„Operation Avalanche“ zeigt die Fake Found Footage Mondlandung

Das Genre des Found Footage-Films hat bekanntlich ein arges Problem: Filmemacher, die es nicht verstehen, korrekt damit umzugehen. Zumeist im Horrorfilm angesiedelt, bekommen wir hier dann unmögliche Kameraeinstellungen und Protagonisten, die auch unter Todesangst nicht von der Kamera loslassen können. Regisseur Matt Johnson kann man zumindest nicht den Vorwurf machen, mit seinem Film Operation Avalanche das inzwischen immer selbe abzuliefern. Seine Idee erweist sich als durchaus interessant und im gewissen Rahmen innovativ.

Matt Johnson (der Regisseur) und sein Kumpel Owen Williams spielen Matt Johnson und Owen Wilson als CIA-Agenten, die sich bei der NASA einschleusen wollen, um einen KGB Maulwurf zu enttarnen, der das Rennen zum Mond zwischen den USA und der Sowjetunion beeinflussen könnte. Vor Ort wird dann aber nach und nach der Plan entwickelt, die 1969er Mondlandung einfach zu faken, wozu man sich einige Anregungen bei dem etablierten Filmemacher Stanley Kubrick holt.

„Operation Avalanche“ zeigt die Fake Found Footage Mondlandung

Operation Avalanche

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In „Operation Avalanche“ soll die Mondlandung gefaked werden.

Das Ganze fängt unglaublich gut und amüsant an. Allein dass die beiden Filmemacher unter ihren richtigen Namen auftreten, sorgt ansatzweise für Authentizität. Gerade zu Beginn dieser Mockumentary-Aufnahmen arbeitet Johnson mit dem alten 4:3 Format und lässt seine Kamera lediglich schwarz/weiß-Aufnahmen einfangen. Das bewirkt einen willkommenen Rückwurf in diese Spät-60er Jahre.

Leider verschwindet die Optik in dem Moment, wo sich der Film nicht mehr traut, sie so weiter zu fahren. Matt und Owen bekommen von den CIA-Oberen eine bessere Ausstattung, um jede Kleinigkeit bei der NASA abfilmen zu können, wenn sie sich erst einmal dort eingeschmuggelt haben.

Dafür schaut die Ausstattung ziemlich cool aus. Hier lässt nichts vermuten, dass es sich um eine moderne Filmarbeit handelt. In jeder Ecke ist alles auf alt getrimmt. Hier haben die Filmemacher zumindest auf die Details im Bild geachtet. Dafür erleidet aber auch Operation Avalanche das Problem der immerzu laufenden Kamera. Gerade zum Ende des Films hin, wenn die Komödie dem Thriller weicht, ist das nur noch wenig glaubwürdig nachzuvollziehen.

Hier ist es aber auch unverständlich, weshalb der Film überhaupt diesen Genre-Wechsel vornehmen muss. Die beiden Hauptfiguren werden als Naivlinge vom Dienst etabliert, nur um sich später in ein Katz-und-Maus-Spiel auf Leben und Tod zu verstricken. Da die Figuren allerdings gänzlich anders aufgebaut wurden, funktionieren sie auch nicht im ernsten Umfeld.

„Operation Avalanche“ zeigt die Fake Found Footage Mondlandung

Operation Avalanche

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Matt Johnson im Regiestuhl. Er dreht „Operation Avalanche“ und die Mondlandung

Und auch das Schauspiel sieht ein wenig zu sehr nach Schauspiel aus. Hier fügt sich das große Ganze zusammen: Kamera, Story und Schauspiel bleiben wenig authentisch und ziehen damit immer weiter aus dem Found Footage-Stil heraus.

Filmemacher sollten sich mehr nach dem “Warum?” fragen, wenn sie im Found Footage-Look drehen möchten. In Operation Avalanche wird einmal mehr deutlich, dass das Konzept nur wenig durchdacht worden ist.

Man darf dem Film aber zugute halten, dass die Idee zumindest interessant daherkommt. Derselbe Inhalt, nur als Spielfilm, nicht als Found Footage-”Archivmaterial” präsentiert, hätte vielleicht etwas besser funktioniert.  

Operation Avalanche ist am 13. Januar 2017 als Home Release erschienen.


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