Pädagogischer Dienstag: „Gegen die Schule sein ist billig“ sagt Jesper Juul

Von Perfektwir

Ein Interview mit Jesper Juul aus dem Jahr 2012, heute beworben auf der Facebook-Seite von familylab.de:

derStandard.at: „Gegen die Schule sein ist billig“

Einige meiner Lieblingspassagen aus dem Interview:

Kinder müssen wissen, dass dort eine ganz andere Kultur herrscht, dass es dort andere Menschen und Regeln gibt und dass sie manche davon vielleicht lustig oder komisch finden werden.

Eltern können ihren Kindern ruhig sagen: Du wirst die Schule nicht immer mögen. Aber du musst da jetzt hin, und du schaffst das.

Man kann als Lehrer ruhig sagen: Wir sind hier ein bisschen komisch, bei uns müsst ihr still sitzen.

Wenn Kinder in die Schule kommen und erleben, dass sie dort respektiert, gesehen und ernst genommen werden – dann akzeptieren sie alle Regeln. Egal, ob diese Regeln dumm oder vernünftig sind. Denn für Kinder ist die Schule eine sehr persönliche Angelegenheit. Die Beziehung zum Lehrer hat massiven Einfluss auf ihre Lebensqualität, denn sie verbringen viel Zeit in der Schule.

Die billige Haltung der Eltern, gegen die Schule zu sein, ist unheimlich unangenehm für die Kinder. Die erleben das überhaupt nicht als Solidarität. Die Entscheidung bei Eltern ist nicht: für das Kind oder für die Schule. Es geht darum, dass die Beziehung zwischen dem Kind und dem Lehrer oder der Lehrerin manchmal Hilfe und Anregung braucht. Das ist der Job der Eltern.

Einmal mehr: Elternsein ist ein anspruchsvoller und extrem spannender Job!