Patchett, Ann: Die Taufe

Rezension Ann Patchett - Die Taufe

Klappentext:

Wäre Bert Cousins nicht uneingeladen auf der Taufe von Franny Keating erschienen, all das wäre nicht passiert. Aber noch bevor der Abend hereinbricht, haben er und Frannys Mutter sich geküsst und damit das Ende ihrer jeweiligen Ehe eingeläutet - und beide Familien für immer miteinander verbunden. Die Keating- und Cousinskinder werden zukünftig die Sommer gemeinsam in Virginia verbringen. Sie schmieden über die Jahre ein dauerhaftes Bündnis, sowohl aus Enttäuschung über die eigenen Eltern, als auch aus echter, stetig wachsender Zuneigung. Bis es zwanzig Jahre danach ein neues Familiendrama gibt: „Täufling" Franny hat eine Affäre mit einem berühmten Schriftsteller. Sie erzählt ihm die Keating-Cousins-Story, und plötzlich wird ihrer aller Kindheit die Grundlage für einen unglaublich erfolgreichen Roman. Die unerwünschte Öffentlichkeit zwingt die Geschwister, sich ganz neu mit ihren Verlusten, ihren Schuldgefühlen und ihrer Loyalität auseinanderzusetzen.

Patchett, Ann: Die Taufe Meinung:

Mit der Taufe der kleinen Francis fing alles an. Familien zerbrachen und wurden durcheinander gewürfelt. Und die Kinder beider Familien waren gezwungen, die Sommerferien gemeinsam zu verbringen. Doch so unterschiedlich die Kinder auch waren, die Sommer entpuppten sich zu Momenten voller Freiheit, bis ein tragisches Unglück geschah und die gemeinsame Zeit ein Ende fand. Jahre später feiert der Roman „Die Taufe" einen sensationellen Erfolg. Und er greift genau die Ereignisse auf, die damals in der Kindheit vorfielen. Doch nicht alle sind mit der Veröffentlichung des Buchs so einverstanden. Und so stellt sich die Frage, wer hat das Recht auf eine Geschichte?

Die Taufe ist ein Roman, der mir auf der einen Seite mit seinem sehr einnehmenden Erzählstil gut gefallen hat und mich richtig an das Buch fesseln konnte, auf der anderen Seite aber immer wieder verwirrt hat, denn die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt. Die Zeiten wechseln zwischen den Kapiteln und es dauerte immer seine Zeit, bis ich in die jeweilige Zeitebene hinein eingefunden hatte. Jedes neues Kapitel bangte ich daher, in welchem Zeitraum ich mich jetzt befinde und fühlte mich zwischendurch doch etwas abgeschreckt vom Roman. Das lag aber auch daran, dass es sich oft so anfühlte, als ob nicht wirklich viel passiert im Buch. Denn die Autorin legt ihren Fokus auf die Protagonisten, weniger auf die Handlung.

So lernt mal also nach und nach Franny, Albie und Co. kennen, liest, was sie bewegt und wie es ihnen ergeht und kommt so nach und nach den Ereignissen des verhängnisvollen Sommers auf die Spur. Dieser Roman ist voller menschlicher Momente und vor allem menschlicher Fehler, niemand ist hier perfekt und Ann Patchett beschreibst hier sehr schön, wie sich Entscheidungen auf das Leben anderer Menschen auswirken.

Fazit:

Die Taufe ist ein sprachlich tolles Buch, inhaltlich hat es mich aber nicht ganz überzeugen können, da mir die Handlung manchmal zu schleppend verlief. Auch die Sprünge in den Zeitebenen haben für Verwirrung gesorgt. Dafür punktet das Buch mit seinen Protagonisten und den sich daraus ergebenden Konstellationen.

Von mir gibt es 3 von 5 Punkten. Patchett, Ann: Die Taufe Preis

Gebunden: 22,00 Euro

Verlag: Berlin Verlag
ISBN: 978-3-8270-1344-6
Seitenzahl: 400
Übersetzer: Ulrike Thiesmeyer

Vielen Dank an den Berlin Verlag für das Rezensionsexemplar.

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