Notizen über den Geschichtsphilosophen (Kulturphilosophen) Oswald Spengler ("Der Untergang des Abendlandes")

Der Zeitschrift Computer Bild, bzw. einem dort angebotenen PC-Putz-Programm habe ich es zu verdanken, dass ich heute als "doppelt gespeicherte Datei" auf Notizen über Oswald Spengler stieß, die ich im Jahre 2005 abgefasst, aber nicht zu einem runden Aufsatz vollendet hatte.

Mittlerweile stehe ich nicht mehr mit meiner damaligen Intensität in dieser Thematik, deswegen kann ich ihn nicht vollenden. (Und leider würde es sich auch nicht lohnen mich erneut voll in die Spengler-Welt zu stürzen, weil kaum jemand diesen Blott lesen wird.)

Andererseits sind meine Notizen zwar deutlich unfertig, aber gleichwohl nicht gar so gedankenarm,  dass ich mich für eine Veröffentlichung schämen müsste.

 Ich präsentiere sie also hier in der Rohfassung, auch mit einigen damaligen Anmerkungen für beabsichtigte Ergänzungen usw.

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Endlich gelesen!

1.   14 Jahre, und somit länger, als das Dritte Reich gedauert hat, sammelt es schon Staub in meinem Bücherschrank: Arthur Zweinigers Buch "Spengler im Dritten Reich. eine Antwort auf Oswald Spenglers 'Jahre der Entscheidung' ". 1933 ist es erschienen und noch heute massenhaft im Versandantiquariatshandel, vielleicht auch bei Ebay, erhältlich.2.   Wäre der Kulturphilosoph Oswald Spengler, geb. 1880 in Blankenburg nicht bereits im Jahre 1936 gestorben (in München), und hätte noch die Entnazifizierung der Nachkriegszeit erlebt, hätte er dieses Buch glatt als Beweis für seine Regimegegnerschaft (die als solche auch tatsächlich bestand) vorlegen können. 3.   Und doch finden wir, im Rückblick klüger als die Akteure selbst, erstaunliche Positionsvertauschungen, bei denen Oswald Spengler in der außenpolitischen-militärischen als primitiver Kriegshetzer erscheint, und der Nazi Zweiniger als staatsmännischer Friedensengel, oder im wirtschaftlich-sozialen Bereich Spengler als darwinistischer Ultra-Libertärer, Zweiniger als fürsorglicher Sozialpolitiker.

Außenpolitik und Militär bei Spengler (und Zweiniger)

