Einen „orthopädischen Bürostuhl“ im strengen Sinn gibt es nicht: Der Begriff ist nicht geschützt und sagt für sich genommen nichts über die Qualität aus. Worauf es ankommt, ist ein Stuhl, den du genau an deinen Körper anpassen kannst und der Bewegung zulässt. Achte vor allem auf eine passende Sitzhöhe, eine verstellbare Sitztiefe, eine Lordosenstütze, eine Mechanik mit einstellbarem Gegendruck und verstellbare Armlehnen. Hier erfährst du, was die einzelnen Funktionen bringen, welche Norm dahintersteckt, wie du Stuhl und Schreibtisch richtig einstellst und welche fünf Modelle bekannter Hersteller eine Orientierung bieten.
Das Wichtigste in Kürze
- „Orthopädisch“ ist bei Bürostühlen kein geschützter Begriff. Gemeint ist meist ein ergonomischer Stuhl mit vielen Einstellmöglichkeiten.
- Wichtiger als der Name sind Sitzhöhe, Sitztiefe, Lordosenstütze, eine Mechanik mit Gewichtseinstellung und verstellbare Armlehnen.
- Die Norm DIN EN 1335 regelt Maße, Sicherheit und Prüfverfahren für Büroarbeitsstühle. Sie ist in der Regel auf ein Körpergewicht bis 110 kg ausgelegt.
- Kein Stuhl ersetzt Bewegung: Wechsle regelmäßig die Haltung, steh zwischendurch auf und plane Bewegungspausen ein.
- Bei anhaltenden oder starken Rückenbeschwerden gehört die Abklärung in ärztliche Hände. Ein Stuhl ist kein Therapieersatz.
Was bedeutet „orthopädischer Bürostuhl“?
Im Handel wird „orthopädisch“ gern als Verkaufsargument verwendet. Eine rechtlich festgelegte Definition oder eine Zulassung, die ein Hersteller für diese Bezeichnung braucht, gibt es nicht. In der Praxis ist der Ausdruck umgangssprachlich und meint fast immer einen ergonomischen Bürostuhl, also einen Stuhl, der sich in vielen Punkten an Körpergröße, Gewicht und Sitzgewohnheiten anpassen lässt.
Davon zu unterscheiden sind individuell angepasste Spezialstühle für Menschen mit bestimmten Erkrankungen, etwa mit geteilter Sitzfläche oder besonderen Polstern. Solche Stühle werden meist im Fachhandel nach ärztlicher Empfehlung ausgewählt und angepasst. Für die meisten Menschen, die viel am Schreibtisch arbeiten, ist dagegen ein gut einstellbarer ergonomischer Stuhl die richtige Wahl.
Eine Orientierung können Prüfzeichen geben. Das AGR-Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken e. V. wird zum Beispiel nach einer Prüfung durch ein unabhängiges Gremium aus Medizinern und Therapeuten vergeben und ist befristet. Ein Siegel ersetzt aber nicht das Probesitzen und die richtige Einstellung. Auch ein ausgezeichneter Stuhl bringt wenig, wenn er nicht zu deinem Körper passt.
Was ein guter Stuhl leisten kann und was nicht
Ein ergonomischer Bürostuhl soll dich beim Sitzen gut abstützen, einseitige Belastungen verringern und Haltungswechsel erleichtern. Er kann damit zu einem angenehmeren Arbeitsalltag beitragen. Ein Heilmittel gegen Rückenschmerzen ist er nicht. Rückenbeschwerden haben viele mögliche Ursachen, von Bewegungsmangel über Stress bis hin zu Erkrankungen, die ärztlich behandelt werden müssen.
