Offizielle Beta von WinAmp 5.8

Offizielle Beta von WinAmp 5.8Es hat satte fünf Jahre gebraucht, bis es jetzt wieder ein Update für den beliebten Medienplayer Winamp gibt. Der Entwickler Radionomy hat WinAmp 5.8 veröffentlicht, der die letzte Version 5.666 ablöst.

WinAmp ist wieder Freeware

Das Update nimmt hauptsächlich kleinere Verbesserungen und Fixes vor. Insbesondere wurden aber auch die kostenpflichtigen Pro-Features entfernt. Damit ist Winamp wieder komplett Freeware. Das gesamten Changelog des Players aus den Zeiten von Windows 98  kann man über den Link einsehen.

Geleakte Version führt zur Freigabe der Beta

Die Update-Datei war ja schon im September ins Netz geleakt worden und das Update selbst stammt offenbar schon von 2016. Die Veröffentlichung dieser Version ausgerechnet jetzt dürfte auf dieses Leak zurückzuführen sein. Deshalb werfen kritische Stimmen in der Community Radionomy auch vor, dass das Update nicht früher veröffentlicht wurde…

Die Geschichte von WinAmp – dem von AOL verhinderte Champion

Offizielle Beta von WinAmp 5.8Winamp wurde von Justin Frankel, Dimitry Boldyrev und Gianluca Rubinacci schon im Mai 1997 als Shareware veröffentlicht. Zur Vermarktung und Sicherung der Rechte das Unternehmen Nullsoft (Eine Anspielung auf Microsoft, denn Null ist kleiner als Micro) gründete.

Auch noch im letzten Jahrtausend, nämlich im April 1999, wurde Winamp von der MP3-Infoseite MPeX.net ins Deutsche übersetzt, ab Version 2.10 erst einmal in Form einer nachrüstbaren Sprachdatei.

Ab Version 2.72 gab es das Programm als Komplettpaket in Deutsch, das nun die offizielle deutsche Version war und auch von Nullsoft autorisiert wurde. Die letzte offizielle komplett eingedeutschte Version war 2.91c. Am 1. Juni 1999 wurde Nullsoft dann von AOL für 100 Millionen US-Dollar übernommen Ein paar Monate später wurde Winamp mit der Version 2.50 Freeware.

Die Betreuung des Programms durch die seinerzeitige Internetgröße AOL galt schnell als gescheitert. Ein damaliger Manager des Unternehmens äußerte in einem Rückblick, dass Winamp um die Jahrtausendwende herum das Potential gehabt hätte, die Stellung auf dem Musikmarkt zu erreichen, die später Apples iTunes erlangt habe.

Ende November 2013 machte AOL die Ankündigung, Winamp zum 20. Dezember 2013 einzustellen und ab diesem Datum auch nicht mehr zum Herunterladen anzubieten – was sich letztlich als Fake News erwies.

Im Januar 2014 wurde der Kauf von Winamp durch  die belgische Webradioplattform Radionomy bekannt. Einen Monat später gab es einen Relaunch der Website mit grundlegend überarbeitetem Design in HTML5.

Der schon vorab online gestellte Entwurf mit einem Foto von einem Lama (dem ursprünglichen Firmen-Maskottchen von Nullsoft) und dem Schriftzug There’s more coming soon (bald kommt mehr) zeigt einen für Touchscreen-Bedienung optimierten Aufbau.

Während seitdem von einem früheren Mitglied des Winampteams mit „WACUP“ eine um neue Plugins erweiterte Distribution von Winamp 5.666 entwickelt wird, dauern die Arbeiten an der ersten offiziellen Nachfolgeversion, die die Versionsnummer 5.8 tragen soll, auch aus rechtlichen Gründen noch weiter an.

Download und Installation unter Windows 10

Wie auch immer – wer sich das mit dem Hintern wippende Lama herunterladen möchte, findet es auf den Seiten des WinAmp-Projekts, wo auch bestätigt wird, dass die unerwartete Veröffentlichung als offizielle Version WinAmp 5.8 Beta konsequenterweise wegen des Leaks im Vormonat entschieden wurde.

Offizielle Beta von WinAmp 5.8

Nostalgieren mit WinAmp

Bis 2008 wurde der Musik- und Videoplayer WinAmp auch bei unseren regelmäßigen freitaglichen Hausmusikabenden im Forum Lüdinghausen benutzt, weil damals noch jeder Musiker, Sänger oder Tütenbauer problemlos damit umgehen konnte.

Also habe ich sofort die WinAmp 5.8 Beta heruntergeladen und unter dem aktuellsten Microsoft-Betriebssystem Windows 10 1809 installiert.

Offizielle Beta von WinAmp 5.8Das Programm fand dann in meinem Archiv Tausende von Songs und Clips – darunter auch Aufnahmen aus den Freitagabend-Sessions mit Douglas West (Gitarre und Gesang), Ulli Schulze-Böing (alles, was man in den Mund nimmt), Mohsen Shaterian (exotische iranische Instrumente und Keyboards), Anja Herzig (Didgeridoo), Sascha Joerges (fast alle Instrumente und Gesang) und mir selbst (Keyboard und Bass), was mich dann in eine mehrstündige Nostalgie-Orgie trieb.

Der Player selbst kommt aktuell daher, als habe er nur eine zehnjährige Auszeit genommen – Look und Feel sind in der Beta so gut wie unverändert und die sichere Bedienung klappte auch wieder auf Anhieb. Viel Spaß beim Testen!


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