4.   Gegen Spenglers Vorstellungen einer Wiedererweckung unseres ursprünglichen "Barbarentums" und einer Betonung unserer "Raubtiernatur" [über deren mangelnde Realisierung beider im Nationalsozialismus Spengler sich nicht hätte beklagen müssen, tatsächlich aber schon über die Brutalität geschockt war, mit der Hitler seine innerparteilichen Gegner im sogenannten "Röhm-Putsch" "ausgeschaltet" hatte] schreibt Zweiniger:5.   "Aber wie hinken doch solche Vergleiche. ... das Raubtier jagt ja nicht seine eigene Art, es frisst nur fremde Tiere. ... Nicht nur dem Raubtier ist Wehrhaftigkeit zuzuschreiben. Der Elefant, ein Vegetarier, ist ein sehr wehrhaftes Tier, wenn er angegriffen oder gereizt wird. Dass der Mensch, auch im übertragenen Sinne, immer ein Kämpfer sein muss, hat er mit allen Lebewesen gemein, für ihn hat es gesteigerte Bedeutung, weil ... die Häufung seiner Beziehungen ihn zu mannigfaltigem Kämpfertum zwingt. Von der Ehre seiner Nation ... bis zum Kampf um das tägliche Brot, der die Art eines Wettkampfes in der Kultur annimmt .. alles zwingt ihn zu einem sehr verschiedenartigen Kampf. Vom Kampf des Bauern mit der Natur bis zu dem Kampf in den Höhen geistiger und künstlerischer Vollbringungen hat der Zwang zum Kampf kein Ende und ist nirgends weniger hart und weniger unausweichlich wie der primitive Kampf mit der Waffe. ... Barbarentum, Raubtiernatur des deutschen Menschen von heute, das sind überakzentuierte Schlagworte, um die Bürger zu erschrecken ...."6.   "Weltgeschichte ist Kriegsgeschichte" zitiert Zweiniger Spengler und kritisiert, dass in solchen Formulierungen "die mangelnde organische Einordnung seiner Weltsicht in die Aufgaben eines Kulturvolkes" hervortrete. "Es ist absurd, einem großen Kulturvolk wie dem deutschen ein solches falsch betontes Wort entgegenzuschleudern. Weil die elementare Grundbedingung des Staatslebens: die Sicherung vor den auswärtigen Gefahren, keine Minute aus den Augen gelassen werden darf, ... so liegt doch nicht in der Ausübung dieser Wehrhaftigkeit die Erfüllung seiner Sendung. Die wahre Geschichte eines Volkes, so sehr sie auch von seiner erfolgreichen Wehrhaftigkeit abhängig sein mag, ist die Ausgestaltung seiner Eigenart, eben in der Art auch seines Lebenserhaltes mit friedlichen Mitteln, die Gestaltung seines sozialen Lebens, seiner Sprache, seiner Vollbringungen in Dichtung und Musik und bildender Kunst, seiner Religion ...".7.   "Die Wehrhaftigkeit muss wissen, wofür sie steht, sie muss einen Wert, einen unersetzlichen hinter sich fühlen, den sie deckt, und dieser Wert wird in einem anderen Kampfe auf anderen Ebenen gewonnen" hält Zweiniger Spengler entgegen.8.   Man könnte auf die Idee kommen, dass Zweiniger in solchen Passagen das wahre Wesen und die Zielsetzung der Politik von Adolf Hitler verschleiern wollte. Ich glaube aber, dass er durchaus aufrichtig die verbale Primitivität der einschlägigen Äußerungen und Gedanken Spenglers verabscheut. Er und viele andere, Nazis und Nicht-Nazis, Deutsche und Ausländer, haben das seinerzeit tatsächlich so gesehen und das für uns im Rückblick offenkundige durchgängige Hinstreben Hitlers auf den 2. Weltkrieg nicht erkannt, und wahrscheinlich konnten viele von ihren geistigen Voraussetzungen her auch nicht erkennen, dass Hitlers Politik einzig und allein auf einen neuen Krieg ausgerichtet war.9.   Zweiniger hat also durchaus Recht, wenn er Spengler zum einen Primitivität, und zum anderen Widersprüchlichkeit vorwirft. Denn das, was Spengler in seinen politischen Äußerungen gefordert hat – Kampfbereitschaft, autoritäre Staatsführung, ständischer Staatsaufbau, "Führung" (mit der Tendenz zu kriegerischer Führung) vor allem – hat ja der Nationalsozialismus verwirklicht, den Spengler gleichwohl abgelehnt hat. 10.Merkwürdigerweise scheint Spengler sich vor allem an der Begeisterung der Massen gestoßen zu haben, welche das Regime so gekonnt generierte und inszenierte. Aber gerade die Massen, welcher er doch von genialen Führern in die Schlacht geworfen wissen wollte, haben ihn dann wiederum abgestoßen. Und das nicht erst im Deutschland des Nationalsozialismus, sondern schon früher kritisiert er (als Reisender) entsprechende Erscheinungen im faschistischen Italien.11.Recht hat er durchaus gehabt mit seiner Vermutung, dass das Dritte Reich kein gutes Ende nehmen würde. Aber, ganz abstrakt gesprochen, hatte auch Zweiniger Recht, wenn er Spengler vorwirft, nun seine eigenen, im Nationalsozialismus im zeitmöglichen Stil realisierten Forderungen nicht zu erkennen und gar zu verhöhnen. 12.So formuliert Donald L. Stockton in seiner ebenso klugen wie ausführlichen Analyse von Spenglers Denken und seiner Fortwirkung zutreffend über die damalige politische Wirkung Spenglers: "Spengler had helped prepare the German mind for the extreme nationalism espoused by the Nazi regime with his long emphasis on Germany as a nation and a people with a unique [well: unique it was indeed!] and powerful destiny." ("Oswald Spenglers Uneven Legacy" - http://www.bayarea.net/~kins/AboutMe/Spengler/SpenglerDoc.html). Und ebenso ist auch dem Geschichtsstudent Martin Cüppers zuzustimmen, wenn er in der Zusammenfassung seiner Hausarbeit "Das politische Konzept Oswald Spenglers. Untersuchung am Beispiel seiner Schriften ,,Preussentum und Sozialismus" (1919) und ,,Jahre der Entscheidung" (1933)" feststellt (http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/gea/10608.html): "Die Charakterisierung dieser Differenzen [zum Nationalsozialismus] als deutliches Merkmal von Widerstand gegen das NS-System, geht am eigentlichen Problem vorbei. Männer wie Spengler müssen, trotz gegenteiliger Interpretationsversuche, nach wie vor in die Verantwortung gestellt werden, dass ohne deren fortwährende antidemokratische und völkische Propaganda die Wahlerfolge der NSDAP und deren Durchbruch zur Macht kaum möglich gewesen wäre."

