Norwegian Cruise Line reagiert auf diskriminierendes Vorgehen der tunesischen Regierung

Von Claus Blohm @kreuzfahrtcheck

NCL Schiff  (Bild: NCL)

Pressemeldung: Wiesbaden/Frankfurt am Main, im März 2014. Die US-amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line gab bekannt, alle weiteren geplanten Anläufe in Tunesien abzusagen und nicht in die Destination zurückzukehren.  Grund dafür ist ein Vorfall, der sich am Sonntag, den 9. März 2014 ereignete, als die tunesische Regierung israelischen Staatsangehörigen das Recht verweigerte, im Hafen von La Goulette in Tunis von Bord der Norwegian Jade zu gehen.  „Wir möchten ein starkes Zeichen an Tunesien und an alle Häfen weltweit senden, dass wir derartige willkürliche Handlungen der Diskriminierung gegen unsere Gäste nicht tolerieren werden“, sagte Kevin Sheehan, President und Chief Executive Officer bei Norwegian Cruise Line. „Wir sind von diesem Akt und der Tatsache, dass wir vorab nicht über diese Praxis informiert worden sind, empört.
 Wir entschuldigen uns in aller Form bei den betroffenen Gästen und möchten sie wissen lassen, dass wir mit entsprechenden Maßnahmen reagiert haben.“ Norwegian Cruise Line beschäftigt mehr als 90 verschiedene Nationalitäten und begrüßt Gäste aus aller Welt an Bord ihrer Schiffe. Das Unternehmen duldet oder toleriert keine Diskriminierungen jeglicher Art und möchte mit der Absage aller Anläufe in Tunesien deutlich machen, dass derartige Handlungen für die Reederei völlig inakzeptabel sind.  Meine Meinung: Ob die Entscheidung so richtig ist mag ich nicht beurteilen. Hier geht es um höhere Politik. Den Schaden jedoch, den NCL mit einer solchen übereilten Entscheidung in Tunesien anrichtet ist riesig, Wie viele Familien leben von den touristischen Einnahmen dort. Das die Einreise verweigert wird kommt öfter vor nicht nur in Tunesien auch in den USA. Da wird auf der Weltbühne Besonnenheit gepredigt und was macht NCL..."Mir dir spiele ich nicht mehr"!?