Peanutbutter-Oreo-Cheesecake

Manchmal frage ich mich, warum ich mir das Bloggen überhaupt antue. Genauer gesagt so etwa alle zwei bis drei Monate. Ganz besonders an so wunderschönen Tagen wie heute, an denen ich gerne Faulenzen möchte, aber eigentlich noch einen Blogartikel schreiben sollte.

Peanutbutter-Oreo-Cheesecake

Meine Familie ist diesbezüglich leider keine große Hilfe. Meine regelmäßigen Blog-Zweifel werden schon lange nicht mehr ernst genommen; die sind mittlerweile eher ein Running Gag. Wenn ich – wie letzten Sonntag am Vormittag – ankündige, dass ich mit dem Bloggen aufhöre, kommt höchstens ein „Ah, schon wieder“ zurück. Heute gefolgt von dem Kommentar: „Komm, wir gehen auf den Flohmarkt. Vielleicht finden wir ja ein altes Kochbuch. Für den Blog, mit dem du aufgehört hast.“

Jede Menge solche sarkastisch-trockenen Kommentare bekomme ich zu hören. Ich: „Ich muss noch einen Beitrag über den Erdnussbutter-Cheesecake schreiben!“ Der Sohn: „Für den Blog, den du vor einem Jahr beendet hast?“

Oder: „Für jemanden, der keinen Blog hat, machst du aber ziemliche viele Fotos von deinen Kuchen.“

Oder, wenn ich mich über nette Kommentare auf dem Blog oder besonders viele Aufrufe freue: „Nicht schlecht für jemanden, der keinen Blog hat.“ Ihr seht, ich hab‘s nicht leicht!

Peanutbutter-Oreo-Cheesecake

Ich kann auch wirklich nicht beantworten, warum ich weiterhin blogge. Für ein entspanntes Hobby ist das Bloggen mittlerweile viel zu zeitintensiv geworden. Zum Beruf möchte ich das Bloggen aber auch nicht machen. Ein lockerer Job mit gutem Einkommen, so wie sich das anscheinend viele vorstellen, ist Bloggen nämlich auf keinen Fall! Ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich ohne Leidenschaft für‘s Backen schon längst aufgehört hätte. So viel Aufwand, Zeit und Kosten, das geht nur mit Liebe zum Thema!

Peanutbutter-Oreo-Cheesecake

Ich könnte noch viel mehr über das Bloggen schreiben, lasse es aber lieber sein. Ich komme endlich zum Rezept, zum Peanutbutter-Oreo-Cheesecake. Ich habe das Rezept auf dem Blog paulasfrauchen.blogspot.com entdeckt und ein bisschen verändert; hier der Link zum Rezept. Der Name ist Programm: Der Peanutbutter-Oreo-Cheesecake hat einen Oreo-Boden, und in jeder einzelnen Schicht stecken Erdnüsse oder Erdnussbutter. Im Boden, in der Cheesecake-Füllung, in der Schokoglasur. Und in der Dekoration natürlich!

Peanutbutter-Oreo-Cheesecake

Die Zubereitung des Peanutbutter-Oreo-Cheesecakes ist, wie bei den meisten Cheesecakes, sehr einfach. Für den Boden werden die Oreos mit Erdnüssen im Mixer/Blitzhacker vermahlen, mit etwas Butter gemischt und gebacken. Die Cheesecake Füllung wird mit dem Handmixer zusammengerührt und auf den abgekühlten Boden gegeben, dann wird alles gebacken, bis der Cheesecake in der Mitte noch etwas wackelig ist. Der Cheesecake bleibt noch in bisschen im ausgeschalteten Ofen, dann kommt er raus und darf kühlen, erst bei Zimmertemperatur, dann im Kühlschrank.

Auf den gut gekühlten Cheesecake kommt nun eine leckere Schoko-Erdnuss-Glasur. Risse im Cheesecake, die manchmal beim Abkühlen entstehen, sind bei diesem Cheesecake also kein Problem; die Glasur verdeckt alle Risse. Sehr praktisch!

Wer möchte, lässt es hier gut sein und genießt den Peanutbutter-Oreo-Cheesecake einfach so, ohne Dekoration. Er schmeckt, versprochen!

Ich wollte allerdings unbedingt eine Dekoration, und zwar eine Dekoration aus karamellisierten Erdnüssen. Meine liebe Bloggerfreundin Maren vom Blog Malus Köstlichkeiten hat vor einiger Zeit sogenannte Merveilleux gezaubert. Ich habe sie nachgebacken – die Dinger sind ein himmlischer, luftig-knackig-süßer Traum! Schaut einfach mal rein bei Maren und schaut euch um; auf ihrem Blog findet ihr herrlichste Patisserie-Kreationen aller Art!

Peanutbutter-Oreo-Cheesecake

Zurück zu den Merveilleux: Maren dekoriert sie mit karamellisierten Erdnüssen, und diese süß-salzigen karamellisierten Erdnüsse schmecken fantastisch. Absolut süchtig-machend. Ich habe den Peanutbutter-Oreo-Cheesecake damit verziert. Wenn schon, denn schon!