Nachwirken Spenglers in der kulturphilosophischen Diskussion unserer Zeit, insbesondere in den anglophonen Ländern

13.Jenseits dieser zeitpolitischen Dimension von Schuld (ohne Sühne) frage ich mich allerdings, ob Stockton nicht das gewissermaßen "unterirdische" Weiterleben von Spenglers kulturphilosophischem (nicht politischem) Gedankengut unterschätzt. Sowohl Francis Fukuyamas "End of History" wie auch Samuel Huntingtons "Clash of Cultures" lassen sich durchaus als zeitgemäße "Remakes" von zentralen Motiven aus Spenglers Ideenwelt verstehen. Der Nachweis von Ähnlichkeiten, Analogien und 'Vorgreiflichkeiten' (in Spenglers Werken auf die Vorstellungen von Fukuyama und Huntington) ist allerdings nicht identisch mit dem Nachweis einer "genetischen" Abhängigkeit. Fukuyama und Huntington könnten z. B. auch von Toynbee beeinflusst worden sein, oder aus noch anderen Quellen, deren Zusammenhang mit Spengler wiederum nachgewiesen werden müsste. Am einfachsten wäre es natürlich, die Herren Fukuyama und Huntington, so lange sie noch leben, mal zu fragen, ob sie Spenglers "The Decline of the West" gelesen haben, und ob und in welchem Umfang sie selbst sich davon beeinflusst fühlen. Wenn sie das bejahen, wird man davon ausgehen dürfen, dass es so ist. Verneinen sie es, könnte es immerhin noch sein, dass sie diesen Einfluss verdrängt haben (die Möglichkeit einer bewusst wahrheitswidrigen Darstellung klammere ich hier mal aus), oder dass er nur mittelbar wirksam geworden ist. Anscheinend ist aber noch niemand auf die Idee einer solchen direkten Fragestellung gekommen?14.Auf jeden Fall gibt es mehr, und fundiertere, anglophone Texte über Spengler im globalen Informationsnetz.

... und in Russland:

[Leonid Batkin in "REFLECTIONS ON A NON-EXISTENT DUALITY"// Epstein: "From Culturology to Transculture": häufige und ganz selbstverständliche Erwähnung von Spengler]

Spenglers Rassismus

15.Vom Ergebnis her betrachtet, können wir Spengler also einen historischen Persilschein nicht ausstellen. Allerdings, und das wollen wir Spengler vor dem Hintergrund des Holocaust positiv anrechnen, war er bei all seinem extremen Nationalismus ein dezidierter Gegner des Nationalsozialismus und insbesondere auch des nationalsozialistischen Rassismus. "Aber wenn hier von Rasse die Rede ist, so ist das nicht in dem Sinne gemeint, wie der heute unter Antisemiten in Europa und Amerika Mode ist ... . Rassereinheit ist ein groteskes Wort angesichts der Tatsache, dass seit Jahrtausenden alle Stämme und Arten sich gemischt haben, und dass gerade kriegerische ... Geschlechter von jeher gern einen Fremden sich eingegliedert haben, wenn er 'von Rasse' war, gleichviel zu welcher Rasse er gehörte" (S. 203 der dtv-Taschenbuchausgabe der "Jahre der Entscheidung" von 1961). 16.Trotzdem war Spengler ganz gewiss kein Anti- oder auch nur Nicht-Rassist. Die Überlegenheit der weißen Rasse über die "Asiaten" und "Farbigen" (und innerhalb der Weißen Rasse die zumindest zeitgenössische Überlegenheit des deutsch-preußischen Wesens über den Rest der weißen Welt) dürfte ihm eine psychologische Grundgewissheit gewesen sein, und Zweiniger hält ihm – aus Nazi-Perspektive – zugute: "Es sei aber mildernd bemerkt, dass Spengler sonst fröhlich das Wort Rasse an unzähligen Stellen des Buches im nationalsozialistischen Sinne gebraucht". Die Geschichte insgesamt würde also Oswald Spengler auch in dieser Hinsicht sicherlich keinen Persilschein ausstellen.17.So ist es denn auch weder überraschend noch inkonsequent, wenn man bei manchen, die positiv an Spengler anknüpfen, entsprechende Einschläge findet. So schreibt z. B. Revoli P. Oliver in seinem Aufsatz "Oswald Spengler: Criticism and Tribute (http://www.ihr.org/jhr/v17/v17n2p10_Oliver.html), dass "no amount of decreeing by the Warren Gang (!) [US Supreme Court] will in the least change the laws of nature" [gemeint: Ungleichheit der Rassen, aber auch von Mann und Frau]. Dem entsprechend findet man heute auch einige Texte von Spengler auf ausdrücklich rassistischen Webseiten (http://library.flawlesslogic.com/1c.htm).18.Ähnliche Tendenzen finden sich auch in dem Buch "Twilight of the Evening Lands. Oswald Spengler A Half Century Later" von John F. Fennelly, das ich in New York gekauft und auch dort gelesen hatte und nach dessen Lektüre ich mir (auf Englisch, weil ich auch vom Umfeld her seinerzeit voll in der Sprache drin war) notiert hatte:19."Fennelly does not redeem his promise to analyse and verify the predictions that Spengler has made. Anyhow, Spengler's predictions are rather vague, and the more concrete ones – like 'second religiousness' and 'age of Caesars' – are not scheduled for this time yet. For the most part, Fennelly criticises Spengler. Maybe with good reason, but mostly with even less evidence than Spengler gives for his statements. It seems that Fennelly takes the look on Spengler as an excuse to lay down his own (conservative) socio-political ideas." Allerdings soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass Fennelly (lt. Klappentext "an unusual combination of businessman and author") in seinen darstellenden und die Thesen Spenglers zusammenfassenden Kapiteln ("The Man", "The Main Theme" und "The Critics and Successors") vorzüglich ist. Hier könnte man mit den Augen Spenglers den "Tatsachensinn des großen Wirtschaftsführers" am Werk sehen, denn F. war "senior partner of [an] investment banking firm", und später deren "vice-chairman", sowie "director of numerous large industrial corporations".20. 

