O du schönes Grau

O du schönes Grau

Gehörte ganz uns: der Waldweiher oberhalb von Elgg.

Gutes Wetter ist manchmal ein Fluch; der sonnige Spätherbst-Tag in den Bergen wäre grandios, bloss wollen alle hin, die Züge sind dann verstopft und so weiter und so fort. Umgekehrt kann schlechtes oder doch ödes Wetter ein Segen sein - man hat die Landschaft für sich. So war es am Samstag auf unserer vierstündigen Wanderung von der Eulach an die Töss. Von Elgg gingen wir via Guhwilmühle und Scheunberg auf den Schauenberg. Wir stiegen ab zum Gyrenbad, assen gut, hielten via Höchholz und Haldenholz auf glitschigen Pfaden zum Giessen im Königstal und beendeten die Unternehmung schliesslich bei der S-Bahn-Station Rämismühle-Zell.  Fernsicht hatten wir keine, kamen in den höheren Lagen an Schneeresten vorbei, froren bei der kurzen Gipfelrast. Und all das war der guten Laune nicht im Geringsten abträglich, weil wir dafür praktisch allein unterwegs waren. Der Wald gehörte uns, das nach Zimt riechende Laub gehörte uns, die Nagelfluh, die Töbel, die Bächlein gehörten uns. Was will man mehr?

O du schönes Grau

Gehörte ganz uns: der Weg durch das Fahrenbach-Tobel zur Guhwilmühle.

O du schönes Grau

Gehörte ganz uns: der Schauenberg mit seiner Burgruine. 

O du schönes Grau

Gehörte sowieso ganz uns: der abgelegene Königstal-Giessen einige Zeit vor Zell.


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