Outdoorkleidung - warum?

Von Sandra Westenhöfer-Grammeth @campingchecker

Das sonnige Wetter macht Lust auf Urlaub und die ersten Campingtouren werden eifrig geplant. Wie immer steht man vor seinem Kleiderschrank und überlegt: Welche Kleidungsstücke braucht man tatsächlich beim Camping - und welche können getrost zu Hause gelassen werden?

Spezielle Outdoorkleidung - wirklich nötig?


Natürlich gibt es einen Unterschied, ob man mit dem Wohnwagen oder mit dem Zelt verreist oder sogar als Rucksacktourist unterwegs ist. Im Wohnwagen oder Reisemobil lässt sich eine größere Menge Kleidung verstauen als in der Tasche auf dem Rücken. Und im Prinzip kann man ja alles anziehen und mitnehmen, was man auch im Alltag trägt - aber...

Aber egal, ob mit festem Wägelchen oder fernab der Routen im Trekkingzelt - wir verbringen üblicherweise viel mehr Zeit im Freien im Campingurlaub als zu Hause. Mit Kleidung, die an diese veränderten Verhältnisse angepasst sind, macht der Urlaub dann auch gleich mehr Spaß.

Mit spezieller Outdoorkleidung spart man außerdem noch Gewicht und Platz, denn meist sind diese Kleidungsstücke viel leichter als gewöhnliche Kleidung und durch ihren vielfältigen Einsatz und ihre Pflegeleichtigkeit muss man auch nicht zu viel Klamotten mitschleppen.

Outdoorkleidung am Beispiel Fleece


Was wahrscheinlich mittlerweile fast jeder - egal ob Outdoor-Freak oder nicht - im Schrank liegen hat, sind Fleecepullis oder Fleecejacken, von zum Beispiel. Fleece ist eine synthetisch hergestellte Wolle, die mit einigen Vorteilen aufwarten kann.

So ist Fleece

  • sehr robust und widerstandsfähig und somit langlebig,
  • knitter- und damit bügelfrei
  • elastisch
  • atmungsaktiv
  • pflegeleicht
  • schnell trocknend
  • sehr leicht
  • wärmend
  • und im Gegensatz zu Wolle sehr weich und angenehm auf der Haut.

Nachteilig ist jedoch, dass Fleece weder wasser- noch winddicht ist. Bei Regen oder starkem Wind nützt eine Fleecejacke dann nichts - oder doch?

Mit der Zwiebel-Taktik bestens gerüstet


Mitnichten. Eine Fleecejacke ist ein Multitalent, denn sie kann man nicht nur als einzelne Jacke tragen, sondern auch unter einer Jacke, sozusagen als eine Art Innenfutter. 'Midlayer' nennt sich die moderne Variante des Zwiebelprinzips.

Als Jacke für obendrüber eignen sich hervorragend sogenannte Softshell-Jacken (leichte Windjacken) oder Hardshell-Jacken (Wetterschutzjacken). Mit diesen 3 Jackenarten im Gepäck ist man eigentlich bereits bestens gerüstet für alle Wetterlagen. Wer in kältere Regionen fährt, ist mit einer Daunenjacke on top bestens bedient - diese wirkt besonders isolierend, ist aber für den Sommerurlaub nicht unbedingt nötig (hoffen wir jedenfalls).

Wäsche waschen unterwegs


Sicherlich muss auch die funktionalste Wäsche irgendwann einmal gereinigt werden. Da Outdoorkleidung in der Regel schnell trocknet, ist eine Handwäsche und das Aufhängen der Kleidung auf einer selbst gespannten Leine durchaus möglich. Bei schlechtem Wetter trocknet jedoch auch die beste Outdoorkleidung nicht.

Alternative: Auf fast allen Campingplätzen werden mittlerweile - gegen Gebühr - Waschmaschinen und Trockner bereitgestellt, oft sogar gute Industriemaschinen mit hohem Fassungsvermögen und schneller Durchlaufzeit. Da kann man schon mal innerhalb von 1 bis 2 Stunden seine komplette Wäsche gereinigt und getrocknet haben. Es lohnt sich also durchaus auch mal als Backpacker, auf einem Campingplatz aufzuschlagen.