Opening of a Thai Imbiss

(english Version see below) Nun ist unser Dorf um ein neues, kleines Straßenrestaurant reicher. Letzte Woche waren wir zur Eröffnung eingeladen.Opening of a Thai Imbiss
Weder eine Laden-Eröffnung noch der Bezug eines neuen Hauses findet ohne die Weihung eines oder mehrer Mönche statt. So war es auch bei Oi und Anan. Beide kellnerten bisher in einem Restaurant. Doch die Arbeitsbedingungen schienen ihnen verbesserungswürdig und so eröffneten sie, nur kurze Zeit nach ihrer Hochzeit, ihr eigenes kleines Straßenrestaurant. Hier wird man ab jetzt von morgens acht bis abends acht Uhr mit Essen versorgt.
Opening of a Thai ImbissWie bei allen Läden dieser Art, ist die Karte übersichtlich. Alle Speisen werden ohne lange Wartezeiten frisch serviert oder, in Tütchen verpackt, mit auf den Weg gegeben.
Morgens bestellt man hauptsächlich Khao Tom, eine Reissuppe oder Khao Pad Kai, mit Gemüse und etwas Fleisch gebackener Reis mit einem Ei obendrauf. Den Tag über geht es dann meistens um Khao Niau (Klebreis) oder Khao Plau (normal gekochter Reis) mit verschiedenen nordthailändischen Curries und Gerichten. Wie zum Beispiel Kaeng Om (scharfes Gemisch aus verschiedenen Gemüse mit Fleisch oder Fisch) oder Lab Isaan (scharfes Gehacktes mit Thaikräuter) und dazu Salate wie Som Tam (Papayasalat) oder verschiedenen Yam Wun Sen (Glasnudelsalate). Wobei das Adjektiv “scharf” gänzlich überflüssig ist, da alles mehr oder weniger scharf ist und wenn nicht, so wie die Reissuppe, wird halt mit ein paar Teelöffeln grob gemahlenem, Chilipulver nachgeholfen.Opening of a Thai Imbiss

Nun zur Eröffnung: Sie begann morgens, gegen neun. Bevor der Mönch kommt, wird noch letzte Hand angelegt, an die Deko und die Zeremonie-Zutaten. Das Geisterhäuschen muss ausreichend mit Speisen bestückt sein, Kerzen und Räucherstäbchen brennen und das Essen muss bereit stehen. Mehr als eine gute Stunde dauert dann die Zeremonie, die hauptsächlich aus alten Sanskrit Rezitationen besteht. Dieses Mal wechselten sich ein Zeremonienmeister und der Mönch des Dorfes im Gesang ab. Die Gäste knien oder sitzen während dessen und lauschen dem wohlbekannten Singsang, mal mehr, mal weniger andächtig, die Hände zum Wai gegeneinander gelegt. Danach verspritzt der Mönch geweihtes Wasser über alles und jeden. Dann verbindet er alles mit guten Wünschen und einem weißen Baumwollfaden, dem Khwan, das Haus sowie die Handgelenke der Gastgeber und Gäste. Es folgt der Geschenke- und Spendenaustausch, aber schnell, denn der Mönch muss essen, bevor es 11 Uhr Opening of a Thai Imbissist, danach beginnt seine alltägliche Fastenzeit.

Endlich stürzen sich auch die Gäste auf das reichlich vorhandene Essen. Vergnügt kauend wird der neuste Dorfklatsch ausgetauscht. Dieses Mal angenehm bereichert durch unsere Anwesenheit, zwei Farangs, die sich das scharfe Essen tränenlos und unter freudigen “aroy”- Rufen schmecken lassen.
“Wir wünschen Euch viel Erfolg mit Eurem kleinen Straßenrestaurant in Ban Doi Yao, San Kamphaeng!”

Since last week our village has been enriched by a new, small roadside restaurant. We were invited to the opening. Every  shop opening and every new house must get a dedication of one or more monks. Like the little business of Oi and Anan. Both worked as a waiter in a restaurant before. They didn´t feel comfortable with the working conditions any longer, so they opened, just some time after their marriage, an own little street restaurant. Starting today they will serve their food from eight o´clock in the morning until eight in the evening. As with all shops of this kind , the menue is short and all dishes are served fresh and fast, of course also for the way. In the morning you may order a Khao Tom (rice soup) or Khao Pad Kai (fried rice with vegetables and some meat and on top an egg). For the rest of the day you usually can get Khao Niau (sticky Rice) or Khao Plau (normal boiled rice ) with different northern Thai curries and dishes, such as Kaeng Om (spicy mixture of different vegetables with meat or fish) or Lab Isaan (spicy minced meat  with Thai herbs) and salads like Som Tam (papaya salad) or diffrent sorts of Yam Wun Sen (spicy glass noodle salads ). Although …, I think the adjective “spicy” is quite superfluous, cause everything is more or less spicy, and if not, like the rice soup for example, it  will be sharpend  with a few teaspoons coarse chili powder.

Now from the opening: It began in the morning about nine o´clock. Before the monk came, the final touches were applied to the decoration and the ceremony ingredients. The ghosthouse must be adequately stocked with food, candles and incense had to burn, the food must be prepeared. The ceremony will take time more than one hour , it consists mainly recitations on ancient Sanskrit .The guests knee or sit  meanwhile and listen to the well-known chants, sometimes more, sometimes less reverent, the hands placed against each other in a Wai. Then the monk spread holy water over everything and everyone. At least he connected all with best wishes and a white cotton thread, Khwan, the house and the wrists of the hosts and guests. Then the gifts and donations exchange followed, but quickly, because the monks always has to eat before 11 o´clock. After Eleven starts their everyday lent. Finally, the guests rush to the abundant food offer. Happy chewing they exchanged the latest village gossip, this time pleasantly enriched by our presence: two farangs, eating the sharp food tearless and joyful with occasional calls of “aroy”. “We wish you very much success with your small street Restaurant in Ban Doi Yao, Sankamphaeng!”


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