leser und Follower schreiben und posten, hat aber gerade einfach ein kreatives Tief und weiß absolut kein neues Thema für einen neuen Blogpost. Also wendet man sich an die, für die man das macht. Das dachte ich mir ja vor ein paar Tagen auch. Ich habe in Facebook meinen Followern geschrieben und in viele Facebook-Gruppen gepostet, in denen sich auch Leser meines Blogs befinden. Ich habe erzählt, wie es gerade bei mir aussieht und sie gefragt, was sie den gerne lesen würden, für welche Themen sie sich interessieren und was sie von einem Lifestyle Blog erwarten. Klar, ich brauchte ein Thema für einen neuen Blogpost, aber ich wollte eben nicht einfach irgendwas schreiben, sondern etwas, für das sich meine Leser dann auch interessieren. Schließlich richten sich meine Texte ja an sie. Natürlich hätte ich dabei auch niemals meine eigenen Interessen ignoriert. Hätte ein vorgeschlagenes Thema gar nicht zu mir gepasst, hätte ich es nicht verwendet. Das Problem war: Es kam nichts. Es gab fast kein Feedback. Es kamen wirklich nur zwei, drei Vorschläge. Das war's. Ich war traurig, dass sich manche Menschen nicht eine Minute Zeit nehmen, um mir Feedback zu geben. Klar, es ist mein Blog und mein Problem und ich frage ja auch nicht ständig nach. (Das machen manch andere Blogger übrigens.) Aber ganz selten brauche auch ich einfach ein bisschen Unterstützung. Ich hoffe, dass der Post einfach nur zur falschen Zeit kam oder es an zu wenig Followern lag und dass das in Zukunft vielleicht anders sein wird. Ich hoffe es sehr.

Denn liebe Leser, wir Blogger möchten euch miteinbeziehen und euch den Content bieten, den ihr euch wünscht, der euch interessiert und den ihr gerne lest. Alles andere macht einfach keinen Sinn. Und ja, manchmal stecken wir auch einfach nur in einem kreativen Loch und freuen uns über eine tolle Idee. Danke!

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Scheiß drauf - ich mach weiter!

Auch, wenn einiges in der aktuellen Bloggerszene negativ ist, versuche ich dennoch, alles nicht zu schlimm zu sehen und nicht allzu viel zu meckern. Ok, in diesem Beitrag habe ich wirklich viel gemeckert. Manchmal muss es eben mal raus und so lange sich das nicht zu sehr häuft, denke ich, ist das ok. Ich gelobe Besserung.

Ich arbeite an den Dingen, an denen ich arbeiten kann und ansonsten werden wir einfach sehen, wie sich der Bloggermarkt weiterentwickelt. Ich werde mitschwimmen und hier und da auch mal gegen den Strom. Ich werde natürlich beim Bloggen bleiben, weil ich mir mit meinem Blog so viel aufgebaut habe und ich diesen Blog einfach liebe. Punkt.

P.S. Außerdem gibt es in der Bloggerszene auch viele richtig tolle Blogger, die authentisch und ehrlich sind und das auch zu genügend mit tollen Texten beweisen, die aus mehr als nur zwei oder drei Zeilen bestehen. Und die liebe ich ebenso!


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