Ondragon: Nullpunkt von Anette Strohmeyer – Rezension

Von Crazycuts @Eseloehrchen

Eine spannende Hommage an Nikola Tesla

Das Wrack eines verschollenen Nazi-Flugzeugs wird vor der Küste Brasiliens entdeckt. Eine Sensation. Doch noch sensationeller ist das, was sich in dem Flugzeug befunden haben soll: eine geheime Technologie des Erfinders Nikola Tesla, mit der die Nazis den Krieg gewinnen wollten. Doch die Fracht ist nicht an Bord. Wo ist sie geblieben? Paul Ondragon bekommt vom BND den Auftrag, das Logbuch des Flugzeugs zu stehlen, denn es enthält Informationen über den Verbleib jener ominösen Fracht. Mit seiner Assistentin Charlize fliegt er nach Brasilien und beginnt die Operation „Pandora“. Doch er merkt nicht, dass ihn jemand beobachtet, jemand, der das gleiche Ziel hat wie er: das geheimnisvolle Logbuch. (Inhaltsangabe Amazon)

Wer hätte gedacht, dass Mister O. einmal für den BND arbeiten würde. Zunächst war ich überrascht, aber bei dem Köder – eine geheime Akte über seine Vergangenheit – konnte Mister O. einfach nicht nein sagen. Dieses Mal verschlägt es meinen Helden mit seiner Assistentin Charlize nach Brasilien. Von Charlize wusste ich bisher nur, dass die hochintelligente Schönheit Ondragon treu ergeben ist. Und in Brasilien lerne ich zusammen mit Ondragon ihre Wurzeln kennen. Zunächst hat sie die tragende Rolle und Ondragon hält sich etwas im Hintergrund. Das war sehr ungewöhnlich für mich. Charlize ist sehr taff, aber mit Ondragon kann sie natürlich nicht mithalten. Auch wenn ich sie nach diesem Buch doch mit etwas anderen Augen sehe. Die kleine Lady ist nicht ohne und passt deshalb auch perfekt zu Ondragon. Dieser ließ sich das Ruder natürlich nicht komplett aus der Hand nehmen und als er dann in gewohnter Manier in Aktion trat, da wusste ich wieder, warum ich die Bücher von Anette Strohmeyer so mag. Ich liebe einfach die coole Art von Ondragon, ich schaue ihm so gerne über die Schulter und bin fasziniert von seinem Können und seinem Verstand. Und er bringt mich immer wieder zum Schmunzeln!

In dem zweiten Strang, der in der Vergangenheit angesiedelt ist, lerne ich Nikola Tesla kennen und erfahre so viel über seine Experimente und Erfindungen. Schon allein dafür hat sich dieses Buch gelohnt, denn diese Ausführungen fand ich hoch interessant! Zuerst fühlte ich mich etwas erschlagen von den technischen Details, aber Anette Strohmeyer hat alles so anschaulich beschrieben, dass ich fasziniert war von dem, was sich damals in Colorado Springs abgespielt hat.

Anette Strohmeyer hat eine so eigene und coole Art zu erzählen, die in ihrer Lässigkeit vergeblich ihresgleichen sucht. Sie mutet ihrem Helden einiges zu, führt ihn in sehr brenzlige Situationen, dass ich manchmal dachte, wie soll er aus der Nummer wieder rauskommen. Aber Ondragon schafft es natürlich! Dieses Mal zeigt der coole Egoist erstaunlich viel Gefühl und will sogar – allerdings nur kurz – die Welt retten. Und wird mit einer kleinen Liebelei belohnt. Es war wieder so spannend und schön, dieses neue Abenteuer mit Ondragon und jetzt heißt es wieder warten … Am Ende gibt es natürlich wieder einen Soundtrack und ein sehr interessantes Nachwort von Anette Strohmeyer über Nikola Tesla.

Ich kann einfach nicht genug bekommen von Anette Strohmeyers Ondragon und ich war auch dieses Mal gefesselt, amüsiert und begeistert.

Die Autorin:

Anette Strohmeyer, geboren 1975 in Göttingen, ist von Beruf Goldschmiedin und lebt in Düsseldorf. Sie unternimmt gerne Reisen durch Europa, Asien und Amerika, von denen sie sich reichlich Inspiration für ihre Mystery-Thriller mitbringt. Die Idee zum Titelhelden Mr. Ondragon entstand zum Beispiel vor einigen Jahren im beschaulichen Schweden. ( Quelle: Amazon)

Das Ebook ist bei der Psychothriller GmbH erschienen. Ich danke Anette Strohmeyer sehr für mein Rezensionsexemplar!

Interview zu Nullpunkt

Homepage von Anette Strohmeyer.

Leseprobe

Meine Rezension bei Amazon und weitere Infos zum Buch findet ihr hier