Spenglers Denken: bleibt was, oder was bleibt?

21.Es ist schon über 40 Jahre her, dass ich die "Jahre der Entscheidung" gelesen habe. Ich denke aber, dass Zweiniger in seiner Kritik die von ihm herausgegriffenen Inhalte nicht wesentlich verzerrt. Spengler war selbst in der Qualität seines kulturphilosophischen Denken "uneven", wie Stockton zu Recht schreibt; er war kein (Geschichts-)Wissenschaftler und hat sich auch nicht als solcher, sondern als ein "Schauender" verstanden. Indes bestand seine Schau aber nicht selten darin, Sachverhalte begrifflich so zurecht zu biegen, zu verdrehen oder auch zu verschleiern, dass sie in sein Gedankensystem passten oder dessen innere Widersprüche verdeckt wurden.22.Es erscheint mir deshalb auch ziemlich müßig, sein Denken analytisch zu zerlegen und sich allzu ernsthafte Gedanken über die "Wahrheit" von Einzelaspekten zu machen. Insoweit sind nicht nur Spenglers Vorstellungen, sondern teilweise auch seine Tatsachenangaben nicht selten widerlegt worden (vgl. z. B. für einen sehr spezifischen Gesichtspunkt das Buch "Das magische Judentum. Eine Studie zu Oswald Spenglers 'Der Untergang des Abendlandes' " von Prof. Dr. J. Ziegler, Rabbiner in Karlsbad (Leipzig 1923).23.Man kann (und sollte vielleicht) sich von Spengler anregen lassen. Man darf sich allerdings von seinen vorzüglich formulierten und apodiktisch vorgetragenen Meinungsäußerungen nicht einfangen lassen. Wenn die Fachwissenschaft verbissen in der immer gleichen Mine nach dem Gold der Erkenntnis buddelt (um hier ein etwas abgewandeltes Bild des Kreativitätsforschers Edward de Bono zu verwenden), kann ihr ein Blick in Spenglers Hauptwerk zeigen, dass es auch andere, viel versprechende Claims gibt. Vielleicht es es hauptsächlich dieser Umstand, der den 'ollen' Spengler in Ländern mit größerem kreativen geistigen Potential als bei uns, also z. B. in den USA, noch heute (ein wenig) "populär" macht?