Ihr könnt euch ja denken, dass der Peanutbutter-Oreo-Cheesecake kein Diätkuchen ist. Da ist nix mit Low Carb oder Raw oder zuckerreduziert, ganz im Gegenteil. Der Cheesecake ist wirklich üppig! Für Feste und Feiern und Kuchennachmittage mit viele Gästen ist er damit perfekt. Da geht garantiert jeder satt und zufrieden heim! Und ihr seid damit die besten GastgeberInnen ever (naja, mehr geht immer 😉 )!

Peanutbutter-Oreo-Cheesecake

Peanutbutter-Oreo-Cheesecake

  • Portionen: 1 Springform mit 24 cm Durchmesser
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Zutaten
Boden
150 g Oreo-Kekse
30 g Butter (laktosefrei, wenn du sehr empfindlich bist)
100 g geröstete, gesalzene Erdnüsse

Cheesecake-Füllung
600 g Frischkäse, laktosefrei
150 g Erdnussbutter, creamy oder crunchy
110 g brauner Zucker
140 g Zucker
1 TL Vanillepaste oder Vanilleessenz
3 Eier
175 ml Schlagrahm, laktosefrei

Glasur
170 g dunkle Schokolade, laktosefrei (ich: Lindt 70 %, mild)
1 EL Erdnussbutter, wenn möglich creamy

Dekoration: Karamellisierte Erdnüsse (optional)
75 g geröstete, gesalzene Erdnüsse
45 g Zucker
15 ml Wasser

1. Backrohr vorheizen auf 175° C Ober-/Unterhitze. Backpapier auf den Boden der Springform legen und beim Schließen der Form einspannen.
2. Die Oreo-Kekse grob hacken, dann zusammen mit den Erdnüssen im Blitzhacker fein zermahlen. Die Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Die gemahlene Oreo-Erdnuss-Mischung dazu geben und gut vermischen. Alles auf dem Boden der Springform verteilen und mit den Fingern oder der Rückseite eines Löffels festdrücken. Im Backrohr 10 Minuten backen, dann herausnehmen und auskühlen lassen.
3. Das Backrohr auf 150° C Ober-/Unterhitze zurückschalten.
4. Den Frischkäse mit der Erdnussbutter mit dem Handmixer verrühren. Zucker, braunen Zucker und Vanillepaste/Vanilleessenz dazu geben und unterrühren. Die Eier einzeln dazu geben und jeweils gut unterrühren; dabei darauf achten, dass nicht zu viel Luft in die Füllung kommt. Sie sollte nicht schaumig werden. Den Schlagrahm dazu geben und unterrühren.
5. Die Cheesecake-Füllung auf den ausgekühlten Boden geben und glattstreichen. Den Cheesecake im Backrohr auf der unteren Schiene ca. 70-85 Minuten backen. Er sollte in der Mitte gerade so fest sein. Das Backrohr ausschalten. Die Tür einen Spalt breit öffnen, einen Kochlöffel in die Tür stecken und die Tür damit offenhalten. Den Cheesecake 20 Minuten im Backrohr auskühlen lassen, dann aus dem Rohr nehmen und bei Zimmertemperatur komplett abkühlen lassen. Anschließend 4 Stunden oder länger im Kühlschrank kühlen.
6. Während der Cheesecake kühlt, die karamellisierten Erdnüsse vorbereiten (falls gewünscht). Dafür die Erdnüsse hacken. Zucker und Wasser in einen großen Topf oder eine große Pfanne geben und zum Kochen bringen. Die Erdnüsse dazu geben und rühren, rühren, rühren, bis sie goldgelb karamellisiert sind. Die Erdnüsse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gießen und gleichmäßig verteilen. Auskühlen lassen. Wenn die Erdnüsse zu stark zusammenkleben, trennt ihr sie vorsichtig mit den Fingern oder rollt evtl. mit einem Nudelholz mit nicht zu viel Druck darüber. Die karamellisierten Erdnüsse in einem sauberen Glas luftdicht aufbewahren.
7. Fertigstellung:
Die Schokolade klein hacken und zusammen mit der Erdnussbutter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze unter Rühren zu einer glatten Flüssigkeit schmelzen. Den Cheesecake aus dem Kühlschrank holen, den Rand der Springform entfernen und den Cheesecake auf eine Tortenplatte setzen. Die Schokoladeglasur darüber geben und mit einer Palette oder der Rückseite eines Messers glattstreichen. Die Glasur etwas fest werden lassen. Den Cheesecake entweder komplett mit karamellisierten Erdnüssen bestreuen oder die Erdnüsse wie ich in einem Muster aufstreuen: Die Tochter hielt als Schablone zwei Schneidbretter über den Cheesecake und ich streute durch den Spalt zwischen den Schneidbrettern die karamellisierten Erdnüsse in einer Art Streifenmuster auf.

Peanutbutter-Oreo-Cheesecake


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