Wenn du bereits Beschwerden hast, sprich deshalb zuerst mit deiner Hausärztin, deinem Hausarzt oder einer orthopädischen Praxis. Dort lässt sich klären, ob bestimmte Stuhlfunktionen für dich sinnvoll sind, etwa eine besonders ausgeprägte Lordosenstütze oder eine geteilte Sitzfläche. Sofort ärztlich abklären lassen solltest du starke oder plötzlich einsetzende Schmerzen, Schmerzen, die ins Bein ausstrahlen, sowie Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen.
Wer viele Stunden am Schreibtisch verbringt, profitiert von einem Stuhl, der sich genau einstellen lässt.
Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten
Je mehr sich ein Stuhl verstellen lässt, desto besser kannst du ihn an deinen Körper anpassen. Diese Einstellungen sind die wichtigsten.
Sitzhöhe
Die Sitzhöhe wird über eine Gasfeder stufenlos eingestellt. Richtig ist sie, wenn deine Füße flach auf dem Boden stehen und Ober- und Unterschenkel mindestens einen rechten Winkel bilden. Die Sitzfläche liegt dann ungefähr auf Kniehöhe. Arbeitsschutz-Empfehlungen nennen für Büroarbeitsstühle einen stufenlosen Verstellbereich von etwa 40 bis 51 cm. Sehr kleine oder sehr große Menschen sollten prüfen, ob der Bereich des Wunschmodells zu ihnen passt. Ist der Tisch zu hoch und lässt sich nicht verstellen, hilft eine Fußstütze.
Sitztiefe
Die Sitztiefe wird oft unterschätzt. Setz dich ganz nach hinten, sodass dein Rücken die Lehne berührt. Zwischen Kniekehle und Vorderkante der Sitzfläche sollten dann etwa zwei bis drei Finger oder eine Handbreit Platz bleiben. Ist die Sitzfläche zu tief, rutschst du nach vorn und verlierst den Kontakt zur Lehne. Ist sie zu kurz, liegen die Oberschenkel nur teilweise auf. Eine Sitztiefenverstellung, oft als Schiebesitz bezeichnet, ist deshalb besonders für sehr große oder kleine Menschen wichtig.
Lordosenstütze
Die Lordosenstütze ist eine Wölbung im unteren Bereich der Rückenlehne. Sie soll die Lendenwirbelsäule in ihrer natürlichen, leicht nach vorn gewölbten Form abstützen. Damit sie an der richtigen Stelle sitzt, sollte sie höhenverstellbar sein. Bei manchen Stühlen lässt sich zusätzlich die Tiefe, also die Stärke der Wölbung, einstellen. Die Stütze gehört etwa auf Höhe der Gürtellinie.
Rückenlehne und Mechanik
Die Rückenlehne sollte mindestens bis zur Mitte der Schulterblätter reichen und beim Zurücklehnen mitgehen. Wie sie das tut, bestimmt die Mechanik:
- Permanentkontakt: Die Lehne folgt dem Oberkörper und stützt den Rücken in jeder Position. Diese einfache Lösung findet sich vor allem bei günstigeren Stühlen.
- Synchronmechanik: Sitzfläche und Rückenlehne neigen sich gekoppelt in einem festen Verhältnis, häufig etwa 1:2,5. Neigt sich der Sitz um 10 Grad, geht die Lehne um rund 25 Grad nach hinten. So bleiben Rücken und Oberschenkel gut abgestützt, während du dich zurücklehnst.
- Wippmechanik: Der ganze Sitz kippt als Einheit nach hinten. Das ist bequem zum Entspannen, kann aber die Oberschenkel anheben und ist für die Arbeit am Schreibtisch weniger geeignet.
Wichtig ist die Gewichtseinstellung. Mit ihr regelst du, wie stark die Lehne gegenhält. Ist der Gegendruck zu gering, kippst du beim Anlehnen nach hinten. Ist er zu hoch, drückt die Lehne dich nach vorn. Manche Stühle stellen den Gegendruck automatisch nach dem Körpergewicht ein. Eine Arretierung erlaubt es, die Lehne in einer Position festzustellen, etwa beim konzentrierten Tippen.
