Otavalo: Im Bus beklaut

In Otavalo, einer kleineren Stadt etwa drei Busstunden nördlich von Quito findet jeweils Samstags ein grosser Kunsthandwerksmarkt statt. Da wir den sehen wollten, die momentane Planung es aber nicht vorsah, dort an einem Freitag oder Samstag anzukommen, stiegen Martina und ich gestern Nachmittag in einen Bus mit dem Ziel Otavalo. Während der Fahrt geschah nichts aufregendes, wir schauten Filme und das war's denn auch schon. In Otavalo angekommen, fanden wir bald ein günstiges Hostal, wo wir uns einquartierten. Unangenehme Überraschung für Martina, als sie ihr Portemonnaie herausnahm, um zu bezahlen. Ihr gesammtes Geld sowie ihre Kreditkarte waren verschwunden, was blieb waren einige Quittungen und ihre EC-Karte. Wir waren beide ziemlich platt, sie hatte während der Reise ihren Rucksack nie alleine gelassen, im Bus hatte sie ihn zwischen ihren Beinen am Boden stehen. Und doch, das Geld und die Karte waren eindeutig weg. Sie suchte natürlich ihren Rucksack ab, obwohl sie sicher war, dass sich die Sachen in der Brieftasche befunden hatten. In Quito, auf dem Weg von der Busstation zum Terminal Norte, wo die Langstreckenbusse fahren, hatte sie das Taxi bezahlt, da war das Geld noch da. Konkret heisst das, jemand hat es im Bus von Quito nach Otavalo geschafft, ihren Rucksack, der sich ja zwischen ihren Füssen befand, zu öffen, das Portemonnaie herauszunehmen, den Inhalt durchzusehen und die Noten zwischen den Quittungen herauszupicken, die Kreditkarte als potenziell nützlich, die EC-Karte als unnütz zu qualifizieren, und das geleerte Portemonnaie dann wieder zurückzulegen und den Reissverschluss zu schliessen. Wie derjenige das fertiggebracht hatte, ohne dabei gesehen zu werden, ist uns ein absolutes Rätsel. Aber die Tatsache war klar, also führte Martinas erster Weg in Otavalo ins Internet-Café um die Nummer für Kartensperrungen herauszusuchen und anschliessend zu einem Locutorio um die Karte sperren zu lassen. Schlechter Start in der eigentlich hübschen und sympathischen Stadt.

Otavalo: Im Bus beklaut

Aussicht von der Terrasse des Hostals Copacabana.


Heute Morgen sind wir relativ früh aufgestanden, da der Markt gemäss Reiseführer um 7 Uhr beginnt und wir uns lieber ohne hunderten anderen Touris umschauten. Es war um diese Zeit ausser uns denn auch kaum jemand unterwegs, ein Grossteil der Verkäufer war gerade mal dabei, ihre Stände aufzustellen und ihre Waren auszulegen. Es gab aber trotzdem schon jede Menge interessante und schöne Sachen zu sehen, von Flöten über alle möglichen Halstücher, Taschen, Tischtücher, Gürtel, Jacken und Pullis aus Alpakawolle, Schmuck, bunte Hosen, wie wir sie schon in Uyuni in Bolivien gesehen hatten und natürlich noch unendliche Dinge mehr.

Otavalo: Im Bus beklaut

Bunte Tücher und Taschen.


Und sobald man bei einem Stand stehen blieb und Interesse für irgendetwas zeigte, so stand meistens auch gleich jemand zur Stellt, der einem auf verschiedene Farben, Modelle und Grössen hinwies. Und da es noch früh war, wurde uns meistens auch ein Rabatt für "Primera Venta", das erste Geschäft des Tages, angeboten.

Otavalo: Im Bus beklaut

Taschen, Mützen etc.


Nach ein paar Stunden Marktbesichtigung und ein paar Preisverhandlungen tauchten langsam weitere Gringos auf. Da es inzwischen leicht regnete und wir hungrig wurden, verzogen wir uns in ein Café um etwas zu essen. Anschliessend, inzwischen ging es gegen 11 Uhr zu, kehrten wir zum Hostal zurück, holten unsere Sachen und spazierten zum Bus Terminal, wo wir auch gleich ein Bus nach Quito fanden. Die Rückreise war noch ereignisloser als die Hinreise und wir hüteten unsere Rucksäcke diesmal mit mehr Aufmerksamkeit.

Otavalo: Im Bus beklaut

Schmuck aus Samen, Samenhülsen und Kokosschalen.


In Otavalo ist mir aufgefallen, dass viele Frauen und Mädchen, jedoch keine Männer, ihre traditionellen Indígena-Trachten trugen, ähnlich denen, die wir schon in Saraguro gesehen hatten. Dort hatte die "Kleider Ordnung" jedoch auch für Männer gegolten. Keine Ahnung, was die Leute in gewissen, meist sehr begrenzen Regionen dazu bringt, sich traditionell zu kleiden, ein paar Kilometer weiter jedoch schon nicht mehr.

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