NSU: Sie hatten noch viel vor

NSU: Sie hatten noch viel vorExportierten sie gar ihre kleine, blutige Revolution? Vergifteten Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe nicht nur die Atmosphäre in Thüringen und SDachsen, sondern auch im nahegelegenen Sachsen-Anhalt? Neue Dokumente, die Ermittler bei der Durchsicht alter Speicherchips fanden, weisen auf enge Verbindungen der Nazi-Killer von der Braunen Armee Fraktion ins nördliche Nachbarland: Bei einer neofaschistischen Demonstration in Halle am 1. Mai 2003 traten der Intellektuelle Mundlos, die geile Schnitte Zschäpe und ihr willfähriger Helfer Böhnhardt gemeinsam auf (Foto oben).
Unbeachtet von Polizei und Staatsschutz konnten die drei Verbrecher, nach denen damals nicht mehr gefahndet wurde, weil ihr Bombenbauverusch verjährt war, in der zweiten Reihe eines Naziaufmarsches mitlatschen, den ein rechtsextremes „Jugendinitiative für Arbeit, Freiheit und Frieden“ organisiert hatte. Zwischen mehreren hundert Angehörigen von Freien Kameradschaften, die aus ganz Deutschland in die Metropole an der vielbemühten "Straße der Gewalt" gekommen waren, fühlte sich das tötliche Trio offenbar sicher. Und die Mörderbande fiel seinerzeit in der Tat kaum auf - Beobachter des Verfassungsschutzes vermerkten in ihren Handakten nur den Umstand, dass Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt mit Hilfe von Hüten im amerikanischen Basecap-Stil versuchten, ihre Gesichter zu verbergen.
Weil Beate Zschäpe die Medien immer noch auf die Folter spannt, ist derzeit nicht einmal dem bekannten Journalistendarsteller Hans Leyendeckerbekannt, ob die Zwickauer Terrorzelle damals schon plante, 88 Politiker und tausende weitere Namen und Adressen von Politikern und Abgeordneten sowie ausländische Einrichtungen in Deutschland zu ermorden.
Auf diese brisanten Pläne sind die Ermittler einem Bericht der «Passauer Neue Presse» erst bei der Durchsicht der Ruine des Hauses in der Zwickauer Frühlingsstraße gestoßen, in dem sich die braune Bande jahrelang versteckt hielt. Bei der Datei handelt es sich im Unterschied zu einer zuvor auf einem Speicherstick gefundenen Liste mit 88 Namen und Adressen um "schriftliche und elektronische Daten" (Focus). Der elektronische Teil der "relevanten Datensammlung" sei "Unstruktuirert und schlecht gepflegt" gewesen, hieß es bei der staatlichen Nachrichtenagentur dpa, vom schriftliche vorgefundenen Teil sei noch nicht sicher, ob es sich wirklich um ein Telefonbuch oder um einen Ausdruck der Internetseite Adressbibel.de mit den Kontakt-Adressen von zehntausenden Prominenten auf CD-ROM handele.
"Sie hatten noch viel vor", vermuten Quellen im Internet, die aus Angst vor dem bis vor vier Jahren grassierenden rechten Terror nicht namentlich genannt werden wollen. Wegen des versagens der Sicherheitsbehörden zeige die Gewalt ihre häßliche Fratze mittlerweile schon im Alltagsleben der Menschen.
Vergiftet ist die Atmosphäre im Land, helfen kann nur noch ein Totalumbau der Geheimdienste: Weg von der Vorgabe der Väter des Grundgesetzes, die nicht wollten, dass eine zentrale Instanz über die Geheimnisse aller Deutschen wachte. Hin zu einem rundum informierten wirklichen Verfassungsschutz, der dann irgendwann endlich auch wieder polizeiliche Befugnisse und lange Ledermäntel haben dürfen wird.
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