Armlehnen
Armlehnen entlasten Schultern und Nacken, allerdings nur, wenn sie auf der richtigen Höhe sind. Stell sie so ein, dass deine Unterarme locker aufliegen, die Schultern nicht hochgezogen sind und Ober- und Unterarm etwa einen rechten Winkel bilden. Die Armlehnen sollten dann ungefähr auf Höhe der Tischplatte liegen. Einfache Armlehnen lassen sich nur in der Höhe verstellen. Bei 3D- oder 4D-Armlehnen kannst du zusätzlich Breite, Tiefe und teilweise den Winkel anpassen. Lassen sie sich nicht tief genug stellen, stoßen sie an die Tischkante und du sitzt zu weit vom Tisch entfernt.
Kopfstütze
Eine Kopfstütze ist kein Pflichtbestandteil. Nützlich ist sie vor allem, wenn du dich häufig zurücklehnst, etwa beim Telefonieren, Lesen oder in kurzen Pausen. Dann kann sie Kopf und Nacken abstützen. Wenn du dich für ein Modell mit Kopfstütze entscheidest, sollte sie sich in Höhe und am besten auch in der Neigung verstellen lassen, sonst drückt sie schnell an der falschen Stelle.
Sitzfläche, Bezug und Rollen
Eine abgerundete oder nachgebende Vorderkante der Sitzfläche entlastet die Oberschenkel. Rückenlehnen mit Netzbespannung sind luftdurchlässig und angenehm, wenn du leicht schwitzt. Gepolsterte Rücken wirken dagegen wärmer und weicher. Achte bei den Rollen auf den Boden: Für Teppiche und Teppichböden sind harte Rollen gedacht, für Parkett, Laminat und Fliesen weiche, gebremste Rollen. Sie schützen den Boden und verhindern, dass der Stuhl beim Aufstehen unkontrolliert wegrollt.
DIN EN 1335, Prüfzeichen und Belastbarkeit
Für Büroarbeitsstühle gilt in Europa die Normenreihe DIN EN 1335. Teil 1 legt Maße und Verstellbereiche fest, Teil 2 enthält die Sicherheitsanforderungen und Teil 3 beschreibt die Prüfverfahren. Die Norm unterscheidet mehrere Stuhltypen mit unterschiedlich vielen Verstellmöglichkeiten. Mit der aktuellen Fassung wurden unter anderem die Verstellbereiche für Sitzhöhe, Sitztiefe und Armlehnen erweitert, damit mehr Körpergrößen berücksichtigt werden.
Wichtig für die Kaufentscheidung: Stühle nach DIN EN 1335 sind standardmäßig für ein Körpergewicht bis 110 kg und eine tägliche Nutzung von bis zu acht Stunden ausgelegt. Wiegst du mehr oder soll der Stuhl im Schichtbetrieb rund um die Uhr genutzt werden, brauchst du ein Modell, für das der Hersteller ausdrücklich eine höhere Belastbarkeit oder einen Mehrschichtbetrieb angibt. Solche Stühle werden oft als XXL- oder 24-Stunden-Stuhl angeboten. Verlass dich dabei auf konkrete Angaben im Datenblatt, nicht auf Werbebegriffe.
Das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit zeigt, dass ein Produkt auf mechanische Sicherheit geprüft wurde, etwa auf Standfestigkeit und Haltbarkeit. Über die Ergonomie sagt es wenig aus. Auch die Körpergröße spielt eine Rolle: Manche Hersteller nennen einen empfohlenen Bereich, zum Beispiel bis 190 cm. Wenn du deutlich größer oder kleiner als der Durchschnitt bist, lohnt sich ein Blick auf Sitzhöhe, Sitztiefe und Lehnenhöhe im Datenblatt.
