Ob das Wetter wohl mitspielt?

Das Wetter, es spielt verrückt. Teilweise Schnee und Eis – andernorts 2 Grad über Null und Fisselregen. Für morgen planen wir eine Tour Richtung Siebengebirge, ins Grandhotel Petersberg. Ob wir wohl fahren können. Schade wäre es, wenn es nicht klappen sollte. Denn wer auf den Petersberg kommt, schnuppert wahrlich historische Luft. An diesem Ort wurde über 100 Jahre lang Geschichte geschrieben: 4711-Parfümfabrikant Ferdinand Mülhens ließ Ende des 19. Jahrhunderts diesen Prachtbau errichten mit einem spektakulären Blick über das Siebengebirge und das Rheintal. Immer wieder umgebaut und erweitert, zwischendurch als Lazarett genutzt und nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst von US-Truppen beschlagnahmt, erlangte das Haus 1949 seine geschichtsträchtige Bedeutung, als Kanzler Konrad Adenauer dort mit der Alliierten Hohen Kommission das Petersberger Abkommen aushandelte, das der Bundesregierung mehr Souveräntität brachte und das Besatzungsstatut lockerte und mit dem berühmten Schritt auf den roten Teppich dies auch prompt einforderte.

Im April 1954 öffnete der Petersberg als Hotel seine Pforten. Bei Staatsbesuchen mietete es die Bundesregierung an, erster offizieller Gast war im November 1954 Kaiser Haile Selassie von Äthiopien. Ab 1985 wurde es  ausgiebig modernisiert und 1990 durch die Hotelkette Steigenberger wieder eröffnet.

Nun hoffen wir, dass Petrus seine Sturmböen, sein Glatteis und den Schnee auf nächste Woche verlegt und wir fahren können um auf historischen Pfaden zu schwelgen…dort, wo gekrönte Häupter und Staatsmänner bereits verweilten.

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