Zivilisationen als (gleichstufige?) Meta-Organismen

24.Was man heute noch mitnehmen kann, jedenfalls im Sinne einer Arbeitshypothese, vom Spenglerschen Denken, ist seine Vorstellung von Zivilisationen als Meta-Organismen. Natürlich waren die Zivilisationen nicht gegenseitig so monadenartig abgeschlossen, wie Spengler das konstruiert: wo wären wir heute z. B. ohne die indische "Erfindung" der Ziffer "0"? Wo ohne Christentum und Antike? Trotzdem haben Zivilisationen zweifellos distinkte "Stile", die nicht nur in der Kunst wirksam sind. Und seine zeitgebundene Vorstellung von einer "Kulturseele" können wir heute biologistisch als "Kulturgene" oder, von der Informatik her gedacht, als "kulturelles Betriebssystem" verbildlichen. Er mag auch nicht der Erste gewesen sein, der solche Vorstellungen entwickelt hatte, aber jedenfalls hat er sie deutlich herausgearbeitet.25.Falsch ist allerdings seine Vorstellung, dass es keine Menschheitsgeschichte gibt. Eine derartige Annahme ist auch keineswegs zwingender Bestandteil einer Kulturkreislehre. Die Geschichte der Menschheit hat sich gewiss in Zivilisationen auskristallisiert; man könnte die Zivilisationen als "trial and error"-Konstruktionen des Lebens ansehen, die im Wettlauf um die optimale Bewältigung des Lebens stehen. In der Konsequenz einer solchen Sichtweise ist dann allerdings nicht mehr jede Zivilisation 'gleich weit zu Gott', was ihre Praxistauglichkeit angeht (die nichts mit einer moralischen Wertung zu tun hat). Technik heute ist eben nicht ein gleichwertiges Äquivalent der Technik der Antike, oder des alten Ägypten, auch nicht in ihrer jeweiligen Stellung (Funktion, Wertigkeit) innerhalb der Kulturen.26.Die abendländische Zivilisation ist die erste, die nicht mehr auf einer breiten bäuerlichen Unterschicht aufbauen muss, die erste, die die ökonomischen Grenzen der relativ primitiven Agrartechniken aller früheren Zivilisationen gesprengt hat. Und die dem entsprechend Menschen für andere Aufgaben frei setzen kann. Die heutige mathematisch-wissenschaftlich bestimmte Technik ist nicht nur ein quantitativer, sondern vor allem auch ein qualitativer Sprung im Vergleich zu den von der Erfahrung bestimmten Techniken früherer Zivilisationen. "Wenn unter dem Eindruck dieses Buches sich Menschen der neuen Generation der Technik statt der Lyrik, der Marine statt der Malerei, der Politik statt der Erkenntniskritik zuwenden, so tun sie, was ich wünsche, und man kann ihnen nichts Besseres wünschen", schreibt Spengler in der Einleitung zum 1. Band seines Hauptwerkes "Der Untergang des Abendlandes" (S. 57 der Auflage von 1973 der Dünndruckausgabe im Beck-Verlag).27.Das eben ist der Unterschied: dass heute viele sein Buch und zahllose andere Bücher lesen können, d. h. dass sie dafür die Zeit, die Kaufkraft und die intellektuelle Schulung haben (u. a. weil die Technik des Drucken mit beweglichen Lettern erfunden und in der Kombination mit anderen Erfindungen weit entwickelt wurde). Diejenigen, welche sein Buch lesen, können sich der Technik, der Marine und der Politik (oder auch der Lyrik, Malerei und Erkenntniskritik) zuwenden, und müssen nicht vom Hahnenschrei bis zum Sonnenuntergang auf dem Feld ackern. Und selbst jene im historischen Vergleich relativ Wenigen, die heute noch Äcker bestellen, haben die richtige Art der Feldbestellung nicht bei der Arbeit, sondern auf der Fach- oder Hochschule gelernt, und haben abends, wenn sie vom Traktor gestiegen sind, noch die Zeit (und haben die intellektuelle Vorbildung) um sich gewissermaßen in die Uniform des Gelehrten werfen (wie weiland Niccolo Machiavelli auf seinem Landgut nach getaner Tagesarbeit in jene des Staatsmannes) und, zum Beispiel, Spenglers Werke zu