So stellst du Stuhl und Schreibtisch richtig ein
Der beste Stuhl nützt nichts, wenn er falsch eingestellt ist. Nimm dir beim ersten Mal ein paar Minuten Zeit und gehe in dieser Reihenfolge vor:
- Sitzhöhe: Füße flach auf den Boden, Ober- und Unterschenkel bilden mindestens einen rechten Winkel.
- Sitztiefe: ganz nach hinten setzen, zwischen Kniekehle und Sitzkante bleiben zwei bis drei Finger Platz.
- Lordosenstütze: auf Höhe der Gürtellinie bringen, sodass sie den unteren Rücken spürbar, aber nicht drückend stützt.
- Gegendruck der Lehne: so einstellen, dass die Lehne beim Zurücklehnen mitgeht, dich aber sicher hält.
- Armlehnen: auf Höhe der Tischplatte, Schultern locker, Unterarme liegen entspannt auf.
- Tisch: Ein fester Schreibtisch ist meist 72 cm hoch. Besser ist ein höhenverstellbarer Tisch, damit Unterarme und Tischplatte etwa auf einer Ebene liegen.
- Bildschirm: 50 bis 70 cm Abstand zu den Augen, die oberste Textzeile liegt etwas unterhalb der Augenhöhe.
Ist die Tischplatte zu hoch und nicht verstellbar, stellst du den Stuhl passend zum Tisch ein und gleichst die fehlende Höhe unter den Füßen mit einer Fußstütze aus. Unter dem Tisch sollte genug Platz bleiben, damit du die Beine bewegen und ausstrecken kannst. Kabel, die über den Boden laufen, sind Stolperfallen und behindern die Rollen. Eine gut platzierte Steckdosenleiste am Tisch schafft hier Ordnung.
Bewegung ist wichtiger als die perfekte Haltung
Auch die beste Sitzposition wird unbequem, wenn du sie stundenlang beibehältst. Arbeitsschützer empfehlen deshalb dynamisches Sitzen: Wechsle öfter die Haltung, lehn dich mal zurück, setz dich mal aufrecht hin und nutze die Mechanik deines Stuhls. Genauso wichtig sind regelmäßige Unterbrechungen.
Ein höhenverstellbarer Schreibtisch macht den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen einfach. Dabei gilt: Stehen allein ersetzt keine Bewegung. Auch im Stehen solltest du dich zwischendurch bewegen und nicht stundenlang an einer Stelle verharren. Einfache Dehn- und Kräftigungsübungen für Rücken, Schultern und Nacken lassen sich gut in kurze Pausen oder in den Feierabend einbauen.
Regelmäßige Haltungswechsel und kurze Bewegungspausen gehören zu jedem Arbeitstag am Schreibtisch.
Hocker, Stehhilfe und Sitzball als Ergänzung
Neben klassischen Drehstühlen gibt es Sitzmöbel, die mehr Bewegung ins Sitzen bringen sollen. Bewegliche Hocker ohne Rückenlehne lassen den Sitz in alle Richtungen nachgeben, sodass du ständig leicht ausbalancierst. Stehhilfen sind ein Kompromiss zwischen Sitzen und Stehen: Du lehnst dich an und gibst einen Teil deines Gewichts ab. Ein Sitzball ist eher etwas für kurze Phasen im Homeoffice. Allen gemeinsam ist, dass sie keine Rückenlehne bieten. Sie eignen sich deshalb gut als Abwechslung zum Bürostuhl, für einen ganzen Arbeitstag aber nur, wenn du damit gut zurechtkommst.
Wer übernimmt die Kosten?
Im Betrieb ist grundsätzlich der Arbeitgeber dafür zuständig, einen ergonomischen Bildschirmarbeitsplatz einzurichten. Reicht ein normaler ergonomischer Bürostuhl wegen gesundheitlicher Einschränkungen nicht aus, kann ein Zuschuss für einen speziellen Arbeitsstuhl als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben in Frage kommen. Zuständig ist dafür in der Regel nicht die Krankenkasse, sondern je nach Situation die Deutsche Rentenversicherung, die Agentur für Arbeit oder nach einem Arbeitsunfall die Unfallversicherung. Die Leistung soll helfen, die Arbeitsfähigkeit und den Arbeitsplatz zu erhalten.
