Ostern? Zum Henker!


Ostern? Zum Henker! Ostern? Zum Henker!Österlichen Geistes war dieser Ausflug nach Basel-Landschaft nun nicht. Aber das Henkermuseum in Sissach hat bloss jeden ersten und dritten Sonntag im Monat offen, ich wollte es schon lange besuchen, vorgestern passte. Und also fuhr ich hin und beschaute mir das Folter- und Hinrichtungsgerät auf drei Etagen, zusammengetragen vom Museumsgründer und -leiter Guido Varesi, der ein Tattoo-Studio betreibt und ansonsten allerlei Flohmärkte abklappert, um neue Dinge für sein Museum aufzutreiben: eine zusätzliche Guillotinenklinge, ein weiteres Richtschwert, eine neue Variation der Mundbirne. Schummrig beleuchtet ist das Museum, auf gothic getrimmt, und es ist stilecht im alten Gefängnis untergebracht. Muss man es kennen? Nicht unbedingt. Doch interessant ist das schon. Und als ich mir später im nahen Café Sissach mit einer Crèmeschnitte aufsüsste, dachte ich, dass die Tage der Folter ja beileibe nicht vorbei sind. Das Thema bleibt aktuell.

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