lesen. Derartiges hat es, als "Massenphänomen", noch nie in der Geschichte gegeben. (Übrigens hat auch Spengler in seinen letzten Jahren wohl gesehen, dass auch die Geschichte der Zivilisationen Teil einer als solcher zu verstehenden, sich beschleunigenden Menschheitsentwicklung ist. Diese Information entnehme ich John Reillys Besprechung des Buches "Prophet of Decline: Spengler on World History and Politics" von John Farrenkopf (Louisiana 2001) (http://pages.prodigy.net/aesir/prod.htm): "[Spengler says that] the latter High Cultures are more powerful and profound than the earlier ones, with the West reaching a maximum. Indeed, he says that the final phase of the West opens a fifth and final age of the whole human story. By its end, the physical environment of the earth could be seriously disrupted. Human populations could fall back to the sparse numbers of precivilization. The species could even become extinct. As Farrenkopf points out, what we see here is Spengler moving from qualfied pessimism to full apocalyptic." (Spengler als Umweltkassandra: erschreckende Vor-Aussichten?)28.Deshalb ist es auch kein Zufall, dass die abendländische Zivilisation sich, zumindest aber ihre Techniken, über den ganzen Globus ausgebreitet hat. Hier ist nun tatsächlich die frühere kulturelle Weiterentwicklung der Menschen im Rahmen von "Zivilisationen" aus diesem Rahmen herausgetreten. Ob wir heute glücklicher sind als die Menschen früherer Zeiten, oder ob wir (wie ich vermute) sehr bald nicht an innerzivilisatorische, sondern an umweltgegebene Grenzen stoßen werden, und dann quasi von außen wieder "zurückentwickelt" werden, sind ganz andere Fragen. Tatsächlich aber kann man insoweit durchaus von einem "Ende der Geschichte" sprechen, wenn man Geschichte als eine zivilisationsgebundene, als einen "Kampf der Kulturen“ versteht. Selbst wenn Islamisten "den Westen" bekämpfen, können sie das nur dann – relativ – erfolgreich tun, wenn sie sich der "westlichen" Technik bedienen. Rein abstrakt vorstellbar wäre es, dass z. B. die Islamisten das Rad der Geschichte zurück drehen, indem sie die wissenschaftlich-technischen Gesellschaften von außen oder von innen zerstören. Nicht vorstellbar erscheint mir aber, dass sie auf der Grundlage ihres eigenen zivilisatorischen "Betriebssystems" (oder ihrer eigenen "Kulturgene") (das Vorhandensein solcher prägenden Elemente und die Einheitlichkeit des "Islamismus" als Zivilisation mal unterstellt) die wissenschaftlich-technische Zivilisation weiter entwickeln könnten, "weiter" im Sinne einer noch umfassenderen Beherrschung der Natur, als das mit dem "intellektuellen Betriebssystem" der westlichen Zivilisation gelungen ist. Damit will ich nicht sagen, dass wir schon das Ende der wissenschaftlich-technischen Fahnenstange erreicht haben. Es ist auch durchaus denkbar, dass wir unser "intellektuelles Betriebssystem" gründlich überholen müssen, wenn wir weitere entscheidende Sprünge machen wollen. Nur sehe ich nicht, dass es eine konkurrierende "Zivilisation" auf der Welt gäbe, die insoweit aus ihrem "Betriebssystem" dazu Anstöße geben oder wesentliche Beiträge liefern könnte. Insoweit scheint mir tatsächlich "die Geschichte" zum Ende gekommen zu sein.29.Nehmen wir aber Spengler hinsichtlich seines organischen Denkens ernst und verstehen (auch) unsere Zivilisation als einen Meta-Organismus, könnten wir die Frage nach dessen möglicherweise inhärent beschränkten Lebensdauer aufwerfen. Allerdings bezweifle ich manchmal, dass so etwas sich lohnt. Denn gegenwärtig sieht es eher danach aus, dass unsere Entwicklung durch die Außenwelt beschränkt, beendet und vielleicht sogar wieder in den Rückwärtsgang gezwungen werden wird (Stichwort „Peak Oil“).