Entscheidend ist die Reihenfolge: Den Antrag stellst du beim zuständigen Träger, bevor du den Stuhl kaufst. In der Regel werden ein fachärztliches Attest oder ein Reha-Entlassungsbericht, eine Beschreibung deiner Tätigkeit und ein Angebot eines Fachhändlers verlangt.
5 ergonomische Bürostühle und Hocker im Überblick
Hinweis: Die folgenden Produktboxen enthalten Affiliate-Links zu Amazon. Kaufst du über einen dieser Links, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht.
Die Reihenfolge ist keine Rangliste. Die Auswahl reicht vom beweglichen Hocker über einen klassischen Drehstuhl bis zu Modellen mit Kopfstütze und höherer Belastbarkeit. Welcher Stuhl zu dir passt, hängt von Körpergröße, Gewicht und Arbeitsweise ab.
Beweglicher Hocker ohne Lehne: Topstar Sitness 20
TOPSTAR Bürohocker Sitness 20 schwarz
119,00 EUR
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Der Sitness 20 von Topstar ist ein Bürohocker ohne Rückenlehne. Laut Herstellerangaben federt die Sitzfläche nach unten nach, und ein elastisches Fußteil lässt den Hocker in alle Richtungen pendeln. Die Sitzhöhe ist stufenlos einstellbar, die Belastbarkeit geben mehrere Händler mit 110 kg an. Die genannten Höhenbereiche unterscheiden sich je nach Angebot, prüfe sie deshalb im Datenblatt des konkreten Modells.
Der Hocker passt zu dir, wenn du zwischendurch aktiver sitzen möchtest, etwa am Stehtisch, in der Werkstatt oder als Zweitsitz neben dem Bürostuhl. Als einziger Sitz für lange Arbeitstage ist er wegen der fehlenden Rückenlehne nicht für jeden geeignet.
Klassischer Drehstuhl mit Synchronmechanik: Topstar Support SY
Topstar Support SY, ergonomischer Bürostuhl, Schreibtischstuhl, inkl. höhenverstellbare Armlehnen, Bezugsstoff, schwarz
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Der Support SY ist ein klassischer Bürodrehstuhl mit Synchronmechanik, der laut Produktangaben in Deutschland gefertigt wird. Laut Händlerangaben lässt sich der Sitz von 42 bis 55 cm in der Höhe verstellen, die Rückenlehne ist in Höhe und Neigung einstellbar. Die Belastbarkeit wird mit 110 kg angegeben. Das hier verlinkte Angebot enthält laut Produkttitel höhenverstellbare Armlehnen.
Der Stuhl eignet sich für das Homeoffice oder Büro, wenn du ein solides Modell mit den wichtigsten Grundfunktionen suchst und im Bereich der Standardauslegung bis 110 kg liegst. Eine Sitztiefenverstellung wird in den Angaben nicht genannt. Wenn du sehr groß bist, prüfe deshalb Sitzmaße und Lehnenhöhe besonders genau.
Fein einstellbar ohne Kopfstütze: Steelcase Series 1
Steelcase Ergonomischer Bürostuhl: Series 1, Lumbalstütze, Sturmhorizont
511,99 EUR
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Der Series 1 stammt vom Objektmöbel-Hersteller Steelcase. Laut Hersteller passt sich die LiveBack-Rückenlehne den Bewegungen der Wirbelsäule an, dazu kommen eine höhenverstellbare Lordosenstütze und eine gewichtsaktivierte Synchronmechanik. Die Sitzhöhe reicht laut Datenblatt von 41 bis 52 cm, die Sitztiefe lässt sich zwischen 42 und 48 cm einstellen. Die 4D-Armlehnen sind in Höhe, Tiefe, Breite und Winkel verstellbar. Das verlinkte Angebot ist die Ausführung mit Netzrücken und Sitzbezug in der Farbe Sturmhorizont.
