Nochmal: Lebe

Die Zeilen von Joseph Beuys gehen mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf. Wie würde ich denn diese Aufforderung formulieren? Vielleicht so:

 

Lebe

Springe.
Ins Ungewisse.
Und über Deinen Schatten.
Tanze.
Durch die Nacht.
Und aus der Reihe.
Gucke Sterne vom Balkon.
Und wünsch dir was.
Reise.
Um die Welt.
Und weiter.
Vertraue Dir.
Und höre auf Deinen Bauch.
Lache. So lach doch.
Küsse die, die Du liebst.
Und sag es ihnen auch.
Mache Kinder.
Und schau ihnen beim wachsen zu.
Nimm Dich ernst.
Und bleib neugierig.
Auf Dich. Und die Welt.
Höre nicht auf zu fragen.
Und hör Dir die Antworten an.
Nimm Dir Zeit.
Für Dich. Hier! Jetzt!
Und für die, die Dir wichtig sind.
Geniesse.
Die Lust. Das Leben.
Pflücke eine Blume. Pflanze einen Baum.
Nimm Dich wie Du bist.
Und mach den einen Schritt.
Nach dem anderen.
Sei Du.
Erklimme Berge. Durchwandere Wüsten.
Und komme gern wieder heim.
Sei Du.
Und für andere da.
Lebe.
Tu es einfach.
Was kann schon passieren?

Jochen Gürtler



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