Alles fließt: Relativismus als Wesenselement des Spenglerschen Denkens

30.Nun bin ich freilich ein wenig ins Schwätzen gekommen (steckt wohl an, der diesbezügliche Habitus meines Haupt-Diskussionsgegenstandes) und hätte es beinahe versäumt, jenen weiteren Aspekt im Denken Spenglers aufzuzeigen, der jedenfalls für mich von bleibendem Wert ist: der Relativismus, den er theoretisch ausformuliert. Auch da tut sich ein Widerspruch in ihm auf, denn seine Formulierungen sind meist apodiktischer Natur, haben suggestiven Charakter, beinahe den von religiösen Glaubensgewissheiten. Dennoch: "Eine widerspruchslose Einsicht in die letzten Gründe des Daseins [ist] uns nicht gegeben" sagt er. Und fährt fort: "Ein Denker ist ein Mensch, dem es bestimmt war, durch das eigene Schauen und Verstehen die Zeit symbolisch darzustellen. Er hat keine Wahl. Er denkt, wie er denken muss, und wahr ist zuletzt für ihn, was er nicht erfindet, sondern in sich entdeckt. Es ist er selbst noch einmal, sein Wesen in Worte gefasst, der Sinn seiner Persönlichkeit als Lehre geformt, unveränderlich für sein Leben, weil es mit seinem Leben identisch ist. ... So vermag ich den Kern dessen, was ich gefunden habe, nur als 'wahr' zu bezeichnen, wahr für mich, und, wie ich glaube, auch für die führenden Geister der kommenden Zeit, nicht wahr ' an sich' ". So steht es im Vorwort zur 33. – 47 Auflage des ersten Bandes seines "Untergangs", und dieser theoretische Relativismus (dem, wie gesagt, psychologisch eine von Zweifeln gänzlich ungetrübt Selbst-Gewissheit gegenüber steht) zieht sich durch das ganze Buch, indem die Kulturen hauptsächlich relativ zueinander gedeutet werden, d. h. als abgeschlossene Systeme mit funktionalen, aber nicht inhaltlichen, Äquivalenten.31.Dieser Aspekt wird vielleicht nicht hinreichend gewürdigt, "nicht so ernst genommen, wie er gemeint ist" (wie Spengler selbst in Bezug auf sein früheres Vorwort beklagt, wo er sein Werk als "nicht ohne inneren Widerspruch" bezeichnet hatte). Dass er aber in gewisser Hinsicht für Spenglers Denken entscheidend ist, zeigt sich schon an der Themenwahl seiner Dissertation. Deren Gegenstand war Heraklit, jener altgriechische, "dunkle" Philosoph, der nicht nur den Kampf (Streit, Krieg) als "Vater aller Dinge" bezeichnet, sondern auch das berühmte Wort "Alles fließt" geprägt hat.32.Man darf sich in diesem Kontext vielleicht auch an Spenglers ständiges Reden über "Heroismus, heroisch usw." erinnern. Spengler verwirklicht hier durchaus ein gewisses Maß an Heroismus insoweit, als er die Spannung zwischen seinem theoretischen Relativismus (den man auf der psychologischen Ebene wohl auch mit seinen starken Selbstzweifeln an seinem eigenen – gesellschaftlichen – Wert in Zusammenhang bringen kann) und seinem psychologischen Bedürfniss nach der Sicherheit eines Absoluten, wie es in seinen apodiktischen Formulierungen zum Ausdruck kommt, aushält. Darin sehe ich ein gewisses "heroisches" "Dennoch". Er hätte es sich ja auch leichter machen und seine Theorie als absolute Wahrheit "vermarkten" können.33.Man kann auch über einen inneren Zusammenhang mit der Relativitätstheorie Einsteins spekulieren, bzw. darüber, dass die ideengeschichtliche Konstellation jener Zeit gewissermaßen notwendig die Idee des Relativismus gleichermaßen in der Physik wie in der Kulturgeschichte ausbringen musste. Andererseits muss man sich aber des Risikos bewusst bleiben, dass sich unter der "Identität des sprachlichen Ausdrucks" eine "Heterogeneität kulturrelativer Begriffe" verbirgt, die man mit einem "substanzialisierenden Denken" zu verdecken riskiert (die Zitate, von mir hier in einen anderen Zusammenhang gebracht, entnehme ich dem brillanten biographischen Spengler-Artikel (http://www.bautz.de/bbkl/s/spengler_o.shtml) von Martin Arndt in dem Werk "Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon" [das "mit über 20.000 Einträgen (lt. Wikipedia-Eintrag, abgerufen 08.05.2011) zu Gelehrten aus den Gebieten der Theologie, Geschichte, Literatur und Philosophie" auch sonst eine phantastische kostenfreie Netz-Ressource für bibliographische Informationen darstellt - http://www.bautz.de/]. Im Grunde relativiert ja bereits das Wort des Historikers Leopold von Ranke, wonach "jede Epoche ist unmittelbar zu Gott" ist, den Wert der Kulturen. (Zur Relativitätstheorie macht Spengler im "Untergang" übrigens Ausführungen, die mir jedenfalls von größerem Verständnis zu zeugen scheinen als das, was deren Gegner damals gegen Einstein vorbrachten.)34.Aus der Erscheinung eines bestimmten Phänomens innerhalb eines Kultubereichs (also hier etwa des Relativismus in der Kulturphilosophie) lässt sich auch nicht automatisch folgern, dass diese Entwicklung aufgrund von zeitgleichen Beziehungen zu anderen Teilgebieten der Geschichte oder Geistesgeschichte erfolgt sein müsse und diese in einer gegenseitigen Wechselwirkung stehen. Der russischen Historiker (und Politiker) Leonid M. Batkin weist in seiner brillanten[1] Studie: Die historische Gesamtheit der italienischen Renaissance. Dresden 1979 (bzw. Frankfurt a. M. 1981) darauf hin, dass die einzelnen Kultursphären ihre je eigene Entwicklungsgesetzlichkeit haben, die nur mittelbar mit den anderen Bereichen verknüpft ist.35.Leichte Lektüre ist das Werk von Batkin freilich nicht gerade: ich selbst hab' das Buch etwa zur Hälfte geschafft und dann kapituliert. Allerdings tröste ich mich mit dem Gedanken, dass das es den Fachwissenschaftlern ebenso ergangen ist. Wie anders soll ich es deuten, dass die Suche nach ["Leonid M. Batkin" Renaissance] ganze –259- Treffer einbringt, im Gegensatz zu 10.600 bei ["Peter Burke" Renaissance]? [Stand bei ursprünglicher Abfassung meines vorliegenden Artikels im Jahr 2005.] Die westliche Ignoranz russischer Wissens-Schaffe ist jedenfalls in diesem Falle ausgesprochen schädlich. Batkins "idealistische" Interpretation (schon insofern erstaunlich, als das Buch ja noch in