Steelcase gibt eine maximale Belastbarkeit von 150 kg an, also mehr als die Standardauslegung von 110 kg. Der Hersteller gewährt laut eigenen Angaben lange Garantiezeiten, gestaffelt nach Bauteilen. Der Stuhl liegt im oberen Preissegment und richtet sich an alle, die täglich viele Stunden sitzen und einen fein einstellbaren Stuhl ohne Kopfstütze suchen.
Netzstuhl mit Kopfstütze: SIHOO M57
SIHOO M57 Ergonomischer Bürostuhl, Chefsessel mit 3D verstellbare Armlehne und Lendenwirbelstütze, Hautfreundliche Netz-Hochlehne, Schreibtischstuhl bis 150kg/330LB Belastbar(schwarz)
199,99 EUR
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Der M57 von SIHOO ist ein Netzstuhl mit Kopfstütze. Laut Hersteller lässt sich die Lordosenstütze in Höhe und Tiefe verstellen, die Kopfstütze in der Höhe und im Winkel. Die Armlehnen sind in drei Richtungen einstellbar, die Rückenlehne lässt sich laut Herstellerangaben bis 126 Grad nach hinten neigen. Die maximale Belastbarkeit gibt SIHOO mit 150 kg an.
Der Stuhl bewegt sich eher im mittleren Preissegment und bietet viele Einstellmöglichkeiten, darunter eine Kopfstütze. Eine Synchronmechanik oder Sitztiefenverstellung wird in den Angaben nicht genannt. Er passt zu dir, wenn du viel Luftdurchlässigkeit möchtest und dich zwischendurch gern zurücklehnst.
Für den Mehrschichtbetrieb beworben: hjh OFFICE Ergohuman GEN2
hjh OFFICE Bürostuhl ergonomisch ERGOHUMAN GEN2 Originales Design, 24h Einsatz Bürosessel mit Flexibler Lordosenstütze, Netz Schwarz
779,44 EUR
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Der Ergohuman GEN2 von hjh OFFICE ist ein Netzstuhl mit Synchronmechanik, verstellbarer Lordosenstütze und einer Kopfstütze, die sich laut Händlerangaben in Höhe und Neigung verstellen lässt. Die Sitztiefe ist einstellbar, die Armlehnen sind als 4D-Armlehnen ausgeführt. Als Belastbarkeit werden 150 kg angegeben.
Der Stuhl wird als 24-Stunden-Stuhl für den Mehrschichtbetrieb beworben und liegt im oberen Preissegment. Die Sitzhöhe beginnt laut Händlerangaben bei rund 48 cm. Für kleinere Menschen kann das zu hoch sein, prüfe deshalb vor dem Kauf, ob deine Füße bei der niedrigsten Einstellung flach auf dem Boden stehen.
So haben wir die Produkte ausgewählt
Wir haben die vorgestellten Stühle und Hocker nicht selbst getestet oder probegesessen. Die Auswahl beruht auf einer Recherche von Hersteller- und Händlerangaben. Diese Kriterien waren entscheidend:
- Die Modelle stammen von bekannten Herstellern mit nachvollziehbaren technischen Angaben.
- Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten wie Sitzhöhe, Lordosenstütze, Mechanik und Armlehnen sind in den Angaben beschrieben.
- Es sind verschiedene Bauformen vertreten: Hocker, klassischer Drehstuhl und Netzstühle mit und ohne Kopfstütze.
- Die Belastbarkeit ist angegeben, darunter Modelle für mehr als 110 kg.
- Die Produkte waren zum Zeitpunkt der Bearbeitung im Handel erhältlich.
