Oberflächlich oder tiefgründig? Blogs und Soziale Medien

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Oberflächlich oder tiefgründig?

Starte ich Facebook, springt mich als erstes ein Videoclip an, dann ein paar witzige Bildchen, gefolgt von einem Artikel über ein paar geniale SEO-Tipps und dann der große Psychotest: “Welche Tarotkarte entspricht deinem Charakter?” an. (Mein Charakter entspricht übrigens der Karte Gerechtigkeit).
Parallel dazu werde ich auf Twitter informiert, was gerade im Fernsehen geguckt wird und erfahre die restlichen genialen SEO-Tipps.
So oberflächlich wie das alles ist, fragt man sich mit dem Webmasterfriday ganz unweigerlich:

Verleitet Bloggen zur Oberflächlichkeit?

Die Oberflächlichkeit der Blogartikel

In meinem Feedreader sieht es schon etwas besser aus. Denn anscheinend abonniere ich hauptsächlich Feeds von Bloggern, die mit ihren Artikeln auch etwas Besonderes zu sagen haben – auch wenn diese Publikationen hauptsächlich aus einem Foto bestehen.
Der Grund ist ganz einfach: eine Publikation in den Sozialen Medien ist schnell übersprungen, auf Blogs lasse ich mir meistens Zeit und will ich etwas zum Lesen haben, was mich auch interessiert.

Medien sind häufig oberflächlich

Es ist nicht so, dass die neuen Medien die Oberflächlichkeit für sich gepachtet hätten. Logo Webmasterfriday
Schaut euch einmal das Fernsehprogramm an – zum Beispiel am Nachmittag in den privaten Sendern. Oder die große Welt der Zeitungen und Zeitschrifen (nein, ich erwähne weder Bild noch Bunte). Oder von mir aus auch die Musikszene (auf keinen Fall wird nun der Name Helene Fischer fallen). Der Oberflächlichkeit, Banalität und Dummheit von Angebot und Nachfrage sind keine Grenzen gesetzt.
Der einzige Unterschied liegt darin, dass die Beschallung durch Facebook & Co einfach allumfassend sein kann und hier wirklich jeder Depp seinen Mist zum Besten gibt und dafür noch ein großes Publikum erhält.

Unsere Entscheidung

Wir sind alle freie Menschen mit einem freien Willen und es ist immer unsere Entscheidung, was wir zulassen und was nicht.
Tatsächlich ist es zwar so, dass man – frei nach Terry Pratchett – auch mal einfacheren Gehirnzellen etwas zu tun geben sollte, damit dadurch die leistungsfähigen Regionen Gelegenheit haben, sich zu erholen.
Aber es liegt an uns, inwieweit wir unsere kleinen, grauen Zellen mit sinnlosen Müll zustopfen lassen, den wir nicht mehr rausbekommen, weil wir uns an ein gewisses Niveau gewöhnt haben.

Ich glaube, dass dies eine Lernaufgabe und Herausforderung unserer Zeit ist, gerade und besonders auch in Hinblick auf unsere Kinder.

Foto: U-Boot vor Dubrovnik ©sabienes.de
Text: Oberflächlich oder tiefgründig? Blogs und Soziale Medien ©sabienes.de
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