der kommunistischen Epoche erschienen ist) aus der (damaligen) Sowjetunion bringt, soweit ich es verstanden habe, sehr viel tiefer schürfende Einsichten als die "materialistische" Interpretation des britischen Renaissanceforschers Peter Burke. Burkes Forschungsansatz könnte man insofern geradezu als "marxistisch" ansehen, als bei ihm 'das Sein das Bewusstsein bestimmt' (was ihn dazu motiviert, Statistiken über die Geburtsorte der Großen der italienischen Renaissancekultur zu erstellen, die in meinen Augen keinerlei relevante Einsichten in die Entstehung oder das Wesen der Renaissance generieren). Batkin dagegen geht von einer viel größeren Komplexität historischer Zusammenhänge aus, bei denen jeder Zweig der geistigen und künstlerischen Entwicklung einerseits gewissen Eigengesetzlichkeiten unterliegt, andererseits aber auch von den anderen Gebieten der geistigen und gesellschaftlichen Entwicklung beeinflusst wird [erinnert irgendwie an Niklas Luhmann?]. Dabei muss dieser Einfluss nicht einmal zeitgleich erfolgen – (es kann also eine "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen" vorliegen; zu diesem Begriff siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichzeitigkeit_des_Ungleichzeitigen). Hauptsächlich beschäftigt sich Batkin mit dem Humanismus und kommt (wenn ich ihn richtig verstehe), zu dem Schluss, dass dieser zwar inhaltlich keinen wesentlichen wissenschaftlichen Fortschritt gebracht, jedoch gewissermaßen das "Betriebssystem" (diesen Begriff verwendet er selbst allerdings nicht) installiert hat, durch dessen Anwendung die Wissenschaft im modernen Sinne dann ihre Erkenntnisse gewinnen konnte. In Denkmodellen dieser Art sehe ich einen "Link" zu Spenglers Vorstellung von einer "Kulturseele". Den aktuell beliebten Neuinterpretationen der Menschheits(nicht)entwicklung in kultureller und ökonomischer Hinsicht, wie sie z. B. David Landes ("Wohlstand und Armut der Nationen") oder Jared Diamond ("Arm und Reich. Die Schicksale menschlicher Gesellschaften") vertreten, zum Trotz waren es ja vielleicht doch nicht nur Mikroben und irgendwelche historischen Zufälligkeiten, sondern (auch) gesellschaftliche und geistige Strukturen, welche die westliche Zivilisation zur globalen Kultur prädestiniert haben.36.Mich selbst hat es überrascht, im globalen Informationsnetz sogar einen direkten Hinweis darauf zu finden, dass Leonid Batkin die Gedanken von Oswald Spengler nicht nur kennt, sondern ihnen ganz selbstverständlich (jedenfalls in einem bestimmten Zusammenhang) zustimmt. In einem Aufsatz unter dem Titel "REFLECTIONS ON A NON-EXISTENT DUALITY. Discoveries and illusions of an old liberal" schreibt er in der russischen Zeitschrift (oder e-zine) "New Times" im Jahre 2004 (Hervorhebung von mir):37."However, remarkably and in a contradictory way, capitalism, while it was expanding, brought about, mostly in backward regions, some strange but as yet localised and relatively simple old social phenomena (“the “secondary serfdom” in East Europe, plantation slavery in the South in the US, the mafia in Sicily, Luddite riots in England, etc.). Let us call it the first, or the allergic reaction to the industrial phase. Next, the modernization that overlaid the archaic (that is, more or less traditionalist) structures coupled with the crisis situations generated by WW1, led to the most monstrous and explosive merging and union of both the archaic and the innovative in some countries (with advances in the fields of industry, transportation, information transfer and management, and in the end run in changes of ideology and politics). Oswald Spengler was very astute in describing the deformed fruits of the superficial Westernization as “pseudomorphosis”. That was how totalitarian regimes of all kinds originated. They are nothing but the paradoxical second, albeit much broader and terrible, reaction of some backward societies to the advance of Western civilization. World War II broke out. Fortunately, the two mightiest totalitarian regimes happened to be adversaries in it. Again Western civilization withstood it and soon became more or less global. The so called “West” took root in Japan and some other nations of the Far East, partially in Latin America, India, Turkey, and even Egypt." [Per 05.2011 ist der Artikel hier nur mehr käuflich zu erwerben, dort in der Waybackmachine aber noch gratis verfügbar.]38.Das russische Interesse an Spengler (und die zumindest bei Batkin erkennbare tendenziell positive Bewertung seiner Gedanken) lässt sich auch damit begründen und verstehen, dass der russische Kulturphilosoph Nikolai Danilevsky zumindest objektiv ein direkter Vorläufer von Spenglers Kulturkreislehre war. Allerdings hat Spengler Danilevskis Buch "Russland und Europa" wohl nicht gekannt; es wurde erst 1920 – als Folge des durch den "Untergang" generierten Publikumsinteresses an der Kulturkreisthematik – ins Deutsche übersezt (vgl. Fenelly, Twilight of the Evening Lands, S. 66 – 68; Informationen über Spenglers geistige Vorläufer z. B. auch bei Detlef Felken, "Oswald Spengler ...", S. 58 ff.; ausführlich dürfte dieser Aspekt abgehandelt sein in H. J. Schoeps: "Vorläufer Spenglers. Studien zum Geschichtspessimismus im 19. Jahrhunderts" Leiden 1955). Danilevskys Ideen ihrerseits lassen sich wiederum auf die deutsche intellektuelle Tradition zurück führen (s. dazu den Aufsatz "From Culturology to Transculture" von Mikhail Epstein -http://www.emory.edu/INTELNET/tc_1.html; auch in seinem Aufsatz "Culture - Culturology – Transculture" beschäftigt sich der russisch-amerikanische Kulturphilosoph Epstein mit Spengler - http://www.emory.edu/INTELNET/af.culturology.html; ein weiterer , diesmal amerikanischer Text , der sich mit Spenglers Vorstellung einer "Pseudomorphose", speziell im russischen Kontext, beschäftigt, hier: http://www.kcpost.net/RussianPseudomorphosis.htm).

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