Typische Fehler beim Kauf
- Nur auf den Namen achten: „Orthopädisch“ oder „ergonomisch“ im Titel garantiert keine sinnvollen Funktionen. Entscheidend sind die konkreten Einstellmöglichkeiten.
- Gaming-Optik mit Büroergonomie verwechseln: Viele Gaming-Stühle haben lose Kissen statt einer verstellbaren Lordosenstütze und eine Wippmechanik statt Synchronmechanik.
- Belastbarkeit übersehen: Liegt dein Gewicht über 110 kg, brauchst du ein Modell mit ausdrücklich höherer Belastbarkeit.
- Maße nicht prüfen: Minimale und maximale Sitzhöhe, Sitztiefe und die Höhe der Armlehnen müssen zu deinem Körper und deinem Tisch passen.
- Falsche Rollen: Harte Rollen auf Hartboden rutschen leicht weg und können Spuren hinterlassen.
Rund um den Arbeitsplatz
Ein guter Stuhl entfaltet seine Wirkung erst zusammen mit dem passenden Tisch. Tipps zu Maßen und Bauformen findest du in unserem Ratgeber zum PC-Schreibtisch. Wenn du vor allem einen einfachen Stuhl für gelegentliche Arbeit suchst, hilft dir unser Beitrag zum Schreibtischstuhl weiter. Für Ordnung beim Kabelsalat unter dem Tisch sorgt eine passende Steckdosenleiste. Rollt dein Stuhl auf Holzboden, lohnt sich ein Blick auf die Pflege mit dem richtigen Parkettreiniger. Auf einem Hochflorteppich lassen sich Bürostühle dagegen nur schwer bewegen, hier ist eine glatte Unterlage besser. Und für Übungen in der Pause oder am Feierabend ist eine Fitnessmatte praktisch.
Häufige Fragen zum orthopädischen Bürostuhl
Ist orthopädischer Bürostuhl ein geschützter Begriff?Nein. Die Bezeichnung ist nicht geschützt und an keine Zulassung gebunden. Meist ist damit ein ergonomischer Bürostuhl mit vielen Einstellmöglichkeiten gemeint. Achte deshalb auf konkrete Funktionen wie Sitzhöhe, Sitztiefe, Lordosenstütze, Mechanik und Armlehnen statt auf den Namen.
Hilft ein orthopädischer Bürostuhl gegen Rückenschmerzen?Ein gut eingestellter Stuhl kann dich beim Sitzen abstützen und Haltungswechsel erleichtern. Ein Heilmittel ist er nicht, denn Rückenschmerzen haben viele mögliche Ursachen. Lass anhaltende oder starke Beschwerden ärztlich abklären und sorge im Alltag für ausreichend Bewegung.
Wie stelle ich die richtige Sitzhöhe ein?Stell die Sitzhöhe so ein, dass deine Füße flach auf dem Boden stehen und Ober- und Unterschenkel mindestens einen rechten Winkel bilden. Ist der Tisch zu hoch und nicht verstellbar, stellst du den Stuhl passend zum Tisch ein und nutzt eine Fußstütze.
Bis zu welchem Körpergewicht ist ein Bürostuhl ausgelegt?Stühle nach DIN EN 1335 sind standardmäßig für ein Körpergewicht bis 110 kg und bis zu acht Stunden Nutzung am Tag ausgelegt. Wiegst du mehr, wähle ein Modell, für das der Hersteller ausdrücklich eine höhere Belastbarkeit angibt, zum Beispiel 150 kg.
Zahlt die Krankenkasse einen orthopädischen Bürostuhl?In der Regel nicht. Für Hilfsmittel am Arbeitsplatz sind je nach Situation die Deutsche Rentenversicherung, die Agentur für Arbeit oder die Unfallversicherung zuständig. Den Antrag musst du vor dem Kauf stellen, meist mit ärztlichem Attest und Tätigkeitsbeschreibung.
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